Fördermittelberatung

... und wenn Sie gerne direkt mit uns sprechen wollen - dann rufen Sie uns einfach an.

Wir sind bundesweit gebührenfrei erreichbar unter 0800-1230020 (Telekom FREEcall)


Fördermittelberatung - Grundlagen

Förderbanken – Fördermittel für Unternehmen - Grundlagen und Hintergründe für die Finanzierung

Förderbanken: was sind das und wer kann dort Fördermittel bekommen und welche Fördermittel. Wie kommt man durch den Fördermitteldschungel bzw. wo ist der Startpunkt?

 

Gleich vorweg: Aufgrund der Menge an Fördermitteln, sehen wir uns in diesem Artikel im Schwerpunkt „nur“ die Fördermittel man, die auf Basis von Rückzahlungen vergeben werden. Viele nennen diese Mittel auch „Förderkredite“. Die Strukturen zum Thema „Zuschüsse“ und somit „nicht rückzahlbare Mittel“ oder auch „geschenktes Geld vom Staat“ beleuchtet ein anderer Artikel im Detail.

 

Beginnen wir mit den Fördermittelbanken:

Förderbanken sind Unternehmen zwischen Staat und Wirtschaft. Förderbanken sind Kreditinstitute, also Unternehmen, die nach kaufmännischen Grundsätzen geführt werden und nach bankaufsichtsrechtlichen Regeln arbeiten. Sie sind ein Instrument staatlicher Wachstums- und Strukturpolitik.

  • Die Ziele dieser Wachstums- und Strukturpolitik sind folgende
  • Die Beeinflussung der langfristigen Entwicklungstrends der Wirtschaft
  • Die Vermeidung bzw. Überwindung von Strukturkrisen, die das gesamtwirtschaftliche Gleichgewicht stören
  • Die Abschwächung bzw. sozial verträgliche Ausgestaltung der negativen Veränderungen bzw. Entwicklungen, die durch neue Produkte, Globalisierung oder Strukturwandel hervorgerufen werden.

Förderbanken in  Deutschland – wo und wer?

Die Förderbanken in Deutschland in Bund und Land „geteilt“. Es gibt die Bundesförderbanken und die Landesförderbanken. Bei den Landesförderbanken gibt es selbstständige und unselbstständige. Und bei den selbstständigen Landesförderbanken gibt es öffentlich-rechtliche und privatrechtliche Förderbanken.

 

Zu den Bundesförderbanken gehören die KfW und die Landwirtschaftliche Rentenbank. Diese beiden Förderbanken arbeiten bundesweit.

 

Zu den Landesförderbanken, die in den einzelnen Bundesländern aktiv sind und auch regional arbeiten, gehören Folgende: 

  • Baden-Württemberg: L-Bank, Staatsbank für Baden-Württemberg
  • Bayern: LfA Förderbank Bayern,  Bayerische Landesbodenkreditanstalt (Anstalt der BayernLB)
  • Berlin: Investitionsbank Berlin (IBB)
  • Brandenburg: Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB)
  • Bremen: Bremer Aufbau-Bank GmbH (BAB)
  • Hamburg: Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB)
  • Hessen: Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank)
  • Mecklenburg-Vorpommern: Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern (Geschäftsbereich der NORD/LB)
  • Niedersachsen: Investitions- und Förderbank Niedersachsen - NBank
  • Nordrhein-Westfalen: NRW.BANK
  • Rheinland-Pfalz: Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB)
  • Saarland: Saarländische Investitionskreditbank AG (SIKB)
  • Sachsen: Sächsische Aufbaubank – Förderbank – (SAB)
  • Sachsen-Anhalt: Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB-LSA) (Anstalt der NORD/LB)
  • Schleswig-Holstein: Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH)
  • Thüringen: Thüringer Aufbaubank (TAB)

Bei den Aufgaben der Förderbanken hat sich in den vergangenen Jahrzehnten eine umfassende Aufgabenliste ergeben. Diese Aufgaben sind in den politischen Zielen der Eigentümer der jeweiligen Förderbanken begründet(!). Die wesentlichen Förderbereiche sind:

Mittelstand

  • Risikokapital
  • Agrarwirtschaft
  • Infrastruktur
  • Wohnungs- und Städtebau
  • Umweltschutz
  • Forschung, Entwicklung und Innovation
  • Fischerei und Aquakultur
  • Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichen Interesse

 

Geschäftsfelder der Förderbanken:

Die verschiedenen Arbeitsfelder der Förderbanken sind in den Geschäftsfeldern organisiert. Die umfangreichen Möglichkeiten werden durch Verordnungen, Bestimmungen, Gesetze, etc. geregelt und sind darin eingefasst. Zu den Geschäftsfeldern der Förderbanken gehören:

  • Durchführung von öffentlichen Förderaufgaben
  • Beteiligungen an Projekten im Gemeinschaftsinteresse, die von der Europäischen Investitionsbank oder ähnlichen europäischen Finanzierungsinstitutionen mitfinanziert werden
  • Gewährung von Darlehen und anderen Finanzierungsformen an Gebietskörperschaften und öffentlich-rechtliche Zweckverbände
  • Maßnahmen rein sozialer Art (bspw. Mitarbeiterkredite, soziale Wohnraumförderung etc.)
  • Exportfinanzierungen außerhalb der EU, des EWR und von Ländern mit offiziellem Status als EU-Beitrittskandidat, soweit diese im Einklang mit den für die Gemeinschaft bindenden internationalen Handelsabkommen, insb. den WTO-Abkommen stehen.

 

Wieviel Fördermittel gibt es denn eigentlich – europäische Förderbudgets für europäische Ziele!

Die Förderbudgets sind in nationale und europäische unterteilt. Bei den nationalen hat Deutschland dies dann in den Bund, die Länder und in die Kommunen aufgeteilt. Hinzu können noch „eigene“ Förderbudgets auf nationaler Ebene kommen (… unter Berücksichtigung der EU-Verordnungen).

Die Summen der europäischen Förderbudgets sind erheblich und die folgende Tabelle gibt eine Übersicht dazu:

 

EU-Haushalt 2014-2020,      (in aktuellen Preisen)                                     1.082.555 Mio. EUR

1a. Wettbewerbsfähigkeit für Wachstum und Beschäftigung (13%) 142.130 Mio. EUR

1b. Wirtschaftlicher, sozialer und territorialer Zusammenhalt (34%) 366.791 Mio. EUR

2. Nachhaltiges Wachstum und natürliche Ressourcen (39%)          420.034 Mio. EUR

3. Sicherheit und Bürgerschaft (2%)                                                     17.725 Mio. EUR

4. Europa in der Welt (6%)                                                                    66.262 Mio. EUR

5. Verwaltung (6%)                                                                                69.584 Mio. EUR

6. Ausgleichszahlungen                                                                                29 Mio. EUR

 

Wofür sollen die Förderbudgets ausgegeben werden?

Die Europäische Union bzw. deren Mitgliedstaaten geben aus Steuergeldern Kapital in die Förderfonds. Nach einem Verteilungsschüssel werden dann die Förderbudgets aufgeteilt und an Ziele geknüpft. Diese Ziele sind in einer Strategie verein und darunter sind die Kernziele:

 

Die Europa 2020-Strategie – eine Wachstumsstrategie der EU bis 2020 Kernziele:

  • Erhöhung der Beschäftigungsquote auf mind. 75 %
  • FuE und Innovation – Anhebung der Ausgaben auf 3 % des BIP
  • Klimawandel und Energie
  • Verringerung der Treibhausgasemissionen sowie Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien und Steigerung der Energieeffizienz
  • Bildung – Verringerung der Schulabbrecherquote und Steigerung des Anteils der 30- bis 34-Jährigen mit abgeschlossener Hochschulbildung
  • Verringerung von Armut und sozialer Ausgrenzung

Wer gehört zu den möglichen Nutzern der Fördermittel?

Um den Kreis der „Unternehmen“ zu definieren, die als Nutzer der Fördermittel in Frage kommen, gibt es eine Definition, die sich wie folgt in Worte fasst:

 

Definition eines Unternehmens: „Als Unternehmen gilt jede Einheit, unabhängig von ihrer Rechtsform, die eine wirtschaftliche Tätigkeit ausübt. Dazu gehören insbesondere auch jene Einheiten, die eine handwerkliche Tätigkeit oder andere Tätigkeiten als Einpersonen- oder Familienbetriebe ausüben, sowie Personengesellschaften oder Vereinigungen, die regelmäßig einer wirtschaftlichen Tätigkeit nachgehen.“

 

Dabei ist die Bezeichnung „Wirtschaftliche Tätigkeit“ nochmal definiert: Angebot eines Produktes oder einer Dienstleistung am Markt – auf die Gewinnerzielungsabsicht kommt es nicht an!

 

Die Größenklassen der Unternehmen grenzen sich dabei wie folgt ab (KMU-Definition):

"Kleinstunternehmen":          

• Weniger als 10 Beschäftigte

• Jahresbilanzsumme von höchstens 2 Mio. oder

• Jahresumsatz von höchstens 2 Mio.

 

"Kleinunternehmen"

• Weniger als 50 Beschäftigte

• Jahresbilanzsumme von höchstens 10 Mio. oder

• Jahresumsatz von höchstens 10 Mio.

 

"Mittlere Unternehmen"

• Weniger als 250 Beschäftigte

• Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Mio. oder

• Jahresumsatz von höchstens 50 Mio.

 

 

und dann die großen Unternehmen!


Maßnahmenbeginn

Wenn Sie Investitionen planen und keine Fördermittel verlieren wollen, dann ist der Begriff Maßnahmenbeginn der wichtigste Faktor für Sie und Ihre Vorhaben. Der Begriff Maßnahmenbeginn entscheidet quasi da drüber, ob Sie Fördermittel bekommen oder nicht.

An einem Beispiel festgemacht wäre das zum Beispiel, Sie möchten ein Unternehmen kaufen, eine (Energie?) Effizienzmaßnahme umsetzen, Mitarbeiter einstellen, ein Gebäude erwerben oder Sie wollen Ihren Betrieb verlagern, Sie wollen energetische Maßnahmen umsetzen, ein Produkt entwickeln, eine Innovation vorantreiben, in diesem Sinne eine Investition vorantreiben.

 

Sie sind also noch in der Planungsphase. Irgendwann kommen Sie von der Planungsphase in die Umsetzungsphase und werden investieren. Wenn Sie vor der Umsetzungsphase nicht die Fördermittelanträge rechtzeitig gestellt haben, dann bekommen Sie für Ihre Investition auch keine Förderung.

 

Sie müssen also weit vor der Umsetzungsphase, also noch in der Planungsphase Fördermittelanträge stellen. Am Maßnahmenbeginn machen Sie selber fest, wann Sie in der Umsetzungsphase sind oder noch in der Planungsphase.

 

Ich habe Ihnen das mal an einer Skizze hier mitgebracht, schauen wir uns das mal. Solange Sie noch in der Planungsphase sind, habe ich erläutert, ist noch alles okay mit Fördermitteln. Entscheidend wird es dann, wenn Sie sogenannte Leistungsübergänge selbst produzieren. Was ist denn ein Leistungsübergang? Ein Leistungsübergang kann sein, Sie unterschreiben einen Mietvertrag oder Sie unterschreiben ein Kaufvertrag für ein Grundstück oder ein Gebäude oder Sie unterschreiben einen Arbeitsvertrag oder einen Lieferantenvertrag für eine Heizungsanlage. Dabei ist ganz entscheidend, dass nicht das Lieferdatum für Sie wichtig ist, sondern das Datum, wann Sie den Kaufvertrag oder Liefervertrag unterschrieben haben, denn das ist der Maßnahmenbeginn.

 

Der Maßnahmenbeginn ist zum Beispiel in einem Kaufvertrag für ein Unternehmen, nicht der Übergang, wann Ihnen das Unternehmen gehört, sondern wann Sie den Kaufvertrag unterschrieben haben. Stellen Sie sich vor, Sie werden sich nach langen Monaten der Verhandlung einig und im April eines Jahres haben Sie den Kaufvertrag unterschrieben. Kaufpreissumme ist festgesetzt. Und der Betrieb soll übergehen Silvester Januar des folgenden Jahres. Das heißt, Sie sitzen noch im Februar, März, April, haben das Unternehmen noch gar nicht, aber Sie haben den Kaufvertrag schon unterschrieben. Dann ist der Kaufvertrag also die Unterschrift, Ihre Unterschrift unter dem Kaufvertrag, ist der Maßnahmenbeginn.

 

Sollte dieser Maßnahmenbeginn von Ihnen so festgelegt worden sein und Sie haben kein Förderantrag vorher geschrieben, dann ist keine Förderung mehr möglich. Soll heißen, wenn der Kaufübergang hier hinten ist, das ist die Umsetzungsphase und Sie haben hier vorne, in der Planungsphase, keinen Förderantrag geschrieben, dann bekommen Sie hinten auch keine Fördermittel für den Kauf oder für den Lohnkostenzuschuss. Oder Sie haben einen Mietvertrag für ein Ladengeschäft unterschrieben im April und Sie wollen im September das Geschäft eröffnen, dann ist nicht Eröffnungsbeginn die Maßnahme, sondern der Maßnahmenbeginn ist der Leistungsübergang und das ist der Tag, an dem Sie den Mietvertrag unterschrieben haben und das ist vielleicht Januar, Februar, März, April, also viel viel weiter vorher. Und Sie müssen vor diesem Termin noch viel viel viel weiter vorher, die Maßnahme beantragen mit Fördermitteln.

 

Das heißt also, Sie setzen selber den Maßnahmenbeginn fest, indem Sie Verträge unterschreiben, die rückwärts nicht mehr aufzulösen sind. Es gibt dafür immer Ausnahmen, aber die sind so gering, dass ich Ihnen nicht raten kann, sich es darauf ankommt zu lassen. Sie müssen hier vorne fristgerecht die Fördermittelanträge in der Planungsphase schreiben, damit Sie nachher eine Förderung in der Umsetzungsphase erhalten können. Sie müssen also erst einen Antrag stellen und dann bekommen Sie vielleicht die Mittel. Entscheidend ist, Sie produzieren selber ein Leistungsübergang. Sie unterschreiben einen Mietvertrag, damit ist die Maßnahme begonnen. Sie unterschreiben einen Kaufvertrag, damit ist die Maßnahme begonnen. Sagen muss man noch folgendes, planerische Vorleistung, Steuerberater, Unternehmensberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte, hier vorne sind nicht förderschädlich.

 

Entscheidend ist es bloß dann, wenn Sie Lieferanten in Gang setzen, etwas an Zahlung zu optieren. Das heißt, Sie sind verpflichtet eine Zahlung zu leisten, selbst, wenn die in der Zukunft liegt, es ist völlig egal. Planerische Vorleistung ist okay, aber sobald Sie Verträge für die Investition selbst unterschreiben, ist die Förderung weg.

 

 

Eine Rückwärtsförderung ist nicht möglich. Sollten Sie Interesse haben, um zu wissen, wie man Fördermittelanträge schreibt, oder wollen vielleicht wissen, ob Ihr Investitionsvorhaben förderfähig ist, dann schreiben Sie uns eine E-Mail oder schreiben das Kommentarfeld Ihrer Frage. Sie bekommen kurzfristig Antwort und können so auf jeden Fall ein Mehrwert für Ihr Unternehmen genießen. 


Zuschuss, Investitionszuschuss

Das Thema Zuschuss oder Zuschüsse ist für alle wichtig, die investieren wollen. Ob Sie nun in der Gründungsphase sind oder im bestehenden Unternehmen - Zuschüsse sind für alle wichtig, die Investitionen planen. Warum ist das wichtig für Sie? Zuschüsse sind nicht rückzahlbare Gelder. Sie bekommen sie aus Steuermitteln vom Staat bei bestimmten Maßnahmen geschenkt.

Das heißt, Sie haben sofort einen wirtschaftlichen Vorteil, wenn Sie Zuschüsse nutzen wollen. Ich habe Ihnen das mal in einer Skizze mitgebracht, dann haben Sie ein bisschen mehr Übersicht.

 

Als Vergleich, was Kredit ist als Förderung, und was Zuschuss ist als Förderung, sehen Sie hier diese Tabelle. Bei der Bank bekommen Sie alles an Kredit und Sie müssen es zurückbezahlen. Bei den Förderstellen bekommen Sie alles an Zuschuss und müssen es nicht zurückbezahlen. Seien Sie also Ihrem Banker nicht sauer, wenn er Ihnen was zu Zuschüssen nicht sagen kann. Warum?

 

Die Bank hat Geld, das borgt sie Ihnen und Sie müssen es zurückbezahlen. Die Förderstellen haben Steuermittel und andere Ressourcen, die sie wirtschaftspolitisch halt einsetzen. Geregelt ist das Ganze, also wer Förderkredite und Kredite vergeben kann und wer Zuschüsse als nicht rückzahlbare Gelder verschenken kann in der sogenannten Verständigung II Das mal nur für Sie.

 

Schauen Sie einfach bei Wikipedia gerne mal rein, Verständigung II, da ist genau geklärt, warum eine Bank Ihnen Kredit geben kann und warum eine Förderstelle Ihnen einen Zuschuss geben kann. Ich habe Ihnen mal sieben Förderinstrumente mitgebracht, die Sie nutzen können und am besten sehen Sie sich selber mal hinein, ob Sie hier etwas sofort schon von erkennen. Vielleicht kennen Sie schon was davon?

 

Eine Übersicht ist auf jeden Fall für Sie nutzbar. Der Förderkredit, den bekommen Sie wie gesagt, bei der Hausbank, aber auch bei einer Förderstelle. Deswegen habe ich das Plus hier gemalt. Förderkredite gibt es bei beiden Stellen, aber primär wollen wir uns ja mal die Instrumente der Zuschüsse angucken. Den Investitionszuschuss, den bekommen Sie schon nicht mehr bei der Bank, sondern nur noch bei der Förderstelle. Ein Investitionszuschuss kann sein eine Energieeffizienzmaßnahme. Gerade für kleinere und mittlere Betriebe gibt es hier einen Zuschuss, der ist pro Maßnahme auf 100.000 Euro begrenzt. 100.000 Euro als geschenktes Geld vom Staat. Sollten Sie dort also Investitionen vornehmen wollen, hätten Sie vorher einen Antrag zu schreiben, in dem Sie Ihre Maßnahme detailliert darstellen. Dann reichen Sie ihn ein und wenn dann Ihre Maßnahme vollendet ist, dann können Sie auf den Zuschuss zugreifen, sofern ihm denn stattgegeben wurde. Auch ein Investitionszuschuss kann sein eine Erstbeschaffung für einen Betrieb. Eine erste Maschine.

 

In bestimmten Regionen in Deutschland gibt es dort bis zu 40 Prozent Zuschuss. Sollten Sie also eine Maschine im Wert von 400.000 Euro investieren, wäre der Zuschuss bei 40 Prozent 160.000 Euro. In Schleswig-Holstein zum Beispiel ist der Prozentsatz maximal 30, in Rheinland-Pfalz ist er 20, im Saarland ist er 20, in Thüringen ist bis zu 40 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern auch, in Nordrhein-Westfalen ist er bis zu 20. Sie haben also verschiedene Regionen in Deutschland und dort wird verschieden im Investitionsbereich bezuschusst. Das immer wiederum aus wirtschaftspolitischen Gründen. Das heißt, es werden bestimmte Regionen gefördert oder bestimmte Maßnahmen werden gefördert. Im Projektzuschuss ist es so, dass es meistens für bestimmte Projekte, abgeschlossene Projekte, ist.

 

Das heißt, Sie haben eine Produktweiterentwicklung, eine Dienstleistungsweiterentwicklung, eine Prozessweiterentwicklung oder eine Neuentwicklung und diese meinetwegen läuft über bis zu drei Jahre, das ist der maximale Förderzeitraum und verursacht bei Ihnen Kosten von 400.000 Euro. Und der Zuschuss kann hier maximal 50 Prozent sein. Dann wäre Ihr Projektzuschuss auf diesen Projektrahmen von drei Jahren 200.000 Euro. Sie haben 200.000 Euro Zuschuss, 200.000 eigene Mittel, so kommen 400.000 Euro zusammen. Das heißt, Ihre Projektgröße hat 400.000 Euro. 50 Prozent Zuschuss sind 200.000 Euro. Das sollten Sie auf jeden Fall nutzen, denn das ist ja geschenktes Geld vom Staat. Der Staat hält es sowieso im Haushalt zurück und es ist schon da. Es wird nicht erst produziert, wenn Sie einen Antrag schreiben, sondern das Geld ist bereits rückgelegt, weil ja diese Maßnahme gewollt ist vom Staat.

 

Nutzen Sie also diese Mittel und nutzen Sie damit auch Ihre wirtschaftlichen Vorteile, denn wenn Sie das nicht nutzen, hätten Sie ja 200.000 Euro zu viel ausgegeben. Die hätten Sie sich ja sparen können. Bei Regionalzuschüssen ist es auch wie vorhin bei den Investitionszuschüssen. Bestimmte Regionen haben bestimmte Fördersätze für bestimmte Maßnahmen. Wenn Sie zum Beispiel in Rheinland-Pfalz eine Erstinvestition für einen Betrieb nehmen, hatte ich vorhin schon mal als kleines Beispiel oben genannt, dann kann es sein, dass Sie für die Maschinen, die kosten meinetwegen jetzt mal ein Beispiel 800.000 Euro, bekommen Sie in Rheinland-Pfalz 20 Prozent, das sind 160.000 Euro. Wenn Sie dort eine Betriebserweiterung machen und die kostet zwei Millionen Euro und Sie haben einen 20-prozentigen Fördersatz, also 20 Prozent Zuschuss, dann sind von den zwei Millionen 20 Prozent 400.000 Euro. Das kann ich nur empfehlen, nicht liegen zu lassen.

 

Es sind übrigens keine theoretischen Werte. Das sind alles Projekte, die ich selber begleitet habe. Nutzen Sie diese Mittel und lassen Sie das Geld doch bitte nicht liegen. Sie mussten dafür hart arbeiten und jetzt sollten Sie diese Vorteile nutzen, damit Sie damit auch diesen wirtschaftlichen Passus nutzen können. Beim Lohnkostenzuschuss, den bekommen Sie nicht nur bei der Arbeitsagentur oder im Jobcenter, sondern es gibt verschiedene Förderstellen, die Ihre Investitionsmaßnahme beim Schaffen von neuen Arbeitsplätzen mit Lohnkostenzuschüssen belegen. Das ist individuell auf die Maßnahme unterschiedlich. Deswegen sind hier detaillierte Berechnungen vorzunehmen, bei denen Ihnen auch die Förderstelle direkt hilft. Der Zinszuschuss ist meistens 0,1, 0,2 Prozent. Kommt immer auf die Zinslage insgesamt an.

 

Das heißt, Sie können sogar auf einen geförderten Kredit von einer Förderstelle einen Zinszuschuss zusätzlich beantragen, so dass Ihre Zinslast dort weiter gesenkt wird. Auch das kann ich Ihnen nur empfehlen zu nutzen, denn bei einer Zinsfestlaufzeit von zehn Jahren haben Sie jedes Jahr diese 0,1 Prozent, also Monat für Monat 0,1 Prozent weniger an Zinslast zu zahlen und auf zehn Jahre läppert sich auch ein Betrag und wenn da nur 100.000 Euro Investitionsmaßnahme ist für eine kleine Maschine. Nutzen Sie diese Möglichkeiten und beantragen Sie diesen Zinszuschuss! Je nachdem, wo Sie in der Region sind, erkundigen Sie sich bei Ihrer Landesförderstelle oder im Internet. Dort gibt es immer zum Zinszuschuss oder auch zu anderen Zuschüssen genügend Informationen. Der Tilgungszuschuss ist auch ein Thema, wo ein bestimmtes Projekt gefördert wird, also ein Zuschuss zu einem bestimmten Projekt oder zu einer bestimmten Investition gefördert wird. Hier mal als Beispiel haben wir selber gemacht: Eine große Anwaltskanzlei hatte einen sehr großen Serverraum und dementsprechend war da auch eine Abwärme von den ganzen Servern vorhanden. Diese ist nicht im Sinne der Umweltschutzrichtlinien der Bundesregierung, deswegen wird dort auch unterstützt.

 

Hier hat man also die Maßnahmen zur Reduzierung der Abwärme in einen Tilgungszuschuss verpackt. Das heißt, die Abwärme-Optimierung wurde in einem Förderkredit finanziert und mit einem Tilgungszuschuss belegt. Hier hat der Kunde einen kleineren Zuschuss bekommen von insgesamt 18.000 Euro, aber auch das ist ein Zuschuss, den hätte er sich ja sonst, wenn er ihn nicht beantragt hätte, auch nicht bekommen. Er bekommt ihn halt nicht automatisch.

 

Das gilt für alle Zuschüsse. Sie bekommen Sie nicht automatisch.

 

Immer nur per Antrag und immer nur vor Ihrer Maßnahme, in die Sie investieren wollen. Wenn Sie mehr Informationen brauchen zum Thema Zuschüsse, dann schreiben Sie uns eine E-Mail oder nutzen das Kommentarfeld. Sie bekommen dann kurzfristig Informationen.

 

 

Wenn Sie Fragen zu einem Projektstatus von Ihnen haben selber, was Sie da für Förderungen bekommen können, schreiben Sie uns auch eine E-Mail. Dann bekommen Sie kurzfristig Antwort und so auf jeden Fall einen Mehrwert und einen Nutzen, der Ihnen und Ihrem Unternehmen hilft. 


Verständigung 2 - Fördermittelberatung für Unternehmen

In diesem Beitrag geht es darum, dass Sie das Thema "Verständigung 2" verstehen, warum Sie bei Banken keinen Zuschuss bekommen - also keinen Investitionszuschuss. Bei Ihrer Hausbank, bei Ihren Banken um sich herum oder bei Ihren Geschäftsbanken oder wenn Sie gerade starten bei Ihrer ersten Hausbank quasi, da kriegen Sie ja keine Zuschussmittel zum Thema Ihrer Investition. Also, wenn Sie etwas planen, wenn Sie etwas Neues machen, dann hören Sie vielleicht immer von Fördermitteln und Förderkrediten und dann fragen Sie sich: "Ja, aber meine Bank hat gar keine Zuschüsse, wo kommt das dann her?"

 

Um das Video zum Beitrag anzusehen, klicken Sie auf den “Play Button” in der Mitte des Bildes (das Feld mit dem weißem Dreieck in der Mitte)

Verständigung 2 - Fördermittel für Unternehmen: Seien Sie Ihrer Bank nicht böse, dass hat was mit der Gesetzgebung tun. Warum?

 

Es gibt neben den Banken noch Dutzende, Hunderte Förderstellen in Deutschland. Also, nicht in jedem Bundesland Dutzende, oftmals drei, vier, fünf, manchmal auch ein Dutzend, aber insgesamt gibt es einige Hundert in Deutschland. Und die verorten sich dem Thema Zuschüsse. Und damit Sie wissen, wie das funktioniert und dementsprechend die Zeit sparen, da in die Irre zu laufen, verkürze ich Ihnen jetzt mal die Lösung und sage Ihnen, wie das funktioniert und warum das so ist, damit Sie da schneller zu Ihrem Ziel kommen, auf Zuschüsse sich zu konzentrieren. Oder Zuschüsse und Förderkredite zu nutzen, aber die zu kombinieren. Und wie das funktioniert, wie das einfach geht und damit Sie Ihrer Bank und sich selber da nicht quasi Zeit klauen und nach Zuschüssen fragen und die haben gar keine, weil sie es gesetzlich nicht dürfen, machen wir diesen Beitrag.

 

Verständigung 2: Hinter den Vorhängen der Geschichte

Also, was passiert? Also bis 2002 - das habe ich hier oben noch mal hingeschrieben - hat sich die Europäische Union mit Deutschland darauf geeinigt, in der sogenannten Verständigung II, das ist ein Wort - Verständigung II! Es gibt eine Verständigung I und eine Verständigung II, das können Sie bei Wikipedia und Google nachgucken, da hat sich Deutschland und Europäische Union darauf geeinigt, dass Sparkassen, Landesbanken und Banken allgemein nicht mehr vom Staat gestützt werden. Finanzmarktkrise 2008, 2009 ist etwas anderes, eine Ausnahme, aber im allgemeinen Geschäftsverkehr müssen die Banken jetzt aus ihrem eigenen Ertrag leben. Das war bis dahin nicht so. Bis dahin war es so, da hätte eine Sparkasse quasi insolvent gehen können, da hätte der Staat für die Einlagen gehaftet. Und dann hat die Europäische Union, weil andere Mitgliedstaaten das total wettbewerbswidrig fanden, gesagt: "Also Jungs in Deutschland, so geht es ja nicht! Ihr könnt ja nicht den Banken das Feld überlassen und die machen, was sie wollen und wenn sie falsch investieren oder wenn sie irgendwelche Sachen vergeben aus vielleicht noch Kreditmitteln oder aus Eigenmitteln, aus Spareinlagen, dann haftet der Staat dafür. Das geht ja so nicht, das müssen wir regeln!" Dann haben sie das geregelt, sie haben sich also verständigt zusammen, deswegen heißt es auch Verständigung I und II. Wir konzentrieren uns mal auf die Verständigung II, diese greift ab 2002 und entzieht den Sparkassen, Landesbanken und sonstigen Förderinstituten, also den kreditgebenden Bereichen, die Möglichkeit, sich vom Staat quasi eine Beihilfe zu sichern, dass sie selber machen können, was sie wollen.

 

Verständigung 2: Was wird reguliert.

Die Banken machen das Kreditgeschäft und die Förderinstitute, speziell dafür initiierte Förderinstitute, die machen das Zuschussgeschäft. Das heißt, wenn Sie bei einem Förderinstitut des Landes - Landesförderinstitut heißt das meistens - nach Zuschüssen suchen, werden Sie dort kein Konto eröffnen können. Das wiederum machen Banken, Sparkassen, Volksbanken. Dafür bekommen Sie bei den Banken, Sparkassen, Volksbanken keine Zuschüsse, also keine geschenkten Gelder vom Staat. Warum? Das wäre wieder staatliche Beihilfe und die ist im Vertrag über die Zusammenarbeit der Europäische Union - das hatten wir in einem anderen Video auch schon mal erklärt, im Video EU-Finanzmittel, da können Sie das noch mal detailliert gucken - da ist es auch noch mal verortet. Jedenfalls hier das so, dass Sie jetzt wissen: "Okay, deswegen bekomme ich bei der Sparkasse oder bei der Volksbank oder bei der Deutschen Bank oder Vereinsbank, Commerzbank, sonstige Banken keine Zuschüsse." Warum? Weil es dafür extra Institutionen gibt, die vom Staat eingesetzt wurde, damit das Geld, was meistens aus europäischen Fördertöpfen kommt, die wiederum aus Steuergeldern gespeist werden, an die Antragsteller, also Sie direkt geleitet werden. Ohne, dass Sie zur Bank müssen. Da müssen Sie auch keinen Antrag bei der Bank stellen, sondern die Anträge werden bei den Förderinstituten gestellt. Und so geht das ganze Spiel dann. Das heißt, seit dieser Zeit, 2005, sind die ganzen Banken auf sich quasi alleine gestellt. Eine quasi Bürgschaft vom Staat wurde entzogen. Und durch diesen Entzug konnten die ja nicht mehr einfach sagen: "Wir machen, was wir wollen", sondern die mussten unternehmerischer viel stärker arbeiten.

 

Verständigung 2: Europäische Verordnung - Fördermittel für Unternehmen und Zuschüsse nutzen

Und das war dann dem Europäischen Unionsvertrag auch gelegen. Warum? Damit war die staatliche Beihilfe weg. Das gab es im Übrigen nur bis 2015, ist jetzt auch weg. Und dementsprechend finden Sie bei den Sparkassen keine Zuschüsse, die machen ihr Förderkreditgeschäft. Und wenn Sie da Fragen haben, fragen Sie Ihre Bank oder fragen Sie uns - da gibt es sehr viele gute Banken. Einige Banken haben darauf nicht so viel Lust, das ist nicht so schlimm, da gibt es andere Alternativsituationen. Aber fragen Sie einfach, wenn Sie bei der Bank sind, nach Förderkrediten und Sonstiges. Bei Bürgschaftsbanken machen Sie die Bürgschaftsgeschäfte. Und wenn Sie Zuschüsse haben wollen, dann gehen Sie an die Landesförderinstitute.

 

Verständigung 2: Bei Fragen: einfach uns kontaktieren

Wenn Sie Fragen dazu haben, können Sie uns gerne eine E-Mail schicken oder rufen Sie uns an. Jetzt wissen Sie auf jeden Fall mal, warum Sie bei der Bank keine Zuschüsse bekommen. Und das soll es hier erst mal gewesen sein. Ich wünsche Ihnen für Ihre Antragstellung viel Erfolg. Wie gesagt: Wenn Sie Fragen haben, schreiben Sie uns eine E-Mail oder schreiben Sie einen Kommentar.

... und gaaaaanz wichtig:

 

Fördermittelberatung vor der Investition prüfen lassen und Fördermittel beantragen!

 

Machen Sie einen Fördermittel-Check gleich hier bei uns – sodass Sie für sich entscheiden können, gibt es Fördermittel, die Sie beantragen können, lohnt sich das für Sie und wenn es sich nicht lohnt, haben Sie nichts verloren. Aber, wenn es sich für Sie lohnt, haben Sie einen weiteren Ausbau Ihres unternehmerischen Freiheitspotenzials geschaffen.

 

Sie haben damit vor einer kompletten Fördermittelberatung schon erste Details und sparen sich Zeit!

In diesem Sinne wünschen wir für Ihr Unternehmen und für Ihre Investition und für Ihre Mitarbeiter alles Gute.

 

Gute Investition und gute Entscheidung – viel Erfolg.


De-minimis-Verordnung

Das Thema De-minimis oder die De-minimis-Verordnung ist für alle wichtig, die schon gefördert worden sind oder planen Fördermittel in Anspruch zu nehmen. Warum ist das für Sie wichtig? Die De-minimis-Verordnung beschreibt sogenannte Schwellenwerte der Förderung. Warum gibt es Schwellenwerte?

Was ist die De-minimis-Verordnung?

Die De-minimis-Verordnung regelt quasi die rechnerische Wettbewerbsverzerrung, die Sie oder ein Unternehmen, was eine Förderung bekommen hat oder bekommen soll, gegenüber einem Unternehmen hat, das keine Förderung hat. Also es soll dafür gesorgt werden, dass eine Wettbewerbsverzerrung nicht ausufert und das gilt europaweit. Die De-minimis-Verordnung ist eine Verordnung der Europäischen Kommission. Sie ist für die bindend, die Fördermittel nutzen, die innerhalb der die De-minimis-Verordnung auch wirken.

 

Schwellenwerte

Wir schauen uns mal ein paar Schwellenwerte an, wo man drüber (springen?) kann. Damit Sie sich da sicher sind, nicht darüberzufallen, kann ich Ihnen auch noch ein bisschen den Zeitraum erklären, wo das überhaupt zu prüfen ist. Auf jeden Fall ist es sinnvoll, das permanent zu prüfen. Die allgemeine De-minimis ist für 200.000 Euro gut. Soll heißen, der Wettbewerbsverzerrungsgrad soll in einem Zeitraum zwischen 25 und 36 Monaten 200.000 Euro nicht überschreiten.

 

Zeitraum

Auf den Zeitraum gehen wir gleich noch mal genauer ein, weil der ist sehr sehr spannend auch für Ihre strategischen Entscheidungen der Investition. Das heißt also, allgemein De-minimis 200.000 Euro wert. Das heißt, der Wettbewerbsverzerrungswert soll 200.000 Euro nicht überschreiten.

 

 

Wie kann ich das haben?

Ein Zuschuss kann, wenn er unter die De-minimis-Verordnung fällt, diesen Wert schon überschreiten. Wenn der Zuschuss 250.000 Euro wäre und er fällt unter die De-minimis-Verordnung, dann sind Sie über dem Schwellenwert und können diesen Zuschuss gar nicht voll nutzen. Sie können ihn nur auf 200.000 Euro nutzen. Das heißt, Sie müssen Ihre Investitionsplanung dementsprechend anpassen. Im Gegenzug kann es sein, dass ein Förderkredit von einer Million Euro einen Subventionswert, also einen De-minimis-Wert von null Euro hat.

Beihilfe und Dienstleistung

 

Es kommt immer darauf an, wie stark eine Beihilfe in dem Förderinstrument eingerechnet wurde, das Sie dann nutzen wollen. Ein anderer Wert ist zum Beispiel die Dienstleistung von allgemein wirtschaftlichen Interesse, dort ist der Wert 500.000 Euro, er ist also wesentlich höher. Das hat auch was mit den Gegebenheiten der Förderung in der DAWI-Verordnung De-minimis zu tun.

 

Werte in Fischensektor  und Agrarsektor senken

Im Fischereisektor, da senken sich die Werte schon ab auf 30.000 Euro. Das kommt daher, weil viele andere Förderprogramme im Fischereisektor auch noch greifen für Unternehmen und damit versucht wird, die gesamte Förderung in einem Rahmen zu halten. Deswegen ist dieser Schwellenwert sehr gering. Im Agrarsektor senkt er sich weiter ab auf 15.000 Euro, weil, wie Sie wahrscheinlich auch wissen, viele landwirtschaftliche Förderungen noch zusätzlich kommen. Das heißt, es gibt neben der De-minimis-Verordnung noch ganz andere Verordnungen, die dann die anderen Förderprogramme, die dort im Agrarsektor nutzbar sind, auch noch regulieren, sodass eine rechnerische Wettbewerbsverzerrung in einem gewissen Maß, der europaweit gilt, auch noch umsetzbar sind.

 

Wenn Sie sich jetzt fragen, mein Gott, was ist das für den Zeitraum, wo muss ich denn da prüfen, wie geht das? Der Zeitraum schwankt zwischen 25 und 36 Monate. Wie kommt diese Schwankung zustande? Nehmen wir ein Beispiel an, Sie haben ein Geschäftsjahr von Januar bis Dezember, dann werden diese zwei, also dann werden zwei Jahre, Januar bis Dezember geprüft und das Jahr aktuell mit dem aktuellen Monat. Das heißt, wenn jetzt Dezember wäre, dann wäre das gesamte rücklaufende Jahr, also zwölf Monate und die zwei Jahre davor, der Prüfungszeitraum, in dem Sie Ihre Förderung zu prüfen haben, ob Sie innerhalb der Schwellenwerte liegen. Wenn wir jetzt Januar hätten, dann hätten wir einen Monat in dem aktuellen Jahr und dann nimmt man noch zwei Jahre aus den vorangegangenen Jahren, dann haben Sie also 25 Monate. Zwei Jahre vorangegangen, plus den Januar aus diesem Jahr, dann hätten Sie 25 Monate. So schwanken also die Berechnungen zwischen 25 Monate und 36 Monate.

 

Investitionsentscheidung

 

Sie können sie also gestalterisch für sich nutzen, indem Sie Investitionsentscheidungen vielleicht in das nächste Jahr planen oder in diesem Jahr vorziehen, je nachdem welche Schwellenwerte Sie schon bei sich festgestellt haben, sofern Sie schon Förderung nutzen und so ein De-minimis-Wert sich bei sich selber schon führen oder eine Bescheinigung von einer Förderschule bekommen haben. Die De-minimis-Bescheinigungen sind grundsätzlich permanent aufzubewahren und Sie müssen Sie auch immer nachhalten.


Förderfähige Kosten

In diesem Beitrag geht es darum, dass Sie erfahren, was förderfähige Kosten sind! Das Thema förderfähige Kosten ist für Sie ganz wichtig, damit Sie wissen, was in Ihrem Projekt, also in Ihrem Vorhaben, möglich wäre zu fördern. Die verschiedenen Projekte sind natürlich inhaltlich immer anders, das ist klar, aber entscheidend ist, dass Sie erst mal eine Orientierung bekommen, was denn grundsätzlich von Ihren Investitionen, die Sie in Zukunft planen, förderfähig wäre.

Wichtig noch dabei ist, dass wir von einem Projekt reden oder von einem Vorhaben. Das heißt, es hat ein Ende und es hat einen Anfang. Revolvierende Kosten, also immer wiederkehrende Kosten, die jetzt nicht direkt zum Projekt gehören, sind meistens nicht förderfähig.

 

Das heißt, wir schauen uns jetzt mal die förderfähigen Kosten an, die Sie für einen bestimmten Projektvorlauf, für ein Projektvorhaben wahrscheinlich in die Förderfähigkeit bringen können. Wie gesagt, ich zähle hier ein paar auf, damit Sie eine Orientierung bekommen, das macht es Ihnen leichter, Ihre Projektkalkulation, also Ihre Planung der Wirtschaftlichkeit ein bisschen besser zu optimieren. Und Sie haben den Vorteil, dass Sie wahrscheinlich kostengünstiger Ihr Projekt auch umsetzen können. Weil, das ist ja auch Ziel einer möglichen Förderung. Fangen wir mal an: Also, förderfähigen Kosten können zum Beispiel sein natürlich das Investitionsgut selber. Das kann eine Maschine sein oder das kann ein Projekt sein für eine Entwicklung.

 

Das heißt, Sie haben von April bis Dezember ein Projekt und die Kosten darin, das ist das Projekt selber, das wäre dann förderfähig. Und alle Kosten darin auch, da kommen wir später noch mal darauf zurück. Das heißt also, Sie haben einen Gegenstand oder ein immaterielles Projekt und die Kosten, die damit verbunden sind, das sind förderfähige Kosten.

Wie weit die denn förderfähig sind, ist noch was anderes. Aber grundsätzlich würde ich das mal auf die Liste schreiben der möglichen förderfähigen Kosten. Es kann sein, dass Sie Bauausgaben haben. Wenn Sie keine haben, dann können Sie auch keine aufschreiben, aber grundsätzlich ist es so, dass Bauausgaben in verschiedenster Form - Herrichtung von Grundstücken, Hochbau, Tiefbau, auch förderfähige Kosten sein können. Dann die Herrichtung und Sicherung, das habe ich schon gesagt, das kann zum Beispiel ein Freiräumen eines Grundstücks sein, wenn Sie irgendwo eine Halle bauen wollen oder eine (Industrie, die brachliegt?), rekultivieren wollen, dann müssen Sie das irgendwie herrichten. Sie müssen Straßen hinpacken, das heißt, Sie müssen da Zuwege schaffen, Sie müssen das absichern, damit sich da keiner verletzten kann.

 

Also, wenn Sie nicht arbeiten. Das heißt, ein Bauzaun muss hergepackt werden, Sie brauchen Sicherungsmaßnahmen gegen Orkan, Windstärke und Sonstiges. Das alles muss man natürlich bedenken, wenn man ein größeres Projekt hat - ein kleineres Projekt hat das wahrscheinlich nicht. Aber, so bei größeren Projekten gehört das auch zu den möglichen förderfähigen Kosten - wie gesagt, immer das, was zu dem Projekt gehört, ist dann auch förderfähig.

Wie hoch, wie gesagt, ist noch etwas anderes. Dann haben Sie die Nebenkosten, das heißt, alles, was nicht direkt das Investitionsgut selber darstellt, das kann aber sein, dass das da förderfähig wird. Das heißt also, machen Sie sich Gedanken, was würde alles an Kosten produziert werden, wenn Sie das Projekt umsetzen wollten. Und das wäre auf eine Liste zu schreiben, damit Sie erst mal einen Überblick haben: "Das können alles förderfähige Kosten sein." Wir gehen noch im Detail darauf ein. Dann: behördliche Genehmigung. Die Kosten für behördliche Genehmigung könnten förderfähige Kosten sein. Dann haben Sie Raummieten.

Das heißt, wenn Sie jetzt keine Halle bauen oder keine Maschine kaufen, sondern Sie haben vielleicht ein Innovationsprojekt und dieses in einem Teilbereich Ihres Geländes, Ihres Unternehmens schon oder Sie müssen sich neue Räume dazu mieten, also extra Kosten, das kann auch sein.

Das heißt, Sie haben Raummieten für das Projekt. Warum? In diesem Raum arbeiten Menschen, zu den förderfähigen Personalkosten kommen wir gleich noch. Aber dieser Raum muss ja erst mal gemietet werden, damit die Menschen, die etwas von Ihrem Projekt bearbeiten sollen, dort überhaupt einen Arbeitsplatz haben - das wäre die Möglichkeit einer förderfähigen Raummiete.

Dann haben Sie natürlich, klassisch, wenn Sie selber Räume stellen auch Strom, Heizung, Telefon - das alles. Versandkosten, Porto, Telekommunikation, das kann alles für die Projektlaufzeit förderfähig sein. Wenn das Projekt dann aufgehört hat, dann ist es natürlich nicht mehr förderfähig, aber in der Projektlaufzeit von Zeitpunkt A-Start bis Zeitpunkt B-Ende, das ist das alles, was in den förderfähigen Bereich grundsätzlich eingerechnet werden könnte. Personalkosten hatte ich schon angesprochen, da auch die gewerblichen Arbeitsleistungen, das heißt, wenn Sie Leiharbeiter dazukaufen quasi oder Mitarbeiter, freie Arbeiter, die aber zwingend zu dem Projekt gehören, dann sind das zwar nicht direkte Personalkosten, sondern das können Subunternehmerkosten sein. Aber da das mit Menschen zu tun hat, würde es in diesen Bereich hineinfallen.

Das heißt also, bitte auch nicht auslassen! Warum? Es könnte ja förderfähig sein, das macht Ihr Projekt einfach wirtschaftlich reizvoller für Sie auch für die Zukunft. Denn es soll ja jetzt auch einen gewissen erfolgreichen Ergebniskatalog bringen. Und deswegen gibt es ja auch Förderprogramme, damit gute Projekte noch besser werden.

 

Dann haben Sie das Thema Dienstleister, Unteraufträge, Beratung. Dienstleister, das kann zum Beispiel sein - ich hatte es eingangs gesagt - Herrichten eines Grundstücks. Wenn Sie ein Grundstück kaufen, dann haben Sie wahrscheinlich keinen Bagger oder keine Raupe, das heißt, Sie beauftragen Dritte, etwas für dieses Projekt zu tun. Und solange Sie mit der Maßnahme nicht begonnen haben, das ist immer wichtig, können Sie das an den förderfähigen Kosten darstellen. Wichtig ist noch mal: Sie müssen diese ganzen förderfähigen Kosten vor dem Projektstart aktivieren und auch beantragen.

 

Nicht in der Maßnahme, sondern vor dem Ganzen, also weit vorher, Wochen, Monate vorher. Und dazu wissen Sie ja auch, was Sie an Plankosten haben. Unter anderem, was haben Sie für Dienstleistungen, die Sie dazu kaufen und was können Sie selber regeln, was haben Sie für Unteraufträge? Ein Unterauftrag ist etwas, wenn Sie vielleicht ein wissenschaftliches Know-how dazukaufen oder etwas entwickeln, erforschen lassen, renovieren lassen, was nicht direkt bei Ihnen im Hause gemacht werden kann, aber zum Projekt dazugehören muss, dann wäre das auch eine Frage der Förderfähigkeit. Oder auch Beraterkosten, Projektmanagement-Bereiche.

 

Wenn Sie einen Interimsbereich dazu holen, also, wenn Sie auf Zeit einen Manager dazukaufen, der das Projekt dann leitet, dann ist ja während der Projektlaufzeit diese Person vielleicht nicht fest bei Ihnen angestellt, aber zwingend notwendig für das Projekt. Und in der Projektlaufzeit sind seine Kosten dann wieder förderfähig. Wie gesagt, wie hoch, ist noch eine andere Sache, aber grundsätzlich wäre das erst ein Posten, der zu Ihrem Projekt gehört. Reisekosten: Wenn Sie von A nach B fliegen müssen, dann ist natürlich klar, wenn das zu dem Projekt gehört, dann wäre das auf die Liste zu schreiben.

 

Warum? Das wäre vielleicht förderfähig und dementsprechend wäre das auch dann zu aktivieren. Dann haben Sie das Nächste: Abschreibung im Projektzeitraum. Wenn Sie zum Beispiel in einem Innovationsprojekt, nicht in einem Maschinen- oder einem Investitionsprojekt, also einem Innovationsprojekt ein Gerät brauchen. Und das Projekt läuft vielleicht zwei Jahre bei Ihnen, Sie wollen etwas entwickeln, erforschen, innovieren. Und von Januar X-Jahr bis Dezember Y-Jahr, vielleicht zwei Jahre, das sind 24 Monate, und Sie kaufen das Gerät dann neu, dann können Sie die zwei Jahre die Abschreibung aktivieren.

Das heißt, wenn das Gerät eine Abschreibzeit von fünf Jahren hätte, können Sie die zwei Jahre, in denen das Projekt die Maschine, dieses Gerät braucht, bei sich aktivieren. Dann haben Sie das Gerät wahrscheinlich noch länger, dann können Sie es nicht mehr aktivieren, also wenn das Projekt zu Ende ist. Das heißt, die steuerlichen Vorteile können Sie dann nicht mehr nutzen, aber in der Projektlaufzeit können Sie es für das Projekt nutzen. Nach der Projektlaufzeit können Sie das natürlich normalerweise aktivieren, aber in dem Projekt ist das dann förderfähig für die Laufzeit, wo Sie die Maschine, das Gerät, das Laborgerät, was Sie da auch alles haben müssen, in der Laufzeit also können Sie das nutzen als förderfähige Kosten.

 

Steuerliche Vorteile, da befragen Sie Ihren Steuerberater noch mal dazu, wie das dann bei Ihnen speziell noch mal abgesichert wird. Aber, das ist relativ einfach und übersichtlich. Dann haben Sie das Thema Auftragsfortsetzung beziehungsweise Auftragsforschung. Das heißt, wenn Sie weiterentwickeln, wenn Sie sagen, Sie haben vor, ein Problem zu lösen und dazu brauchen Sie hoch wissenschaftliche Kompetenz, die kaufen Sie sich ein. Das heißt, Sie vergeben einen Auftrag zur Forschung, das heißt, eine Auftragsforschung. Und die Kosten, die daraus entstehen und die damit involviert sind, wären in Ihrem Gesamtprojekt dann auf die Förderfähigkeitsliste zu stellen.

 

Also, nicht nur, dass Sie Ihre eigenen Kosten haben, sondern auch fremde Kosten, die aber für das Projekt aktiv sind, die wären auf der förderfähigen Seite. Da haben Sie Leasingraten - hört sich ganz komisch an! Warum? Wieso kann man Leasingraten bezuschussen? Ja, wenn Sie die Maschine nicht kaufen, ich habe das ja hier oben geschrieben, für die Abschreibung. Sie müssen ja vielleicht eine Maschine nicht kaufen oder ein Laborgerät oder was Sie da auch haben an Maschinen und Sonstiges. Und für die Projektlaufzeit kaufen Sie das nicht, sondern Sie leasen das. Dann können Sie die Leasingraten für die Projektlaufzeit - nicht darüber hinaus, sondern nur für die Projektlaufzeit - in die förderfähige Kostenliste aufnehmen lassen.

 

Das wäre noch mal ein wichtiger Tipp, das vergessen viele - warum? Weil das ja irgendwie untergeht, warum sollte man Leasingkosten bezuschussen? Das kann förderfähig sein, ist nicht immer so, aber kommt auf das Projekt an, kommt oft auch auf das Programm auf, in welchem Förderprogramm Sie arbeiten wollen. Aber nur, dass wir es nicht vergessen: Das kann ein großer Bereich der förderfähigen Kosten sein. Dann haben Sie hier Marketing, Vertrieb, Verkauf. Damit sind nicht nur die Personalkosten gemeint, sondern auch das Thema:

 

"Was müssen Sie alles für das Projekt machen, um es quasi auf die Straße zu bringen?" Da gehören noch mehr Kosten dazu, als die reinen Investitionskosten. Das kann sein Werbung, Flyer, Banner, wenn Sie Fernsehwerbung haben - das alles für das Projekt selber sofort damit zusammenhängende Kostenvolumen, ist erst mal dann im Bereich Marketing, Vertrieb, Verkauf auch auf die förderfähige Liste zu schreiben. Und da sind noch weitere Kosten: Wenn Sie Entwicklungskosten haben, das habe ich schon ein-, zweimal angesprochen, das heißt, wenn Sie nicht in eine Maschine oder eine Halle oder einen Umweltbereich investieren oder in eine Auslandsinvestition oder Restrukturierung machen oder Gründung et cetera, Sie haben ein Entwicklungsprojekt. Mal ganz herausgelöst: Das ist natürlich fantastisch. Warum? Entwicklungsprojekte haben grundsätzlich einen Anfang und ein Ende.

 

Warum? Sie starten mit dem Thema Entwicklung und irgendwann ist das ja geplant zu Ende. Und da haben Sie wieder einen Anfang und Ende. Und die Kosten in dieser Zeit, die Entwicklungskosten in der Projektlaufzeit wären dann möglicherweise förderfähig. Wieder auf die Liste schreiben, ob das Programm das dann hergibt, ist etwas anderes, und wie hoch auch, aber das sind förderfähige Kosten, sodass Sie erstmal ein Gefühl haben: "Aha, ich habe einen Anfang, ich habe ein Ende, Kosten dazwischen in der Entwicklung, das wäre vielleicht förderfähig." Ausstattung, Maschinen, habe ich schon öfter was dazu gesagt. Warum? Zu den Maschinen gehören auch die Herrichtungskosten und auch die Abbruchkosten vielleicht einer alten Maschine. Wenn Sie jetzt nicht in der Entwicklungskostenbereichseinheit sind, also wenn Sie jetzt kein Entwicklungsprojekt innovieren wollen, wenn Sie nichts erfinden wollen, wenn Sie einfach sagen: "Ich habe eine Maschine, ich bin Produzent, ich bin schon zehn Jahre unterwegs im Leben. Wir wollen einfach eine Prozessstrecke bei uns neu installieren. Dafür muss eine alte Maschine weichen." Aus Platzgründen, Sonstiges, müssen Sie die alte Maschine abbauen. Das heißt, der Abbaukostenbereich gehört ja zum Projekt.

 

Warum? Sie können die neue Maschine ja nur platzieren und dann vielleicht schneller arbeiten, Arbeitsplätze schaffen, Arbeitsplätze sichern, wenn die alte Maschine weg ist. Also muss die alte Maschine abgebaut werden. Die Kosten dafür sind auch förderfähig, wahrscheinlich, und dann müssen Sie vielleicht noch den Untergrund herrichten. Das wäre auch das Thema Förderfähigkeit. Sie brauchen Elektroleitungen, Sie brauchen Zuleitungen, Sie brauchen vielleicht neue IT-Steuerung für die Maschine, weil Sie die integrieren in Ihre Cloud oder so was. Das ist alles das Thema. Sie merken: Nicht nur die Maschine selber und die Aufstellung, auch das Herrichten, das Abbauen, das Zurichten - das wäre das Thema förderfähige Kosten.

 

Dann haben Sie das Thema Instrumente und Ausrüstung. Wenn sie extra Paneels für die Maschine brauchen, das heißt, Sie brauchen Steuerungselektronik, Sie brauchen eine Erweiterung von Kontrollmechanismen vielleicht in einem Datenraum oder in Ihrer Elektrounterverteilung - (muss man ganz einfach zu Sachen sagen?). Das heißt, Sie haben vielleicht irgendwas investiert, Sie brauchen dafür aber Kontrollmechanismen und haben ein Display und brauchen irgendwelche Kontrollübersichten - Füllstände von Tankanlagen, Luftraumverschmutzung, CO2-Emission, Energieverbrauche, das kann man ja an Paneels anzeigen lassen. Und das wäre zum Beispiel auch in einem Raum vielleicht extra zu installieren - dann gehört das auch sogar mit zu den förderfähigen möglichen Kosten. Dann auch Ausrüstung, das ist das Gleiche. Wenn Sie Werkzeuge brauchen, die speziell für dieses Projekt gebraucht werden. Während der Projektlaufzeit können Sie diese Nutzungsdauer ja bei sich aktiveren, das hatte ich vorhin schon mal bei dem Thema Leasingrate und Abschreibung beschrieben, auch da gehört dazu, alles, was zur Ausrüstung gehört. Es können sogar Fahrzeuge dazugehören zu diesem Projekt, sodass Sie das auch auf die förderfähige Liste schreiben.

 

Dann haben Sie Patentkosten oftmals zu diesem Thema, wenn Sie etwas patentieren lassen wollen, wenn es also nicht um eine klassische Maschineninvestition geht, nicht um eine klassische Gründung geht, aber Sie haben Patentkosten, dann sind die in vielen Projekten extra mit einem Programm förderfähig. Grundsätzlich, damit Sie noch ein besseres Gefühl bekommen und eine größere Orientierung, habe ich Ihnen noch mal aufgeschrieben, was eigentlich förderfähige Kosten sind. Wenn man es allgemein betrachtet: Förderfähige Kosten sind die Kosten oder die Investitionen, die dem Projekt, Vorhaben - ein Projekt kann auch ein Vorhaben sein, ein Vorhaben kann ein Projekt sein - unmittelbar beziehungsweise mittelbar zugeordnet werden können. Das heißt, machen Sie da ruhig Ihren Horizont größer und schreiben Sie alles auf, was Sie glauben, was dazu gehört.

Fangen Sie nicht selbst an, das zu streichen oder zu überlegen, ob das wohl förderfähig wäre - schreiben Sie es grundsätzlich auf. Und wenn dann eine Förderfähigkeitsprüfung kommt, wenn Sie also einen Antrag stellen würden, dann kann die Förderstelle ja immer noch Daten streichen - oder Sie sprechen sich vorher mit einem guten Fördermittelberater ab, es gibt viele in Deutschland, die sehr gut beraten können.

Aber wichtig ist, dass Sie es erst mal aufschreiben, um das Gesamtbild der Kosten abzubilden. Und dann kann man die Förderprogramme daneben stellen und dann bestimmt quasi das Förderprogramm, ob diese Kosten förderfähig sind und dann am Ende auch noch, wie hoch.

Also, Sie müssen sich selber nicht die Mühe machen zu sehen: "Mensch, kann das förderfähig sein oder nicht", sondern wenn es zum Projekt gehört, mittelbar oder unmittelbar, dann gehört es auf die Liste der förderfähigen Kosten, die Sie investieren. Und dann können Sie am Ende das in den Förderantrag übernehmen, sofern Sie das dann selber machen oder sich beraten lassen. Das soll es bis hierhin gewesen sein.

 

Ich hoffe, Sie hatten ein bisschen mehr jetzt Übersicht und eine größere Orientierung, was alles förderfähig ist. Gehen Sie grundsätzlich davon aus, dass alles, was Investitionsbereitschaft darstellt, Innovationsbereitschaft, ob im Inland oder im Ausland, erst mal einen grundsätzlichen förderfähigen Tatbestand hat.

Und deswegen sollten Sie es auch auf die Liste schreiben.

 

 

Wenn Sie Anträge stellen, wenn Sie Investitionsanträge stellen, wenn Sie Innovationsanträge stellen, Technologieförderung, egal was: Nutzen Sie dieses Video noch mal zum Abspielen, gehen Sie die förderfähigen Kosten durch. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Vorhaben 


Haftungsfreistellung

 Der Begriff Haftungsfreistellung ist für jeden wichtig, der investieren will. Die Haftungsfreistellung vergrößert Ihre Finanzierungsreichweite, da die Haftungsfreistellung Sicherheiten-Ersatz darstellt. Sie bekommen sie nur auf Antrag bei Förderkrediten oder bei wenigen Förderkrediten sind sie schon inkludiert. 

Aber das ist die Ausnahme. Aber noch mal zu den Sicherheiten im Haftungsfreistellungsbereich zurück.

 

Die Haftungsfreistellung an sich selber, gibt es bis zu 100 Prozent eines Förderkredites. In den meisten Fällen sind es 50prozentige Haftungsfreistellungen, aber wie gesagt, es gibt auch Werte dazwischen, also zwischen 50 und 100 Prozent.

 

Entscheidend für Sie zu wissen ist es, dass es keine Mehrkosten verursacht. Sie als Antragsteller einer Haftungsfreistellung kostet die Haftungsfreistellung nicht mehr. Die Haftungsfreistellung an sich selber ist für Unternehmen von der Gründung bis auch ins hohe Alter hinein gesehen.

 

Es ist nicht entscheidend, ob Sie schon 30 Jahre Unternehmen sind, also das Unternehmen schon 30 Jahre alt oder ob es erst gegründet werden soll. Es gibt auch für Betriebsmittel Haftungsfreistellung. Dazu gibt es spezielle Anmerkungen, aber grundsätzlich ist das möglich. Um Ihnen das ein bisschen zu verdeutlichen, wie der Förderantragsweg ist und welche Vorteile Sie im genauen Detail haben, habe ich Ihnen ein paar Skizzen erstellt.

 

Vom Antragsweg her läuft es wie folgt: Sie als Kreditnehmer beantragen einen Förderkredit mit einer Haftungsfreistellung. Die Hausbank prüft diesen Förderantrag und reicht ihn, wenn es okay ist bei der Förderbank wieder ein.

 

Das heißt, Sie als Unternehmer, als Gründer wenden sich an Ihre Hausbank mit dem haftungsfreigestellten Förderkredit und diese wiederum prüft und gibt es dann an die Förderbank weiter. Auch hier wird geprüft. Und wenn die Förderbank ein okay gibt, dann reicht die Förderbank den Förderkredit an Ihre Hausbank und eine Haftungsfreistellung für diesen Förderkredit. An Sie wiederum reicht die Hausbank nur, in Anführungsstrichen, den Förderkredit. Die Haftungsfreistellung verbleibt bei der Hausbank.

 

Hier sehen Sie auch schon den Vorteil. Die Förderbank gibt Ihrer Hausbank eine Haftungsfreistellung für Ihren Kredit. Diese ist kostenlos. Im Vergleich dazu sehen Sie hier zwei Unternehmen. Das eine Unternehmen nutzt für einen Kredit keine Haftungsfreistellung. Das andere Unternehmen nutzt für den Kredit eine Haftungsfreistellung. Wenn wir annehmen, dass dieses Unternehmen hier einen Kredit von einer Million Euro beantragt und dieses auch, brauchen beide jeweils 100 Prozent Sicherheiten. Das Unternehmen mit der Haftungsfreistellung hier, hat mit der Haftungsfreistellung schon 50 Prozent Sicherheiten mit bekommen.

 

Das heißt, bei der Antragstellung von einem Förderkredit über eine Million Euro wäre hier eine 50prozentige Haftungsfreistellung mit beantragt worden. Und die Bank, die den Kredit ausreicht an Sie, hätte die Haftungsfreistellung bei sich inkludiert. Um den Kredit weiter abzusichern, sind quasi nur noch, in Anführungsstrichen, weitere 50 Prozent an Sicherheiten von Ihnen notwendig.

 

Sie haben also hier Ihre Finanzierungsreichweite verdoppelt. Im Gegenzug dazu: Das Unternehmen ohne Haftungsfreistellung möchte für die eine Million Euro natürlich auch wissen, was sie an Sicherheiten stellen muss. Hier sind es auch 100 Prozent Sicherheiten, aber diese muss das Unternehmen selber stellen. Es muss aus eigener Kraft die Sicherheiten stellen für 100 Prozent Kredit. In diesem Fall wäre das also eine Million Kredit, eine Million Sicherheiten. Sie merken also direkt die Vorteile. Der Förderkredit mit der Haftungsfreistellung, hier zu 50 Prozent, hat Ihre Finanzierungsreichweite verdoppelt.

 

 

Wenn Sie wissen wollen, ob Sie eine Haftungsfreistellung bekommen können oder wie Sie Fördermittelanträge stellen können oder ob Ihre Investition überhaupt förderfähig ist, dann schreiben Sie uns eine E-Mail oder schreiben einen Kommentar in das Kommentarfeld. Dann bekommen Sie auch kurzfristig eine Antwort. Sie werden auf jeden Fall dadurch Vorteile für Ihr Unternehmen genießen können und sich somit erfolgreicher am Markt positionieren. Für Ihr Unternehmen wünschen wir Ihnen auf jeden Fall viel Erfolg. 


Tilgungsfreiheit

Das Thema Tilgungsfreiheit ist für Unternehmen sowie für Gründer interessant, die sich bei Investitionskrediten einen Liquiditätsvorteil verschaffen wollen. Tilgungsfreiheit bedeutet, Sie starten nicht sofort mir der Rückzahlung von Förderkrediten oder von Hausbankkrediten, sondern Sie starten erst später.

Die Tilgungsfreiheit gibt es bei Förderkrediten für bis zu drei Jahre.

 

Das heißt, dass Sie 36 Monate lang keine Rückführung des Kredites vornehmen. Der daraus entstehende Liquiditätsvorteil, den können Sie direkt für Ihr Unternehmen, für Ihr Projekt, für Ihre Investitionen nutzen.

 

Ich möchte Ihnen das mal an einem Beispiel darstellen, damit Sie ein bisschen mehr verbildlicht bekommen, was das für Sie bedeuten kann. Das Unternehmen hier als Beispiel hatte eine Investition vor von 500.000 Euro. Das Angebot war zehn Jahre Laufzeit und die Rate als Ratenkredit war im Monat 4.200 Euro und es musste sofort getilgt werden.

 

Die B-Variante war ein Förderkredit zu nutzen, der auch auf 500.000 Euro festgezurrt wurde, hatte auch eine Laufzeit von zehn Jahren, hatte aber zwei Jahre tilgungsfrei. Daraus ergab sich, dass ab dem dritten Jahr eine erhöhte Rate von 5.200 Euro zu zahlen war. Aber die ersten zwei Jahre ergab sich 24 Monate lang, circa 4.200 Euro keine Tilgung, also Tilgungsfreiheit.

 

Und somit entsteht für dieses Unternehmen ein Liquiditätsvorteil von 100.000 Euro. Das heißt, die B-Variante hier, der Förderkredit hat zwar ab dem dritten Jahr eine höhere Tilgungsrate, hat aber in den ersten zwei Jahren keine Rückführung der Tilgung. Diese 100.000 Euro, also 24 Monate mal ungefähr 4.200 Euro, die man nicht zurückführen musste, konnte das Unternehmen in Marketingaktivitäten stecken, in andere Personalaktivitäten stecken und in weitere Projekte investieren und so wertschöpfender einsetzen.

 

Der Liquiditätsvorteil, der sich aus der Tilgungsfreiheit ergeben hat, konnte dem Unternehmen einen weiteren Markteintritt in andere Regionen verschaffen. Hätte das Unternehmen diesen Liquiditätsvorteil nicht gehabt, hätte es ja wieder quasi eigenes Geld in die Hand nehmen müssen und hätte trotzdem rückgeführt den Kredit.

 

Also noch mal, beide Laufzeiten zehn Jahre, beides Mal 500.000 Euro, bei einer Tilgungsfreiheit von zwei Jahren, wären hier 100.000 Euro Liquiditätsvorteil. Wäre der Kredit 250.000 Euro, wäre es bei gleichen Konditionen ein 50.000 Euro Liquiditätsvorteil. Entscheiden Sie selber, wo Sie diese Liquidität sinnvoll einsetzen können, um Ihr Unternehmen noch weiter nach vorne zu bringen.

 

Wenn Sie glauben, dass das Thema Tilgungsfreiheit für Sie interessant ist, wenn Sie glauben, dass Sie damit wertschöpfender nach vorne in den Markt bei gleichzeitiger Investition gehen können, dann schreiben Sie uns eine E-Mail. Sie bekommen kurzfristig Antwort zurück, was das für Sie bedeutet, wo Sie das bekommen und wie Sie es am besten anstellen, diese Tilgungsfreiheit zu beantragen. 

 

 

Wir wünschen Ihnen auf diesem Wege für Ihr Unternehmen viel Erfolg. 


Haftung Geschäftsführer, wenn er keine Förderprogramme nutzt

Fördermittel beantragen ist das Eine, diese auch zu bekommen und zu behalten ist das Andere. Wer öffentliche Förderprogramme nutzen will, sollte sich auch mit den haftungsrelevanten Themen der öffentlichen Förderung beschäftigen oder einen Experten an seiner Seite haben.

 

Nichtbeantragung, falsche Beantragung, fehlerhafte Beantragung, falsche Angaben, nicht gemachte Angaben, falsche Verwendung der Förderung gegen den Zweck der Förderung, Fristversäumnisse, und auch Themen wie Fahrlässigkeit und Vorsatz sind Haftungsthemen bei der Nutzung von öffentlichen Förderprogrammen.

 

Mögliche Fehler in Bezug zu öffentlichen Förderprogrammen: 

  • Kein Antrag gestellt
  • Antrag falsch gestellt
  • Antrag an die falsche Förderstelle bzw. Förderorganisation gesendet
  • Termine und Fristen nicht eingehalten
  • Investitionen nicht innerhalb vereinbarter Fristen vorgenommen
  • Maßnahmenbeginn vor Antragstellung und vor Stellungnahme der Förderstelle, durch z.B. a) der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrags oder b) der Beginn der Bauarbeiten für die Investition oder c) die erste rechtsverbindliche Verpflichtung zur Bestellung von Ausrüstung oder d) eine andere Verpflichtung, die die Investition unumkehrbar macht.
  • de-minimis Verordnung nicht beachtet
  • KMU-Definition und damit abhängige Förderung nicht beachtet
  • Rückforderung (Verfahren) in der Schwebe
  • Betriebsverlagerung aus der Vergangenheit oder in Zukunft sind nicht regelkonform zur Förderung
  • Falsche oder unrichtige Angaben unter Bezug §264 Subventionsbetrug, als da unter anderen sind:  Angaben zum Antragsteller, ggf. Angaben in einer Nutzungs- beziehungsweise Leasingvereinbarung,  b) Rechtsform und steuer- bzw. gesellschaftsrechtliche Verhältnisse, c) Vorförderungen der Betriebsstätte bzw. der erworbenen gebrauchten Wirtschaftsgüter, Angaben zu Rettungs- und Umstrukturierungsbeihilfen in Vorjahren,inklusive Erklärung über erhaltene/beantragte andere staatliche Zuwendungen für dieselben förderbaren Aufwendungen, d) Beteiligungsverhältnisse, e) Angaben zur Anzahl der Beschäftigten, zum Jahresumsatz, zur Jahresbilanzsumme, inklusive KMU-Anlagensatz, f) Investitionsort und weitere Betriebsstätten, g) Angaben zum Investitionsvorhaben, soweit sie als Tatsachen bereits heute sicher feststehen, h) Wirtschaftszweig, Fertigungsprogramm oder Art der gewerblichen Tätigkeit, i) Anzahl der vorhandenen Dauerarbeitsplätze bei Antragstellung und Anzahl der Dauerarbeitsplätze im Durchschnitt der letzten zwölf Monate vor der Antragstellung, j) Angaben zu Verlagerungsinvestitionen, k) Verdiente Abschreibungen in den letzten drei Jahren, l) Buchwerte der wiederverwendeten Vermögenswerte und Abschreibungen in den drei vorangegangenen Geschäftsjahren vor Antragstellung, m) Beginn der Arbeiten des Investitionsvorhabens, n) Angaben zu anderen öffentlichen Finanzierungshilfen, o) Angaben zum Erwerb von Grundstücken oder Bauten von der öffentlichen Hand sowie zum Kaufpreis
  • Scheingeschäfte und Scheinhandlungen für die Bewilligung, Gewährung oder Rückforderung und Weitergewährung oder das Belassen einer Subvention oder eines Subventionsvorteils
  • Mitteilungspflichten nicht beachtet
  • etc.

Fördermittel: Für wen?

Wer gehört zu den möglichen Nutzern der Förderprogramme?

Um den Kreis der „Unternehmen“ zu definieren, die letztendlich als Nutzer der Förderprogramme in Frage kommen, gibt es eine Definition, die sich wie folgt in Worte fasst:

 

Definition eines Unternehmens:

„Als Unternehmen gilt jede Einheit, unabhängig von ihrer Rechtsform, die eine wirtschaftliche Tätigkeit ausübt. Dazu gehören insbesondere auch jene Einheiten, die eine handwerkliche Tätigkeit oder andere Tätigkeiten als Einpersonen- oder Familienbetriebe ausüben, sowie Personengesellschaften oder Vereinigungen, die regelmäßig einer wirtschaftlichen Tätigkeit nachgehen.“

Dabei ist die Bezeichnung „Wirtschaftliche Tätigkeit“ nochmal definiert: Angebot eines Produktes oder einer Dienstleistung am Markt – auf die Gewinnerzielungsabsicht kommt es nicht an!

 

Es gibt seitens des EU-Vertrages eine Definition die als Kern betrachtet werden sollte, und sich über den Begriff „Beihilfen“ definiert: Beihilfen sind wirtschaftliche Vorteile, die ein Mitgliedstaat einem Unternehmen oder einem bestimmten Unternehmenskreis ohne bzw. aufgrund einer nicht marktmäßigen / adäquaten Gegenleistung aus staatlichen Mitteln einräumt. Die Form des Vorteils ist völlig gleichgültig. Es können somit Zuschüsse, Zinszuschüsse, Darlehen, Bürgschaften, Unternehmensbeteiligungen, Überlassung von Grundstücken, Lieferung von Gütern, steuerliche oder steuerähnliche Befreiungen, Kapitalzuführungen, Übernahme von Verlusten etc. sein, soweit diese unterhalb der Marktbedingungen gewährt werden. 

 

An dieser Stelle kann man ableiten, dass alle staatlichen Maßnahmen zugunsten eines Unternehmens bzw. Unternehmenskreises, die auch nur den Verdacht eines geldwerten Vorteils in sich bergen, in den Bereich der Beihilfen fallen.


Förderarten

Die einzelbetriebliche Förderung hat Ihren Fokus auf den kleinen und mittleren Unternehmen und des Mittelstandes. Vielfach als KMU (Kleine und Mittlere Unternehmen) bezeichnet. Die EU, der Bund und die einzelnen Bundesländer stellen hier eine Vielzahl unterschiedlichster Finanzierungshilfen in Form von öffentlichen Förderprogrammen zur Verfügung.

 

Dabei ist unter folgenden sieben Bereichen zu unterscheiden:

1.     Zuschuss zu Investitionen

2.     Zuschuss zu Zinsen

3.     Zinsgünstiges Darlehen

4.     Bürgschaften, Ausfallbürgschaften

5.     Öffentliche Beteiligung

6.     Haftungsfreistellung

7.     Eigenkapitalergänzungsprogramm

 

Diese Kernbereiche sind für viele verschiedene Anlässe, verschiedene Größen der Projekte und Unternehmen, verschiedene Regionen und die verschiedenen Betriebszeiten der Unternehmen, unterschiedlich zusammen gestellt bzw. sind die Kernbereich für jedes Projekt einzeln und individuell zu analysieren.

 

 

 

Nutzen Sie den Fördermittel-Check von feder consulting. Klicken Sie hier: kostenloser Fördermittelcheck und Sie können den „Anfragebogen Fördermittel für Unternehmen“ herunterladen – dann wird eine kostenlose Vorprüfung durchgeführt.


Vorteile und Nutzen der öffentlichen Förderung

Die Vorteile wirken sich in jedem Projekt anders stark oder schwächer aus,- man kann jedoch schnell erkennen, dass die Fördermittel viele Vorteile bieten können:

  • Schutz und Schaffung von Eigenkapital
  • Zinsvorteile nutzen
  • Wachstumsvorsprünge
  • Liquiditätssicherung
  • Nicht rückzahlbare Zuwendungen erhalten
  • Niedrigere Kosten (bei Zinsen, uvm.)
  • Ratingverbesserung
  • Verbesserung der Bonität
  • Lohnkosten senken
  • Reduzierung Afa-Aufwand
  • Wunschkunde der Bank werden
  • Beraterkosten senken
  • Gewinne erhöhen
  • Liquidität verbessern
  • Marktanteile schneller erhöhen
  • u.v.m.

 

Nimmt man diese Vorteilsaspekte und überlegt was das für das jeweilige Unternehmen bedeutet, muss man sich dem Thema Fördermittel weiter widmen.


Fördermittel, Zuschüsse und Subventionen

Der Begriff „Fördermittel“ ist kein klarer Begriff im juristischen oder betriebswirtschaftlichen Sinne. Die aktuell verwendete Definition der Bundespolitik verwendet die folgende Definition: Fördermittel sind finanzielle Zuwendungen in Form von Zuschüssen, Gewährleistungen, Bürgschaften, Garantien oder Beteiligungen an Empfänger außerhalb der Bundesverwaltung, die zweckgebunden in Form einer Projektförderung zur Erreichung politischer Zielsetzungen im Rahmen der eigenen Aufgaben des Empfängers ausgereicht werden. (Quelle: IfS, Institut für Stadtforschung und Strukturpolitik GmbH – Entwicklung von Performanceindikatoren als Grundlage für die Evaluierung von Förderprogrammen, BMWI Gutachten 2010)

 

Somit sind Fördermittel: Zuschüsse, Gewährleistungen, Bürgschaften, Garantien und Beteiligungen! Dem Leser fällt hierbei auf, dass einiges an Begriffen fehlt, die man im Allgemeinen als Fördermittel bezeichnet. Das was fehlt sind die unbaren Förderungen und die Begünstigungen in verschiedenen Bereichen der Steuern (z.B. Umsatz- Stromsteuer), aber auch der gesamte Kreditbereich! Somit gehören die geförderten Kredite nicht zu den Fördermitteln – aber zu den Beihilfen!

 

Was ist denn der Kreditbereich bzw. was sind die Förderkredite – die ja eigentlich nicht zu den Fördermitteln gezählt werden!? Ein Förderkredit ist ein billiges Bankdarlehen. Dieses Darlehen ist im Allgemeinen genauso zu besichern, wie jedes andere Bankdarlehen auch. Einer der Vorteile eines Förderkredites ist die günstige Kondition, die durch die Bonität der Förderbanken entsteht und über die „Hausbank“ an das Unternehmen „durchgeleitet“ werden kann. In manchen Regionen oder bei der Schaffung oder Erhaltung (neuer) Arbeitsplätze kann es zusätzlich zu Zinszuschüssen für den Förderkredit des Unternehmens kommen, die dann den bereits geförderten Förderkreditzins nochmal reduzieren. Wahrscheinlich werden aufgrund der aktuell niedrigen Zinsen auch noch kurzfristig Tilgungszuschüsse zu den Förderkrediten kommen – was dann ja eigentlich ein Zuschuss wäre. Dazu an anderer Stelle mehr. Förderkredite sind oftmals mit tilgungsfreien Jahren ausgestattet und können auch endfällig vereinbart werden. Es gibt dabei Laufzeiten bis zu 30 Jahren und die Förderkredite sind mit anderen Förderungen (z.B. Zuschuss) kombinierbar.

 

Wieder zurück zu den Fördermitteln: Den Zuschuss kann man definieren und zwar: Ein Zuschuss ist eine nicht rückzahlbare Zuwendung ohne direkte Gegenleistung. Das können somit Barmittel, Güter oder Dienstleistungen sein. Laut Duden ist der Zuschuss ein Betrag, den jemand erhält, um ihm bei der Finanzierung einer Sache zu helfen. Hier gibt es den Gründungszuschuss, den Lohnkostenzuschuss, den Projektkostenzuschuss und den Regionalzuschuss. Zuschüsse sind also Beihilfen und gehören auch zu den Fördermitteln!

 

Als zuschussähnlich bezeichnen wir die Zulage. Hierbei handelt es sich um ein separates Gesetz mit einem Rechtsanspruch für den Antragsteller. Die Zulage nimmt somit eher eine Sonderstellung ein, da ein Rechtsanspruch eher ungewöhnlich ist. Neben der Zulage gibt es noch die Steuervergünstigungen, die Ausnahmen beim Umfang einer Steuer oder der Steuerpflicht (z.B. Stromsteuer) bietet. Im Sinne der Definition einer Subvention muss es sich um den Verzicht einer Erhebung einer Steuer handeln. Dieser Verzicht kann teilweise oder vollständig sein. Eine Verschiebung eine Besteuerung (vorgezogene Abschreibung) ist keine Steuerbegünstigung in diesem Sinne.

 

Subventionen - was sind das?

Blick man in den Ursprung des Wortes und nutzt Latein für die Ableitung ergibt sich das Wort subvenire. Es bedeutet „zu Hilfe kommen“.

Schauen wir uns bei der Definition „Subventionsbetrug“ in §264 Strafgesetzbuch (StGB) den Absatz 7 an: (1) Subventionen im Sinne dieser Vorschrift ist eine Leistung aus öffentlichen Mitteln nach Bundes- oder Landesrecht an Betriebe oder Unternehmen, die wenigstens zum Teil ohne marktmäßige Gegenleistung gewährt wird und der Förderung der Wirtschaft dienen soll. (2) … eine Leistung aus öffentlichen Mitteln nach Recht der Europäischen Gemeinschaften, die wenigstens zum Teil ohne marktmäßige Gegenleistung gewährt wird.

Subventionen fallen somit unter die Beihilfen!

 

Eine weitere Ableitung ist in der Definition nicht vorgesehen und wir behelfen uns mit Wortstrukturen aus dem Subventionsbericht der Bundesregierung. Es gibt die folgenden Subventionsarten:

 

  • Förderung: Erschließung neuer Wirtschaftsfelder
  • Anpassung: Änderung der Wirtschafts- und /oder Gesellschaftsformen
  • Erhaltung: Schützenwerte Strukturen (kulturell oder sozial)

  

Es gibt also eine juristische Definition von Subventionen aber keine von Fördermitteln. Leider verwendet auch die betriebswirtschaftliche Lehre diesen Begriff nicht im Zusammenhang mit der Unternehmensfinanzierung.

 

Wir nutzen daher die nachfolgende Festlegung der folgenden Begriffe um Fördermittel bzw. Subventionen besser verständlich zu machen:

 

  • Förderart: beschreiben die unterschiedlichen Finanzierungsformen der Fördermittel (inkl. Förderkrediten!) 
  • Förderbereich: beschreibt die Sichtweise der Politik in Bezug zum Grund der Förderung
  • Förderanlass: stellt den Grund der (geplanten) Kapitalverwendung im Unternehmen bzw. im Vorhaben dar

Jetzt können wir die Förderarten ableiten und dann kommen wir auf Folgendes:

 

Die Förderarten (grundsätzlich) sind

  • Zuschüsse,
  • Steuervergünstigungen,
  • zinsgünstige Darlehen (Förderkredite),
  • Beteiligungen,
  • Bürgschaften
  • und Kombinationen daraus.

Man kann Fördermittel dabei grundsätzlich in zwei Hauptbereiche teilen.

Erstens die „ohne Sicherheiten“ vergeben werden und zweitens die „mit Sicherheiten“ vergeben werden. Bei ersteren gibt es die „rückzahlbaren“ und die „nicht rückzahlbaren“. Bei den „rückzahlbaren“ wiederum gibt es den Eigenkapitalersatz, die öffentliche Beteiligung, das Nachrangdarlehen und die Anschubfinanzierung. Bei den „nicht rückzahlbaren“ gibt es den Zuschuss, die Zulage, den Steuervorteil und die Sachzuwendung.

 

Bei dem zweiten Hauptbereich gibt es neben den „ohne Sicherheiten“ noch die „mit Sicherheiten“. Bei den „mit Sicherheiten“ unterscheiden wir die „mit anteiliger Haftungsentlastung“ und die „mit voller Bankhaftung“. Bei denen mit „anteiliger Haftungsentlastung“ gibt es die „mit Haftungsfreistellung“ und die mit „Ausfallbürgschaft“. Bei denen mit „voller Bankhaftung“ ergibt sich keine weitere Unterteilung: es ist volle Bankhaftung.

 

Wenden wir uns nun den Förderbereichen zu.

Dieser beschreibt die Sichtweise der Politik für welche Bereiche es Förderungen (nicht nur Fördermittel!) gibt:

  • Personenförderung,
  • Projektförderung,
  • Regionalförderung,
  • Sachförderung
  • und Mittelstandsförderung

 

Die Dritte und letzte Gruppierung betrifft den Förderanlass, und somit den Grund für die Verwendung der Förderung:

 

Hierzu gehören unter anderem die

  • Existenzgründung,
  • Unternehmensnachfolge und Unternehmenskauf,
  • Beteiligung,
  • Gebäude,
  • Maschinen,
  • Umlaufmittel,
  • Förderung für Forschung & Entwicklung,
  • Außenwirtschaftsförderung,
  • Umwelt,
  • Energie,
  • Liquiditätshilfe,
  • Konsolidierung,
  • etc.

 

Fazit: Wer Fördermittel nur mit Förderkrediten in Verbindung bringt, grenzt viele finanzielle Möglichkeiten für Unternehmen aus. Wer Beihilfen sagt, nutzt einen umfassenden Begriff über alles hinweg und lässt nichts aus, denn Beihilfen umfassen auch die Förderkredite.

Subventionen wiederum sind Beihilfen. Für uns als Fördermittel-Berater gehören alle Bereiche – auch die Förderkredite zu den Fördermitteln. Wir müssten eigentlich „Beihilfe-Berater“ sein – aber der Begriff ist nicht so eingängig wie Fördermittel-Berater.

Wir nutzen bei Kundenaufträgen alle Möglichkeiten der Beihilfenberatung, die dem Kunden nützlich sind.

 

Nutzen Sie den Fördermittel-Check von feder consulting. Klicken Sie hier: kostenloser Fördermittelcheck und Sie können den „Anfragebogen Fördermittel für Unternehmen“ herunterladen – dann wird eine kostenlose Vorprüfung durchgeführt.

 


Anlässe, Vorhaben und Wachstumstreiber

Der Bereich der Förderungen liegt meist in der Maßnahme bzw. dem Vorhaben des Unternehmens. Die Förderung ist abhängig von den verschieden vorgenannten Positionen, die somit Einfluss auf die Förderhöhe und Förderzeit haben.

Nehmen wir uns hier aber erst mal die Anlässe vor, die die Förderung so oder so ähnlich kennt.

Anlass zur Förderung kann sein (AUSZUG):

  • Existenzgründung
  • Existenzaufbau/-festigung
  • Betriebsgründung
  • Betriebsübernahme/-übergabe
  • Betriebserweiterung        
  • Betriebssicherung
  • Beteiligung an/ von Unternehmen
  • Aufnahme von Risikokapital/ Venture Capital
  • Erwerb eines Betriebsgrundstückes
  • Erwerb von Maschinen und Geräten
  • Schaffung von Arbeitsplätzen    
  • Schaffung von Ausbildungsplätzen
  • Umweltschutzmaßnahmen
  • Forschung und Entwicklung
  • Markteinführung neuer, innovativer Produkte
  • Inanspruchnahme von Unternehmensberatung
  • Inanspruchnahme von Schulungsmaßnahmen
  • Exportaktivitäten
  • Messeunterstützung
  • Internationale Projekte
  • Konsolidierungsmaßnahmen
  • Liquiditätshilfe
  • Fördermittel für Kunden
  • Vertriebsoptimierung       
  • Betriebssteuerung über die Wertentwicklung Ihres Unternehmens
  • Intensivere Nutzung der verfügbaren Ressourcen, Optimierung
  • Kostenreduzierung im Unternehmen
  • Erhöhung der betrieblichen Intelligenz
  • Verbesserung des betrieblichen Ratings/ Basel II
  • Einführung eines besseren (effektiveren) Vertriebssystems

Man könnte nun glauben, es wird alles gefördert – aber dem ist nicht so.

Es muss jedes Investitionsvorhaben individuell analysiert werden.

 

Nutzen Sie den Fördermittel-Check von feder consulting. Klicken Sie hier: kostenloser Fördermittelcheck und Sie können den „Anfragebogen Fördermittel für Unternehmen“ herunterladen – dann wird eine kostenlose Vorprüfung durchgeführt.


Finanzmittel der öffentlichen Förderung

Die Europäische Union bzw. deren Mitgliedstaaten geben aus Steuergeldern Kapital in die Förderfonds. Nach einem Verteilungsschüssel werden dann die Förderbudgets aufgeteilt und an Ziele geknüpft. Diese Ziele sind in einer Strategie verein und darunter sind die Kernziele:

Die Europa 2020-Strategie – eine Wachstumsstrategie der EU bis 2020 Kernziele:

  • Erhöhung der Beschäftigungsquote auf mind. 75 %
  • FuE und Innovation – Anhebung der Ausgaben auf 3 % des BIP
  • Klimawandel und Energie
  • Verringerung der Treibhausgasemissionen sowie Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien und Steigerung der Energieeffizienz
  • Bildung – Verringerung der Schulabbrecherquote und Steigerung des Anteils der 30- bis 34-Jährigen mit abgeschlossener Hochschulbildung
  • Verringerung von Armut und sozialer Ausgrenzung

Die Förderbudgets sind in nationale und europäische unterteilt.

 

Bei den nationalen hat Deutschland dies dann in den Bund, die Länder und in die Kommunen aufgeteilt. Hinzu können noch „eigene“ Förderbudgets auf nationaler Ebene kommen (… unter Berücksichtigung der EU-Verordnungen).

 

Die Summen der europäischen Förderbudgets sind erheblich und die folgende Tabelle gibt eine Übersicht dazu:

EU-Haushalt 2014-2020,      (in aktuellen Preisen)                                     1.082.555 Mio. EUR

  • 1a. Wettbewerbsfähigkeit für Wachstum und Beschäftigung (13%)  142.130 Mio. EUR
  • 1b. Wirtschaftlicher, sozialer und territorialer Zusammenhalt (34%)  366.791 Mio. EUR
  • 2. Nachhaltiges Wachstum und natürliche Ressourcen (39%)          420.034 Mio. EUR
  • 3. Sicherheit und Bürgerschaft (2%)                                                    17.725 Mio. EUR
  • 4. Europa in der Welt (6%)                                                                   66.262 Mio. EUR
  • 5. Verwaltung (6%)                                                                               69.584 Mio. EUR
  • 6. Ausgleichszahlungen                                                                               29 Mio. EUR

Nutzen Sie den Fördermittel-Check von feder consulting. Klicken Sie hier: kostenloser Fördermittelcheck und Sie können den „Anfragebogen Fördermittel für Unternehmen“ herunterladen – dann wird eine kostenlose Vorprüfung durchgeführt.

 


Branchenauswahl Fördermittel

Nachfolgend wird dargestellt, in welchen Branchen u.a. man Fördermittel nutzen kann (Branchenindex der dt. Wirtschaft):

  • Automobilindustrie
  • Baugewerbe
  • Bergbau
  • Biotechnologie
  • Chemische Stoffe
  • Dienstleistungsbranche
  • Elektrische Geräte
  • Energieversorgung
  • Energiewirtschaft
  • Erziehung und Unterricht
  • Finanz- und Versicherungsdienstleister
  • Gesundheits- und Sozialwesen
  • Grundstücks- und Wohnungswesen
  • Handel
  • Hotel und Gastronomie
  • IT-Branche
  • Kosmetika
  • Kunst, Unterhaltung und Erholung
  • Lebensmittelindustrie
  • Logistikbranche
  • Luft- und Raumfahrt
  • Medizintechnik
  • Pharmabranche
  • Schiffbau und Meerestechnik
  • Spielzeugbranche
  • Telekommunikationsbranche
  • Textil- und Bekleidungsbranche
  • Wasser, Abwasser und Entsorgung
  • Und andere Branchen mehr….!

Bis auf wenige Ausnahmen sind somit in fast allen Branchen Fördermittel nutzbar.

Einen speziellen Bereich bilden die u.a. folgenden Branchen aus:

  • Aquakultur und Fischerei
  • Transport- und Straßenwesen 
  • Forstwirtschaft

Nutzen Sie den Fördermittel-Check von feder consulting. Klicken Sie hier: kostenloser Fördermittelcheck und Sie können den „Anfragebogen Fördermittel für Unternehmen“ herunterladen – dann wird eine kostenlose Vorprüfung durchgeführt.