FÖRDERMITTEL UNTERNEHMENSKAUF

Für das Thema "Unternehmenskauf" bietet feder consulting Lösungen und Vorteile mit der Fördermittelberatung: 

  • die Bezahlung des Kaufpreises aus Sicht des Käufers
  • die Analyse der Tragfähigkeit der Unternehmensbewertung
  • die Gestaltung der Kaufpreisverhandlungen
  • die Ausgestaltung der Zahlungsoptionen
  • die Gestaltung des Kaufpreises von Unternehmen aus Sicht des Käufers
  • Zahlungs- und Beteiligungsgarantien
  • die Strukturierung der Kaufpreisfinanzierung mit Fördermitteln, Zuschüssen und Subventionen
  • Fördermittelfinanzierungskonzepte für Beteiligungsgesellschaften bei Anteilskäufen
  • die Eigenkapitalsteigerung zur Erhöhung der Realisierung von M&A Deals
  • Investoren, Käufer, Verkäufer bei Vorhaben Unternehmenskäufen
  • Distressed M&A
  • die Einwerbung von Beteiligungskapital aus staatlichen Fördermitteln
  • etc.

 

Nutzen Sie den Fördermittel-Check von feder consulting. Klicken Sie hier: kostenloser Fördermittelcheck und Sie können den „Anfragebogen Fördermittel für Unternehmen“ herunterladen – dann wird eine kostenlose Vorprüfung durchgeführt.

 


Praxisfall - Betriebsübernahme


30 Mio. € Kaufpreis bei 200.000 € Eigenkapital


Unternehmenskauf - Gründer startet durch


Die 6 häufigsten Fehler beim Unternehmenskauf

Ein Unternehmen zu kaufen, wird von vielen Insidern als Königsdisziplin bezeichnet und verschafft dem Käufer ein hohes Ansehen in seinem Umfeld. Gerade wenn der Kaufpreis mit einer Fördermittel-Finanzierung umgesetzt werden soll, entstehen Handlungsfehler seitens des Käufers, die einen erfolgreichen Unternehmenskauf auf Basis einer Fördermittel-Finanzierung scheitern lassen.

 

Die meisten Käufer von Unternehmen führen einen Unternehmenskauf zum ersten Mal in Ihrem Unternehmerleben durch und somit besteht kein Erfahrungsschatz zu den vielen Förderprogrammen mit denen ein Unternehmenskauf finanziert werden kann. Fördermittelberatung für die Kaufpreisfinanzierung von Unternehmen hat viele Vorteile und bietet erhebliche Chancen für den Käufer. Wie bereits erwähnt ist es für viele das erste Mal, und das bedeutet: Der Käufer kann nicht aus praktischer Erfahrung bzw. aus der Routine heraus einen Unternehmenskauf mit Fördermitteln „abwickeln“. Und wie alles im Leben, was zum ersten Mal gemacht wird, bestehen Unsicherheiten. Selbst wenn die Theorie perfekt gelernt ist – die Praxis sieht doch immer anders aus.

Um die Finanzierung eines Unternehmenskaufs mit öffentlichen Fördermitteln erfolgreich umzusetzen, sollten Sie nachfolgende Positionen in Ihrem Handeln berücksichtigen und die Lösungen an Ihr Vorgehen anpassen.

 

Vermeiden Sie auf jeden Fall folgende Fehler, die andere vor Ihnen schon schmerzhaft durchlebt haben:

1. Fehler: Vereinbarung über den beabsichtigten Kaufpreis vor Einreichung des Fördermittelantrages unterschreiben

Ø  Eine Vereinbarung, einen Letter of Intent (Kaufabsichtsvereinbarung,  Kaufinteressenbekundung) oder einen Kaufvertrag über den beabsichtigten Kaufpreis vor Einreichung von Fördermittelanträgen zu unterschreiben, führt in den meisten Fällen zur Ablehnung von Fördermittelanträgen bzw. im Nachhinein zu Rückforderungen seitens der Förderstellen

  

2.    Fehler: Unternehmensbewertung des Verkäufers nutzen

Ø  Die Unternehmensbewertung des Verkäufers zu nutzen ist auf unterschiedliche Weise nicht für Sie sinnvoll, weil darin primär die Zukunftsplanung aus Sicht des Verkäufers abgebildet wird: Wie entwickelt sich der Markt, wie wird was und wann investiert, welche Einnahmen werden erzielt, welches Personal wird wie und wann und zu welchen Kosten eingestellt, welche Höhe soll das Werbebudget haben, etc. Der Verkäufer kann sich also die Zukunft seines (Noch-) Unternehmens schön rechnen und den Ertrag noch „oben“ treiben. Der somit „erhöhte“ Ertragswert hat wesentlichen Einfluss auf die Höhe des Kaufpreises, den Sie mit dem Verkäufer verhandeln müssen. Die zu beantragen Förderkredite, müssten somit höher beantragt werden und Sie hätten höhere Finanzierungskosten.

 

3.    Fehler: Fördermittel-Finanzierungskonzept nicht erstellt

Ø  Das Finanzierungskonzept beinhaltet als Schwerpunkt die Berechnung der (Fördermittel-) Finanzierung für den Kaufpreis Ihres Zielunternehmens (Kaufobjekt). Dem Kaufpreis und den damit verbundenen Kosten stehen die (Fördermittel-) Finanzierungsinstrumente gegenüber, mit dem die Transaktion des Unternehmenskaufs bezahlt werden soll. Wenn Sie kein Finanzierungskonzept für den Unternehmenskauf haben, können Sie auch die langfristigen Auswirkungen von Kapitaldienst, Nebenkosten, Gebühren, Sonderkosten, möglichen Tilgungsfreistellungen und den entscheidenden Unternehmenskennzahlen nicht frühzeitig „Herr“ werden. Sie würden quasi einen „Blindflug“ durchführen, und der führt regelmäßig zum Scheitern.

 

4.    Fehler: Zukünftige Gewinne als Eigenkapital „verstehen“

Ø  Die Gewinne des zu kaufenden Unternehmens gehören mindestens solange dem Verkäufer, wie das Unternehmen (noch) dem Verkäufer gehört. Die aus der Bewertung des Verkäufers geplanten Gewinne sind für eine Kaufpreisfinanzierung nicht real und werden seitens der externen Finanzpartner und Förderstellen, nicht zu Ihrem (Käufer-) Eigenkapital gerechnet. Für die Fördermittel-Finanzierung können Sie also die zukünftigen Gewinne des zu verkaufenden Unternehmens nicht für sich nutzen.

 

5.    Fehler: Sicherheiten und Eigenkapital verwechseln

Ø  Sicherheiten und Eigenkapital unterscheiden sich wesentlich von einander und haben verschiedene Funktionen. Mit Eigenkapital können Sie einen Teil oder die ganze Kaufpreissumme bezahlen. Wenn Sie genug Eigenkapital haben, brauchen Sie weniger Fremdkapital. Wenn Sie nicht genug Eigenkapital haben, brauchen Sie Fremdkapital. Meistens kommt das Fremdkapital von Banken und Sparkassen und diese wollen für das Fremdkapital Sicherheiten von Ihnen. Sicherheiten werden im Fall der Fälle - wenn das fremdfinanzierte Vorhaben scheitert – von der Bank oder Sparkasse verwertet und zu Geld „gemacht“. Damit wird ein möglicher Schaden bei der Bank reduziert.

 

6.    Fehler: Kaufvertrag unterschreiben ohne Zusage der (Fördermittel-) Finanzierung

Ø  Den Kaufvertrag zu unterschreiben, ohne zu wissen, dass der Kaufpreis aus eigenen oder aus fremden Kapital oder in Teilen mit Fördermitteln finanziert wird (Zusage) und „sofort“ bezahlt werden kann, ist ein schwerwiegender Fehler. Im Zweifelsfall unterschreiben Sie und können nicht bezahlen. Dann kämen wahrscheinlich Schadenersatzansprüche auf Sie zu, weil Sie ja keine Durchfinanzierung (mit oder ohne Fördermittel) hatten. Hinzu kommt, dass einige Fördermittelprogramme regeln, dass Sie erst eine schriftliche Zusage zur Förderung abwarten müssen, bevor Sie weitere verpflichtende Leistungsverträge unterschreiben.

 

Lösungen zur Fördermittel-Beantragung:

 

1.    Lösung: Erst die Fördermittel-Antragsunterlagen sichten, danach weitere Schritte gehen

Unterschreiben Sie keine Vereinbarung, Letter of Intent (Kaufabsichtsvereinbarung, Kaufinteressebekundung) oder einen Kaufvertrag zu einem beabsichtigten Kaufpreis, bevor Sie nicht den Förderantrag bzw. den Antrag für eine Finanzierung erarbeitet und eingereicht haben. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Fachanwalt, damit dieser prüft, dass Sie keinen sogenannten „Leistungsübergang“ mit der o.g. „Vereinbarung“ verursachen und somit mögliche Fördermittel für Sie verloren wären. Förderanträge und Finanzierungsanträge für Kaufpreise von Unternehmen sollten so früh wie möglich umfassend und vollständig eingereicht werden, damit Sie die seitens der Förderstellen vorgesehen Bearbeitungsreihenfolge richtig einhalten. Ausschlaggebend ist der sogenannte „Anreizeffekt“, der von Ihnen zu erfüllen ist und dieser sieht vor, dass Sie sich weit im Vorfeld um Fördermittel, Zuschüsse oder Subventionen antragsgemäß kümmern. Eine Rückwärtsförderung gibt es im Regelfall nicht. Die Einhaltung und Erfüllung des „Anreizeffektes“ schützt Sie davor, Fördermittel zu „verlieren“ und sich die Finanzierung des Kaufpreises möglicherweise erschwert.

 

2.    Lösung: Unternehmensbewertung für Sie selbst erstellen lassen

Nutzen Sie eine von Ihnen oder Ihren Beratern erstellte Unternehmensbewertung, und machen sich ein eigenes Bild. Planen Sie mit Ihren eigenen Zahlen, planen Sie Ihre eigene Personalplanung und deren Kosten, nutzen Sie Ihre Erfahrung zur Entwicklung der Branche, rechnen Sie ihre Synergieeffekte selber durch und kalkulieren Sie „Ihre“ Budgets. Überlegen Sie was Sie in das Unternehmen investieren wollen oder müssen. Gibt es Stauinvestitionen, die aus dem Ertrag des Unternehmens finanziert werden müssen, damit der Geschäftsbetrieb nachhaltig aufrechterhalten werden kann. Gibt es Markt- oder Kundenrisiken, die den eigentlich geplanten Ertrag nach unten absinken lassen und somit – wie alle negativen ertragswirksamen Faktoren, den Unternehmenswert nach unten korrigieren! Eine eigene Unternehmensbewertung schafft Transparenz für Sie und stärkt Ihre Verhandlungsposition gegenüber dem Verkäufer.

 

3.    Lösung: Finanzierungskonzept inklusive Fördermittel erstellen

Erstellen Sie selbst ein Finanzierungskonzept oder lassen ein (Fördermittel-) Finanzierungskonzept von Ihren Beratern erstellen. Lassen Sie darin genau die möglichen Fördermittel planen. Tilgungsfreiheit von Förderkrediten führt zu geringen Abflüssen der Liquidität im Unternehmen, mögliche Investitionszuschüsse reduzieren den Aufwand eigenes Kapital oder das von Banken einzusetzen, stimmrechtsloses gefördertes Beteiligungskapital von öffentlichen Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften verstärkt Ihr vorhandenes Eigenkapital und somit Ihre Verhandlungsposition, „fremdes“ Eigenkapital verbessert Ihre Bonität, etc. Das Finanzierungskonzept benötigen Sie, damit Sie jederzeit Übersicht über die Chancen und die Risiken des Unternehmenskaufs bekommen und dann Ihre Entscheidung treffen können, ob sich das geplante Vorhaben finanziell und wirtschaftlich selber tragen kann.

 

4.    Lösung: Nur aktuell verfügbares Eigenkapital einplanen

Die Gewinne des Zielunternehmens, sind für die Berechnung Ihres Eigenkapitals unwirksam. Auch wenn „gute“ Gewinne (in der Zukunft ausgewiesen werden), brauchen Sie „jetzt“ eigenes, bares Eigenkapital, damit es als Ihr vorhandenes Eigenkapital für die Finanzierung des Kaufpreises in der Gesamtfinanzierung angesehen werden kann. Nutzen Sie nur Eigenkapital, auf das Sie Zugriff haben. Hätte, wenn und Aber sind bei Kaufpreisverhandlungen nicht dem Ergebnis zuträglich und führen regelmäßig in den Abbruch der Verhandlungen. Nutzen Sie die Möglichkeit fremdes Kapital als gestaltetes Eigenkapital (Mezzanine) in die Kaufpreisfinanzierung einzubringen. Nutzen Sie ein Small Placement (Eigenemission) oder andere hybride Finanzierungsinstrumente, um Ihr Eigenkapital zu steigern. Sie nehmen damit direkt positiven Einfluss auf die möglichen Fremdkapitalkosten

 

5.    Lösung: Sicherheiten ersetzen kein Eigenkapital

Um sich ein Bild Ihrer Sicherheiten und Ihres Eigenkapital zu verschaffen, machen Sie sich eine Liste von den finanziellen Mitteln, die bereits als „Geld“ vorhanden sind und die Sie als Eigenkapital in die Kaufpreisfinanzierung investieren wollen. Was haben Sie z.B. auf dem „Sparbuch“. Was haben Sie auf dem Tagesgeldkonto. Welche Geldmittel sind gebunden, könnten aber innerhalb „eines Tages“ als Barmittel zur Verfügung stehen: z.B. Wertpapiere (wenn sich der Verkauf lohnt), Anleihen die bald fällig sind und Ihnen ausgezahlt werden, etc.. Eigenkapital – im engeren Sinne - ist das Kapital, welches Ihnen ohne Bedingungen zu Ihrer eigenen Verfügung steht und auf das fremde Dritte keinen Anspruch haben. Es ist das Kapital welches Sie als Investitionskapital persönlich zur Verfügung haben. Sicherheiten dagegen sind z.B. Immobilien, Wertgegenstände (Kunst, Sammlungen, etc.), aktuell nicht zu „barem“ Geld machbare Wertpositionen. Sicherheiten stellen Werte da, die im Fall – der Fälle – von der Bank oder Sparkasse zu Geld „gemacht“ werden, und dann reduziert sich der Schaden, wenn Ihr Investitionsvorhaben gescheitert ist.

 

6.    Lösung: Bindende Verträge erst nach Zusage der Fördermittel-Finanzierung unterschreiben

Wenn Sie öffentliche Fördermittel, Förderkredite oder Zuschüsse nutzen wollen – dann sind die richtigen Anträge, in der richtigen Art und Weise an die richtige Förderstelle vor dem Vorhabensbeginn zu senden. In den meisten Fällen sollten Sie auf eine schriftliche Zusage warten, bevor Sie einen Kaufvertrag für den Unternehmenskauf unterschreiben, damit Sie sich (später) nicht der Gefahr einer Rückforderung der Fördermittel, Förderkredite und Zuschüsse aussetzen. Sie würden sich selbst schaden – nicht nur wirtschaftlich.

 

Fazit:

Vorverträge mit dem Verkäufer des Unternehmens, die einen Leistungsübergang beinhalten führen regelmäßig zur Ablehnung von Fördermittel-Anträgen. Hinzu kommt, dass Sie den Wert des Unternehmens erst im Detail erkennen können, wenn Sie für sich selbst die Unternehmensbewertung des Zielunternehmens erstellen lassen. Weiterhin ist für Sie entscheiden ein Fördermittel-Finanzierungskonzept zu erstellen, um die Nachhaltigkeit und Tragfähigkeit anpassen zu können. Dies ist wichtig, da Sie zukünftige Gewinne des Zielunternehmens nicht zu Ihrem Eigenkapital hinzu zählen können und so nur Ihr Eigenkapital, welches jetzt zur Verfügung steht, für die Fördermittel-Finanzierung gewertet werden kann. Und abschließend empfehle ich Ihnen ein genaues Bild Ihrer Sicherheiten zu erstellen und es getrennt vom Eigenkapital auszuweisen. So vergrößern Sie Ihre Finanzierungsreichweite.

 

 

Um dann den Unternehmenskauf mit einer Fördermittel-Finanzierung erfolgreich umzusetzen muss immer erst vorher ein Fördermittel-Antrag gestellt werden.


Fitnessstudio kaufen


Unternehmenskauf

Förderprogramme und eine Förderung für das Thema Unternehmensverkauf ist natürlich ein sehr spannendes Feld. Im Vordergrund stehen beim Thema Unternehmenskauf die Förderprogramme aus den mittelständischen Beteiligungsgesellschaften. 

Warum? Dort erlangen Sie die Möglichkeit, Eigenkapital zu beantragen. Das heißt, die mittelständischen Beteiligungsgesellschaften bieten Ihnen die Chance, Eigenkapital zu bekommen.

 

Das heißt, zu Ihrem bestehenden Eigenkapital, das ist immer Voraussetzung, können Sie deren Eigenkapital bei sich einsetzen und das ohne ihre Gesellschaft zu verbessern. Das heißt, dort werden keine Gesellschaftsanteile verkauft an die Beteiligungsgesellschaft, sondern Sie bekommen ... oder Nachrangdarlehen oder gesellschaftsrechtliches Kapital, was aber ohne gesellschaftsrechtliche Verpflichtung nutzbar ist. Das heißt, beim Unternehmenskauf hat man einen Schwerpunkt im Eigenkapital. Hinzu kommen das Thema Förderkredite. Da gibt es zwei Stufen. Eine, wenn Sie in den ersten drei Jahren Ihrer Aktivitäten eines Unternehmenskaufs sind. Das heißt, Sie sind vielleicht jetzt Gründer.

Dann sind Sie noch jung, nicht personenbezogen, sondern dann ist die Aktivität noch jung innerhalb der ersten drei Jahre. Und hier reden wir dann von Förderkrediten bis zirka zehn Millionen Euro für Unternehmenskauf. Und das kann noch kombiniert werden mit Beteiligungsgesellschaften und weiteren Möglichkeiten aus den Förderprogrammen.

 

Sollten Sie bereits länger am Markt sein und vielleicht einen strategischen Kaufplan vielleicht den Lieferanten oder dem Mitbewerber, dann sind hier bis zu 25 Millionen Euro. Diese wiederum können ergänzt werden, ebenfalls durch Beteiligungsgesellschaften und/oder Haftungsfreistellung und/oder tilgungsfreie Anlaufjahre. Das heißt, Sie haben da Vorteile in der Liquiditätseinsparung in Anführungszeichen.

 

Irgendwann müssen Sie die Kredite zurückzahlen. Die Beteiligung muss ebenfalls irgendwann zurückgezahlt werden. Aber meistens sind diese Positionen dann zinsgünstiger für Sie oder Sie sind, wie ich eingangs sagte, tilgungsfreigestellt. Das heißt, Sie haben in den ersten zwei, drei Jahren keine Rückführung zu leisten, wenn es um rückzahlbare Förderprogramme geht. Das heißt, für sich haben Sie einfach einen Liquiditätsvorteil. Dann kommt im Unternehmenskauf ebenso das Thema Zuschüsse.

 

Wie kann das angehen? Es gibt bestimmte Regionen in Deutschland, wo es Zuschüsse gibt. Es kann aber sein, dass das Unternehmen in einer besonderen Lage ist und es sich für die Region wirtschaftlich interessanter gestaltet, wenn der Kaufpreis bezuschusst werden würde. Wenn dann der richtige Käufer kommt und Arbeitsplätze rettet in Anführungszeichen oder sichert, dann kann das ebenso bezuschusst werden. Weiter kommen hinzu Beteiligungsgarantien verschiedener Bundesländer. Das heißt, dort werden nicht Sie begünstigt indirekt, sondern da wird der Investor begünstigt, der dann eine Garantie bekommt für das Investment, was er bei Ihnen einstellt. Desweiteren haben wir natürlich den Zugang zu weiteren Mitteln aus verschiedenen Fonds.

 

Es gibt nochmal extra Unternehmenskaufs-Fonds, die sich speziell bei Unternehmenskäufen nochmal darauf konzentrieren, den Antragsteller, Sie zu begleiten, um den Kaufpreis dann zu strukturieren, mit Geld aufzufüllen. Das ist nochmal eine andere Ebene. Fängt meistens bei drei, vier, fünf Millionen Euro Volumen an. Gibt es ebenso darunter, aber das sollte eine gewisse Mindestgröße sein, damit sich der Aufwand lohnt.

 

Es hat etwas mit Verwaltung, Rückzahlung, Tragfähigkeit zu tun, denn das Unternehmen, was Sie dann kaufen, muss ebenso die finanzielle Kraft erwirtschaften, um dann die Beteiligung rückzuführen oder Gelder zurückzulegen, zu parken, um dann irgendwann endfällige Mittel, die dann rückzuzahlen sind, zu zahlen. Wie gesagt, nochmal zur Klarstellung, Zuschüsse müssen Sie natürlich nicht zurückzahlen.

 

Da gibt es verschiedene Regionen in Deutschland, aber wenn Sie Förderkredite nutzen oder Beteiligungsgesellschaften für einen Unternehmenskauf aus Förderprogrammen, dann sind die rückzuführen. Das heißt spannendes Feld. Unternehmenskauf wird in Deutschland sehr stark unterstützt. Warum?

 

Wir haben ein sehr starkes, demographisches Problem. Das heißt, viele Unternehmen stehen zum Verkauf, aber es gibt nicht genügend involvierte Käufer mit einer gewissen Kaufkraft und Ihre Kaufkraft können Sie jetzt zu diesem Thema mit diesem Förderprogramm verstärken und sich dann auf die Ebene des Unternehmenskaufs weiter nach vorne bewegen.

 

 

Das sollte es an dieser Stelle gewesen sein. Für mehr Informationen gerne auf unserer Webseite nachsehen. Da sind noch mehrere Downloadmöglichkeiten zu diesem  Thema hinterlegt, ebenso gratis. Und ich wünsche Ihnen auf diesem Weg viel Erfolg.


Unternehmenskauf-podcast 50 Minuten: Fördermittelberatung Unternehmenskauf

Im Gespräch mit dem Unternehmer-Radio geht es in dieser Folge um die Kaufpreisfinanzierung. Wie Förderprogramme sinnvoll einzusetzen sind und auf was Käufer und Verkäufer beachten müssen. Hürden und Chancen, Vorteile und Nachhaltigkeit beim Unternehmenskauf. Hören Sie ca. 50 Minuten und sie haben Mehrwerte, die Sie woanders mit Geld bezahlen!

Das Unternehmer-Radio finden Sie auf https://www.unternehmer-radio.de/


Die 15 Schritte der Unternehmensgründung durch den erfolgreichen Unternehmenskauf!

Mit einem Unternehmenskauf verbinden viele Menschen folgendes: Aus der Angestelltenposition heraus ein fremdes oder ein bekanntes Unternehmen vollständig durch einen Unternehmenskauf zu übernehmen und dort dann selber in der Geschäftsführung zu wirken. Das wäre dann eine Unternehmensgründung für Sie, obwohl Sie ein bestehendes Unternehmen kaufen wollen.

Für diesen Unternehmenskauf stehen Ihnen Förderprogrammen zur Verfügung, um den Unternehmenskauf zu bezahlen. Es kann aber auch sein, dass Sie sich aus der Position eines Angestellten durch einen anteiligen Unternehmenskauf als tätiger Minderheitsgesellschafter beteiligen wollen. Damit hätten Sie Teilhabe am Erfolg des Unternehmens durch den anteiligen Unternehmenskauf. Das wäre auch eine Unternehmensgründung, und auch dann stehen Ihnen öffentliche Förderprogramme für den anteiligen Unternehmenskauf zur Verfügung, um den Anteil zu bezahlen.Es kann aber auch sein, dass Sie als (angestellter) Geschäftsführer aus einem Unternehmen heraus den Unternehmenskauf für ein fremdes Unternehmen planen, um den Traum vom Unternehmerleben endlich umzusetzen.

 

Diese Art von Unternehmenskauf ist ein MBI – ein Management-Buy-in -, und auch dafür gibt es viele Förderprogramme, um den Kaufpreis zu zahlen. Mit dem Unternehmenskauf könnten Sie dann allein die Zukunft des zu kaufenden Unternehmens in die Hand nehmen und Potentiale heben. Sie könnten aber auch planen einen Unternehmenskauf umzusetzen, indem Sie die Anteile oder 100% des Unternehmens kaufen, für das Sie aktuell als Geschäftsführer tätig sind. Das wäre dann ein Unternehmenskauf in der Art eines MBO – ein Management-Buy-out. Fördermittel und Förderprogramme gibt es auch für den Unternehmenskauf als MBO.

 

Es gibt noch andere Arten und Situationen für den Unternehmenskauf, aber ich glaube die IST-Situation ist soweit klar: es ist Ihr erster Unternehmenskauf! Sie haben noch nie einen Unternehmenskauf umgesetzt! Sie wollen wissen auf was Sie beim Unternehmenskauf achten müssen, um den Unternehmenskauf nicht in einem Desaster enden zu lassen! Sie wollen wissen wie andere vor Ihnen einen Unternehmenskauf durchgeführt haben. Ihr Wunsch wird nun erfüllt. Sie erfahren in diesem Text, wie erfolgreiche Menschen einen Unternehmenskauf durchführen.

 

Ich für meinen Teil begleite verschiedene Menschen im Jahr bei ca. 40 Kaufpreisfinanzierungen für den Unternehmenskauf. Der kleinste Kaufpreis war bisher 560.000,-€ und einer der Größeren war 24 Mio. €. Für Sie als zukünftiger Unternehmenskäufer hat meine Erfahrung zum Thema Unternehmenskauf den Vorteil, dass Sie im weiteren Verlauf dieses Textes die wichtigsten Schritte erfahren, die erfolgreiche Menschen beim Thema Unternehmenskauf berücksichtigen  bzw. die Unternehmenskäufer oder ein Übernehmer einer Firma bzw. eines Betriebes bedenken sollte. Nutzen Sie diese Insiderinformationen und planen damit einen erfolgreichen Unternehmenskauf.

 

Um Ihnen die Struktur des Ablaufs beim erfolgreichen Unternehmenskauf zu verdeutlichen, erhalten Sie bereits hier die 15 Kernthemen, die Sie durchlaufen“:

 

Schritt 1: Ihr „Warum“ fixieren

Schritt 2: Ihre aktuelle Finanzierungsreichweite bestimmen

Schritt 3: Das Zielunternehmen finden und Kontakt aufnehmen

Schritt 4: Den Verkäufer verstehen

Schritt 5: Erste Geschäftsunterlagen sichten – warme Phase im Unternehmenskauf

Schritt 6: Letter of Intent, unverbindliche Absichtserklärung

Schritt 7: Due Diligence durchführen

Schritt 8: Unternehmensbewertung erstellen

Schritt 9: Finanzierungskonzept mit Fördermitteln erstellen

Schritt 10: Businessplan erstellen

Schritt 11: Fördermittel und Finanzierung beantragen

Schritt 12: Mit dem Verkäufer verhandeln

Schritt 13: Kaufvertrag gestalten, Notar hinzuziehen

Schritt 14: Vertrag Unternehmenskauf unterschreiben

Schritt 15: Unternehmenszukunft nach Unternehmenskauf gestalten

  

Unternehmenskauf Schritt 1: Ihr „Warum“ fixieren

Einen neuen Lebensabschnitt zu planen oder sogar umzusetzen, indem Sie aus „gesicherter“ Position eines Angestellten oder aus der Situation eines Outplacements heraus entscheiden den Unternehmenskauf zu starten, sollten Sie sich intensiv und frühzeitig überlegen. Viele Menschen haben überwiegend den Eindruck gewonnen, dass Selbstständige oder Inhaber eines Unterhabens nur tolle Autos fahren, alles von der Steuer absetzen können, Vermögen aufbauen, Geld wie „Heu“ haben, und sich „alles“ leisten können. Dabei sind sie frei in allen Entscheidungen. Das ist mit einem Unternehmenskauf nicht unmöglich, aber es dauert in den meisten Fällen eine lange Zeit von Jahren, manchmal auch Jahrzehnte, bis sich ein nachhaltiger Unternehmenserfolg aus dem Unternehmenskauf für Sie ergibt. Für die Zeiten in der Phase der Entscheidungsfindung „Soll ich ein Unternehmen kaufen?“ bis zum Vollzug des Unternehmenskaufs und auch in den Zeiten in denen Sie als Selbstständiger oder Unternehmer unter Druck geraten, aus welchen Gründen auch immer, brauchen Sie einen Grund, warum Sie dann nicht „aufgeben“, oder sogar den Unternehmenskauf bereuen. Sie brauchen ein sehr großes „Warum?“. Ich empfehle Ihnen dieses „Warum“ detailliert zu Papier zu bringen bzw. in Ihren Computer als Dokument zu hinterlegen. Also: „Warum wollen Sie ein Unternehmen kaufen?“

 

Nachfolgende Darstellung verdeutlicht Ihnen den Vorteil:

Ihr „Warum“ für den Unternehmenskauf muss immer größer sein und weiter reichen als mögliche Probleme und Schwierigkeiten, die Sie als zukünftiger Selbstständiger und/oder Unternehmer bekommen. Aber auch nach dem Unternehmenskauf brauchen Sie Ihr „Warum“. Sie brauchen mehr inneren Antrieb als Sie sich jetzt vielleicht vorstellen. Immerhin sind weniger als 8% der arbeitenden Bevölkerung als Selbstständiger oder Unternehmen tätig. Somit weniger als  8 Menschen von 100 Menschen!

 

Fragen Sie sich selbst: „Was treibt mich an für den Unternehmenskauf?“, „Was ist anders bei mir?“ und nehmen Sie dieses „anders sein“ dankbar an. Es gehört zu ihrem gewünschten Erfolg – machen Sie etwas daraus für sich und Ihre Familie!

 

Und nochmal: „Warum wollen Sie den Unternehmenskauf umsetzen?“ Bedenken Sie auch: Ihr „Warum“ muss stark genug sein, um Sie von der Idee „Unternehmenskauf“ bis zur Umsetzung „Unternehmenskauf umgesetzt“ und weit darüber hinaus zu unterstützen. Es muss Sie vorantreiben!

Wenn Ihr „Warum“ immer größer ist als die Schwierigkeiten, die Sie zu überwinden haben, dann werden Sie auch nachhaltig erfolgreich. Wenn aber Ihr „Warum“ kleiner ist als die Menge oder Intensität der Probleme, dann sehen Sie Ihr „Warum“ nicht mehr

 

Bevor Sie nun den Unternehmenskauf vollziehen bzw. in weitere Überlegungen gehen ein Unternehmen zu kaufen, empfehle ich Ihnen deshalb sich ganz genau die Frage zu beantworten „Warum soll es ein Unternehmenskauf sein?“ Einige selbst ausgefüllte A4 Seiten zur Beantwortung dieser Frage werden Ihnen helfen und Sie vor großen Fehlern bewahren. Sie schaffen sich mit dem „Warum“ für den Unternehmenskauf eine Sicherheit für Ihre Zukunft für Ihre Entscheidungen. Ihr Freundeskreis kann Ihnen bei der Beantwortung dieser Frage nicht helfen. Es ist Ihre Entscheidung den Unternehmenskauf durchzuführen. Sie können sich mit Ihrer Familie abstimmen ein Unternehmen zu kaufen, aber am „Ende“ stehen Sie in der ersten Reihe und für alles tragen Sie die Verantwortung beim Unternehmenskauf.

 

Das „Warum“ brauchen Sie somit als ersten Schritt, weil Sie an dem „Warum“ alles „festmachen“ können. Sie werden als Selbstständiger bzw. Unternehmer bzw. Käufer eines Unternehmens dauernd in Situationen kommen, die Ihnen unbekannt sind. Ein Unternehmenskauf ist ja nicht Ihr Kerngeschäft. Wenn Sie den Vorgang eines Unternehmenskaufs zum ersten Mal umsetzen, dann haben Sie eine lange Reise vor sich.

An dieser Stelle möchte ich nur noch kurz erwähnen, dass auch Kreditinstitute oder Investoren, o.ä. Sie zu gegebener Zeit fragen werden „Warum wollen Sie den Unternehmenskauf umsetzen?“. Dabei gehe ich davon aus, dass Sie die Finanzierung für den Kaufpreis nicht bar in der Tasche haben und auf Förderkredite bzw. Förderprogramme, Investoren o.ä. zurückgreifen werden.

 

Der erste Schritt im Unternehmenskauf startet somit zwingend mit der Ausarbeitung Ihres „Warum“! Wenn Sie kein großes „Warum“ haben, brauchen Sie den Vorgang für den Unternehmenskauf nicht weiter verfolgen.

  

Unternehmenskauf Schritt 2: Ihre aktuelle Finanzierungsreichweite bestimmen

Der Unternehmenskauf und die damit verbundene Finanzierung des Kaufpreises ist in den meisten Fällen das Nadelöhr bei der eigentlichen Transaktion – und führt leider oft – wg. Mangel an Kaufkraft des Käufers – zum Abbruch der Verkaufsverhandlungen. Entscheidend ist beim Unternehmenskauf somit Ihre eigene Finanzierungsreichweite. Der Unternehmenskauf wird auch als Transaktion bezeichnet und ist der Begriff der meistens synonym verwendet wird.

 

Ihre eigene Finanzierungsreichweite für den Unternehmenskauf entspricht der Aufstellung und Werthaltigkeit Ihrer eigenen Vermögenswerte. Machen Sie eine Tabelle und führen Sie alle (unbelasteten) Vermögensgegenstände auf: Immobilienbesitz, Sparkonten, Aktien und andere Wertpapiere, ihre regelmäßigen Einnahmen, Bonuszahlungen, etc.. Was haben Sie „unter dem Strich“ an Finanzkraft bzw. Finanzierungsreichweite für den Unternehmenskauf. Wenn geplante Kaufpreise höher sind als Ihr aktuelles Vermögen, dann können Sie Förderkredite und andere Förderinstrumente oder sogar Zuschüsse für den Unternehmenskauf nutzen.

 

Die Finanzierungsreichweite für den Unternehmenskauf müssen Sie aber auf jeden Fall erarbeiten, da auch die Kreditinstitute die Frage danach stellen werden. Also bereiten Sie sich darauf vor und gestalten Sie die Finanzierung für den Unternehmenskauf.

 

Da die Liquidität oder der Gewinn des Unternehmens, welches Sie durch einen Unternehmenskauf erwerben wollen, nicht zu 100% für die Rückzahlung etwaiger Förderkredite oder anderer tilgungspflichtiger Finanzinstrumente zur Verfügung stehen kann, brauchen Sie eine genaue Übersicht Ihrer eigenen Finanzkraft bzw. Finanzierungsreichweite für Ihren Unternehmenskauf. Sie können Ihr Vermögen mit sinnvollen Finanzinstrumenten ergänzen und somit höhere Kaufpreise für den Unternehmenskauf bezahlen. In der nachfolgenden Tabelle ist für ein Unternehmenskauf von einer Million Euro bei einem Eigenkapital von 100.000,- € umgesetzt worden.

 

Beispiel Unternehmenskauf: Mit 100.000,- Euro Eigenkapital (Barvermögen) können Sie mit dem Eigenkapitalplus Programm (Förderkredit) weitere 400.000,- Euro für Ihren Unternehmenskauf erhalten. Dieses Förderprogramm ist dinglich nicht zu besichern und fängt bei 0,4% Zins an (!). Mit einem weiteren Förderkredit von 500.000,- Euro haben Sie zusammen die Möglichkeit einen Unternehmenskauf von 1.000.000,-€ zu finanzieren. Das ist natürlich abhängig von der Tragfähigkeit des Zielunternehmens (das zu kaufende Unternehmen) – aber so kann man den Unternehmenskauf umsetzen.

 

Eurosummen in Prozent Finanzinstrument
100.000 € 10,00% Eigenkapital
400.000 € 40,00% Eigenkapitalplus
500.000 € 50,00% Gründerkredit
1.000.000 € 100,00% Kaufpreis

 

Sie haben mit diesem zweiten Schritt sich selbst einen IST-Zustand Ihrer Finanzkraft erstellt und den Unternehmenskauf weiter „voran“ gebracht. Wenn Sie für einen geplanten Unternehmenskauf nicht mindestens 10% Eigenkapital in Barmitteln zur Verfügung haben, empfehle ich Ihnen, sich nicht weiter alleine mit einen Unternehmenskauf zu beschäftigen. Lassen Sie sich erst beraten, wie Sie in kurzer Zeit zu mehr Eigenkapital kommen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten dazu einen Unternehmenskauf mit weniger Eigenkapital umzusetzen – das sollte aber die Ausnahme sein. Nutzen Sie gerne mein Angebot „30 Minuten Kostenlose Telefonberatung“ und wir sprechen über Ihren Unternehmenskauf – auch bei wenig Eigenkapital.

 

Unternehmenskauf Schritt 3: Zielunternehmen finden und Kontakt

Wenn Sie noch kein konkretes Unternehmen für Ihren Unternehmenskauf „im Auge“ haben, dann können Sie bei der Deutschen Unternehmerbörse oder bei der Initiative nexxt (Bundesministerium für Wirtschaft) nach Unternehmen suchen, die zum Verkauf stehen.

 

Sie können bei beiden Plattformen nach Branchen und Regionen, etc. filtern und bekommen so einen ersten Überblick welche Unternehmen für einen Unternehmenskauf aktuell gelistet sind. Es gibt für den Unternehmenskauf noch weitere Informationsstellen, wie die IHK oder die HK, etc.. In den meisten Branchen haben auch die Branchenverbände eine Onlineplattform mit dem Thema Unternehmenskauf.

 

Hinzu kommt: Viele M&A Berater (Merger & Akquisition – Fusion und Unternehmenskauf) haben Mandate für den Unternehmensverkauf. Sie wären mit Ihrem Wunsch des Unternehmenskauf somit auch da an der richtigen Adresse. Prüfen Sie aber ganz genau nach, was sie dort an Informationen erhalten. Gehen Sie niemals unvorbereitet in ein M&A Gespräch zum Thema Unternehmenskauf!

Aber: In den meisten Fällen die mir bekannt sind, hatte der Käufer für den Unternehmenskauf bereits ein Zielunternehmen, welches er kaufen wollte. Der Unternehmenskauf war damit konkretisiert. Der Käufer hatte erste Aktivitäten gestartet.

 

Mit dem Verkäufer in Kontakt zu kommen ist grundsätzlich sehr einfach. Das der Unternehmenskauf durchgeführt werden soll, ist ja der Wunsch des Verkäufers. Entweder ist der Unternehmenskauf öffentlich gemacht worden (siehe DUB, etc.) oder ein M&A Berater hat den Unternehmenskauf gestartet, oder eine Branchenplattformen hat eine Verkaufsanzeige zum Unternehmenskauf veröffentlich, etc.

 

Mit der Veröffentlichung eines Unternehmenskauf liegt „normalerweise“ ein Verkaufsexposé o.ä. des zu kaufenden Unternehmens vor, um erste betriebswirtschaftliche Daten für den Unternehmenskauf darzustellen. In diesem Exposé „Unternehmenskauf“ stehen z.B.: eine kurze Unternehmensgeschichte, das Angebot bzw. die Produkte des Unternehmens, Mitarbeiteranzahl, Umsatz, und Ertrag, Branchendaten, direkte Kontaktdaten des Verkäufers und eigentlich auch der Kaufpreis für den Unternehmenskauf.

 

Bitte denken Sie aber daran: Die Summe für den Unternehmenskauf des Unternehmens ist in den wenigsten Fällen auch der Unternehmenswert! Dazu später aber noch mehr.

 

Für den Unternehmenskauf können Sie somit den Verkäufer anrufen und mit ihm sprechen. Sie könnten ihm sagen, dass Sie interessiert sind an dem Unternehmenskauf. Sie könnten sich mit treffen wollen und erste Details für den Unternehmenskauf besprechen. Sie könnten von Ihren Vorstellungen sprechen. Sie könnten vieles. Aber eines könnten Sie nicht: Ihm am Telefon den gewünschten Kaufpreis zusagen! Für den Unternehmenskauf ist die Kontaktaufnahme erst ein sehr kleiner weiterer Schritt. Wenn Sie keine schriftlich zugesagte Gesamtfinanzierung von Ihrer Bank für einen Unternehmenskauf in der Tasche haben, oder das Geld für den Unternehmenskauf in bar, dann empfehle ich ihnen: Stellen Sie Fragen an den Verkäufer zum Unternehmenskauf! Warum und welche Fragen lesen in Schritt 4 vom Unternehmenskauf.

 

Sie sollten bis jetzt folgendes bereits schriftlich erarbeitet haben: Ihr „Warum will ich den Unternehmenskauf?“, Ihre „Finanzierungsreichweite für den Unternehmenskauf (vielleicht schon mit einem Berater dazu telefoniert…)“ und Sie haben jetzt ein konkretes Unternehmen für den Unternehmenskauf. Sie sind somit schon ein nennenswertes Stück Weg für Ihren Wunsch „Unternehmenskauf“ gegangen.

 

Jetzt fängt es an, dass Sie sich intensiv mit der Verkäuferseite beschäftigen müssen. Kontakt aufnehmen ist davon der leichteste Akt. Zum Unternehmenskauf gehören zwei „Parteien“. Sie und der „Verkäufer“.

Unternehmenskauf Schritt 4: Den Verkäufer verstehen

Der Verkäufer und Sie wollen vom Ziel her das Gleiche: Unternehmenskauf bzw. Unternehmensverkauf.

Es gibt aber extreme Unterschiede zwischen beiden Seiten, wenn es um den Unternehmenskauf geht: Der Verkäufer hängt oftmals an seinem Unternehmen – es ist vielleicht sein Lebenswerk. Vielleicht war ein Unternehmenskauf gar nicht geplant und er wollte, dass seine Kinder das Unternehmen weiter führen. Aber die wollen nicht! (Wäre eine gute Frage, warum nicht….!)

 

Fragen Sie den Verkäufer: Was ist dem Käufer beim Unternehmenskauf wichtig? Welche Vorstellungen hat er von dem zukünftigen Käufer seines Unternehmens? Wie möchte er, dass der Unternehmenskauf umgesetzt wird? Hat er schon schlechte Erfahrungen mit anderen Käufern gemacht? Welchen Zeitplan hat er sich für den Unternehmenskauf gesetzt?

 

Interessieren Sie sich für den Verkäufer, sonst haben Sie Nachteile beim Unternehmenskauf. Wenn Sie den Verkäufer nicht verstehen, neigt er dazu im weiteren Verlauf starr zu bleiben. Egal zu welchem Punkt Sie ein Entgegenkommen wünschen – der Verkäufer sieht Sie auf der anderen Seite. Auch wenn es dem Verkäufer schadet. Meist ist dem Verkäufer nicht bewusst, dass seine Art in dem Vorgang Unternehmenskauf auch dazu beiträgt, ob es ein (nicht) erfolgreicher Unternehmenskauf wird.

 

Zurück zu den Fragen: Erst nachdem Sie den Verkäufer „einiges“ zum Unternehmenskauf gefragt haben, dass dem Verkäufer wichtig ist, können Sie ein paar Fragen stellen, die speziell für „ihre“ Seite des Unternehmenskauf entscheidend ist.

 

ABER: Die meisten Verkäufer sind sehr sensibel beim Thema bzw. wenn Sie fragen „Ich möchte Ihre Geschäftsunterlagen für den Unternehmenskauf sehen“. Info: Das Thema wird an dieser Stelle noch nicht „bearbeitet“ – aber Sie lesen es später.

 

Sie fallen bei den meisten Vorgängen zum Thema „Unternehmenskauf“ auf diese direkte Art und Weise mit der Tür ins Haus. Das wollen Sie nicht! Sie brauchen erst noch ein paar mehr Informationen für den Unternehmenskauf. Sie brauchen einen weiteren Vertrauensaufbau für den Unternehmenskauf. Dies ist auch extrem entscheidend für die Kaufpreisverhandlung für den noch folgenden Unternehmenskauf.

 

Viele Verkäufer sind – wie Sie als Käufer – zum ersten Mal dabei ein Unternehmen zu verkaufen bzw. nehmen Teil an dem Unternehmenskauf. Leider sind viele Unternehmer als Verkäufer nicht optimal beraten und wurden nicht umfassend auf den Prozess des Unternehmenskauf bzw. des Unternehmensverkauf trainiert bzw. gecoacht.

Das bedeutet für den Unternehmenskauf, dass Themen wie Datenraum, Due Diligence, Unternehmensbewertung oder Warranty & Indemnity nicht ausreichend bekannt sind. Auch der umfangreiche Ablauf eines Verkaufsprozesses für den Unternehmenskauf ist den meisten Verkäufern nicht geläufig. Der Unternehmenskauf ist in vielen Bereichen mit gesetzlichen Parametern verbunden: Gesellschaftsrecht, Steuerrecht, Bankrecht, vielleicht Subventionsrecht, Arbeitsrecht, etc. Den meisten ist beim Thema Unternehmenskauf der Zeitumfang bzw. Arbeitsumfang nicht klar. Der Unternehmenskauf bzw. Unternehmensverkauf wird durchgeführt unter dem Motto „Das ist mein Unternehmen, da redet mir keiner rein!“ „Ich kenn mich aus – schließlich mache ich meinen Job seit xy Jahren!“. So scheitert der Unternehmenskauf seitens des Verkäufers!

 

An dieser Stelle haben Sie vielleicht schon bemerkt, dass Sie als Partei „Unternehmenskauf“ und der Verkäufer als Partei „Unternehmensverkäufer“ viel zu leisten haben. Für die Hauptakteure „Verkäufer“ und „Käufer“ ist ein Unternehmenskauf oftmals das erste Mal!

 

Wenn Ihnen der Unternehmenskauf wichtig ist, dann müssen Sie den Verkäufer verstehen (lernen). Es ist die ganze Zeit wie ein Produktverkauf. Sie wollen sich beim (oftmals emotionalen) Verkäufer sehr gut präsentieren. Sie wollen sein „Lebenswerk“ – ihm wegnehmen! Sie wollen durch den Unternehmenskauf ihn auf die Ersatzbank geben. UND jetzt stellen Sie sich vor der Verkäufer hat kein „Warum“ für sein Leben. Na dann viel Spaß beim Unternehmenskauf. Es kann sein, dass der Verkäufer Angst bekommt, sein Unternehmen weg zu geben und damit seinen Lebensinhalt einem FREMDEN zu überlassen. Was werden wohl seine Kunden zu dem Unternehmenskauf durch Sie sagen? Was soll er nach dem Unternehmenskauf bzw. Verkauf machen?

 

Zurück zu den möglichen Fragen, die Sie zum Unternehmenskauf stellen könnten. Das mit der Einsichtnahme in die Geschäftszahlen zum Unternehmenskauf kommt ja im übernächsten Schritt.

Fragen:

  • Welche Potentiale sehen Sie selbst in der Branche?
  • Welches Zukunftspotential hat Ihr Unternehmen?
  • Welche Branchentrends sehen Sie?
  • Wie steht Ihr Unternehmen im Vergleich zum Branchendurchschnitt?
  • Können Sie drei Wochen Urlaub machen und das Unternehmen läuft trotzdem?
  • Wie sieht Ihre Stellvertreterregelung aus?
  • Wie oft haben Sie Stress mit den Mitarbeitern?
  • Wie verwalten Sie Ihre Kunden (Software?)
  • Wissen Sie Ihre Kundenfluktuation?
  • Wie pflegen Sie Ihre Kunden?
  • Wie bekommen Sie neue Kunden?
  • Haben Sie aktuelle Bilanzen, BWA´s?
  • Haben Sie eine Unternehmensbewertung für den Unternehmenskauf erstellen lassen?
  • Haben Sie eine Due Diligence für den Unternehmenskauf erstellen lassen?
  • Wollen Sie nach dem Unternehmenskauf weiter im Betrieb/ Unternehmen beratend tätig sein?
  • Was machen Sie, wenn Sie keinen Käufer Ihr Unternehmen verkaufen können?
  • Wie haben Sie den Kaufpreis für den Unternehmenskauf ermittelt (eine Bewertung ist nicht gleich Kaufpreis!)
  • Wie soll der Kaufpreis gezahlt werden (100% „sofort“, Raten, Teilzahlung, etc.)
  • Haben Sie Detailkenntnisse zur Erstellung der Unternehmensbewertung?
  • Wie hat die Unternehmensbewertung ihren eigenen Preisvorstellungen für den Unternehmenskauf bzw. Verkauf entsprochen (höher, gleich hoch, tiefer als die Unternehmensbewertung)
  • Ist der Erlös aus dem Unternehmenskauf in Ihrer Altersversorgung eingeplant?
  • Wie hat sich in den letzten zwei Jahren Ihr Unternehmen entwickelt (besser, schlechter, gleich geblieben)
  • Warum stellen Sie sich dem Unternehmenskauf bzw. Unternehmensverkauf?

Die Antworten seitens des Verkäufers auf diese Fragen sind in den meisten Vorgängen für den Unternehmenskauf schon so aussagekräftig, dass Sie als Käufer damit den gewünschten Kaufpreis reduzieren können. Warum das? Auch dazu später mehr! Da sie aber jetzt erstmal nur die Antworten notieren und nicht den Unternehmenskauf diskutieren und besprechen sollen, kommen wir im weiteren Verlauf zur richtigen Nutzung dieser Informationen.

 

Grundsätzlich können Sie als Käufer davon ausgehen, dass 75% der Kaufpreise beim Thema Unternehmenskauf um ein Vielfaches zu hoch gewünscht sind! Viele Verkäufer rechnen Ihren persönlichen Einsatz in den Verkaufspreis ein. Das mag für den Verkäufer legitim sein – ist aber für einen erfolgreichen Unternehmenskauf völlig unangebracht! Auch ein Grund warum viele Unternehmen zwar zum Verkauf stehen, aber der Unternehmenskauf immer wieder scheitert!

 

Aus Erfahrung kann ich sagen: Leider ist der Vorgang „Unternehmenskauf“ bei kleinen und mittelständischen Unternehmen überwiegend emotional, statt zielführend gerichtet zu verkaufen. Für Sie als Käufer kann ich an dieser Stelle nur empfehlen: Sie haben ein „Warum“ zum Unternehmenskauf. Sie haben Ihre Finanzierungsreichweite zum Unternehmenskauf. Sie haben Plattformen, auf denen Sie „Ihren“ Unternehmenskauf starten können und Sie haben jetzt nach Schritt 4 das Verständnis für den Unternehmenskauf gewonnen oder ausgebaut.

 

Sind Sie noch dabei? Sie sind noch im „Unternehmenskauf?“ Wollen Sie immer noch das Zielunternehmen oder ein Alternativunternehmen kaufen? OK. Dann geht es jetzt in die Details. Sie wollen die Geschäftsunterlagen sichten, um sich von dem Erfolg in Zahlen zu überzeugen. Ein für viele Verkäufer heikles Thema – wie schon angedeutet.

 

Unternehmenskauf Schritt 5: Erste Geschäftsunterlagen sichten – warme Phase im Unternehmenskauf

Ein gut vorbereiteter Verkäufer sieht in dem Vorgang Unternehmenskauf und dem damit verbundenen „öffnen“ „seiner“ Geschäftsunterlagen nichts Ungewöhnliches. Ein unerfahrener ist da ganz anders und betrachtet den Unternehmenskauf als Einschnitt in sein Leben. Ein Winden und hinhalten zum Datenaustausch für den Unternehmenskauf setzt ein. Sie als Käufer wissen ja jetzt, warum: es geht um „seine „Zahlen“. „Seine Heiligtümer“. Es ist „Tag der Wahrheit“ und manchmal ein trauriger Tag für den Unternehmenskauf. Nicht selten steigen bei den ersten BWA und Bilanz-Daten die Käufer aus dem Unternehmenskauf aus. Warum? Der vorher angepriesene Geschäftserfolg des zu verkaufenden Unternehmens ist wohl eher ein Wunschgedanke des Verkäufers. Die BWA Daten haben mit der „gewünschten“ Realität des Verkäufers nichts zu tun. Für den Unternehmenskauf unter den gewünschten Verkaufspreisvorstellung keine Chance. Der Unternehmenskauf ist einfach schlecht vorbereitet. Da wollte der Verkäufer mit dem Kopf durch die Wand. Leider ist oftmals auch die extrem hohe Bewertung des Verkäufers schuld. Völlig an den Bewertungsregeln vorbei. Wenig Objektivität, viel Subjektivität. Viel aus dem Bauchgefühl über den Daumen „gedacht“.

 

Unternehmenskauf als Zeitverschwendung. Ein Grund warum Sie Ihr „Warum“ für den Unternehmenskauf jetzt dringend nochmal lesen sollten. Aufgeben ist jetzt nicht. Wenn dieser Unternehmenskauf nicht klappt, dann ein anderer Unternehmenskauf. Sie haben ein starkes „Warum“!

 

Aber vielleicht ist ihr Zielunternehmen bzw. der Verkäufer gut vorbereitet. Er hat sogar einen Datenraum für den Unternehmenskauf einrichten lassen (online Anbieter für Datenräume sind genug vorhanden). Vorteil für den Verkäufer: Die ersten benötigten Daten, die den Unternehmenskauf betreffen, werden in den Datenraum hochgeladen. Sie als Käufer können diese lesen, aber nicht kopieren (Ausnahmen möglich) – und herunterladen schon gar nicht – nicht in dieser ersten Phase der Datensichtung für den Unternehmenskauf.

 

Wenn Sie einen sehr guten Unternehmenskauf erleben wollen, dann suchen Sie ein Unternehmen welches bereits eine „Vendor Due Diligence“ erstellt hat. Sie erkennen solche Unternehmen daran, dass Sie mit der „Vendor Due Diligence“ gerne „werben“. Was ist eine „Vendor Due Diligence“: Das ist die Due Diligence des Verkäufers für den Unternehmenskauf bzw. Unternehmensverkauf. Das ist ein Vorgang der alle (alle) Geschäftsunterlagen durchprüft und dann auch ein schriftliches Ergebnis – meist durch Wirtschaftsprüfer – bereithält. Sie haben damit als Käufer eine umfassende Transparenz zum Unternehmen und der Verkäufer zeigt ihnen damit zusätzlich an, dass er 100% ernsthafte Verkaufsabsichten hat. Die „Vendor Due Diligence“ kann schnell einige Zehntausend Euro (je nach Unternehmensgröße) kosten und der Verkäufer trägt diese Kosten bzw. hat diese Kosten bereits übernommen. Der Unternehmenskauf bzw. der Umfang ist solchen Verkäufern viel mehr bewusst, als ohne „Vendor Due Diligence“.

Mehr zum Thema Due Diligence für den Unternehmenskauf folgt in den nächsten Schritten.

 

Zurück zur „Normalität“: Ein Datenraum für den Unternehmenskauf ist aber nicht zwingend notwendig. Zeigt aber professionelle Vorbereitung auf Verkäuferseite für den Unternehmenskauf. Auf die „alte“ Art könnte der Verkäufer Sie auch zur ersten Datensichtung zu sich ins Unternehmen einladen. Dort ist dann ein „Raum“ für den Unternehmenskauf eingerichtet und Sie können sich die ersten Daten wie BWA und aktuelle Bilanz, etc. ansehen. Es gilt auch hier: sie haben auch kein Anrecht auf Mitnahme von Unterlagen.

 

Diese erste Datensichtung zum Unternehmenskauf dient einzig allein dazu (Ausnahmen möglich), dass Sie sich entscheiden, das Thema „Unternehmenskauf“ mit diesem Unternehmen weiter zu verfolgen.

 

Sie können an den Ertragszahlen und betriebswirtschaftlichen Kennzahlen sehen, ob das Unternehmen zu Ihrer Finanzierungsreichweite passt und dann den Unternehmenskauf weiter verfolgen. Denn Sie erinnern sich: Ihr Eigenkapital plus mögliche Fördermittel plus mögliche andere Finanzinstrumente ergeben den maximalen Kaufpreis, den Sie für den Unternehmenskauf stellen können. Abhängig davon, ob der Kaufpreis auf einmal oder in Raten, oder… gezahlt werden soll. Entscheidend ist aber auch, dass Sie jetzt schon grob errechnen können, ob das Zielunternehmen „Ihre“ geplante Finanzierungslast tragen kann (Thema Tragfähigkeitsanalyse) und der Unternehmenskauf Sinn ergibt. Das können Sie am Betriebsgewinn grob erkennen: Wenn „Ihre“ geplante Finanzierung für den Unternehmenskauf bzw. die monatliche Rückzahlung für den Preis des Unternehmenskauf an Banken etc. nicht von dem Zielunternehmen getragen werden kann, sollten sie hier stoppen bzw. in sich jetzt gehen und nochmal überlegen, was gemacht werden kann, um den Unternehmenskauf doch noch weiter zu verfolgen. Das ist mit individuellen Optimierungsvorgängen verbunden, aber das zu erkennen, dafür empfehle ich diese erste Sichtung der Geschäftsunterlagen.

 

Vielleicht fragen Sie einen speziellen Berater für Finanzierungen? Nutzen Sie mein Angebot: „30 Minuten kostenlose Beratung am Telefon“

 

Wenn Sie weiter machen wollen und Ihr Wunsch „Unternehmenskauf“ noch weiter besteht und sie grundsätzlich Lösungen haben für die Kaufpreiszahlung des Unternehmenskauf, dann kommt die Phase „LOI“ – Letter of Intent. LOI = unverbindliche Absichtserklärung.

 

Hier wäre ein sehr guter Zeitpunkt das Thema Fördermittel schon mal abprüfen zu lassen.

 

Unternehmenskauf Schritt 6: Letter of Intent, unverbindliche Absichtserklärung

Viele Verkäufer bestehen auf der Unterzeichnung eines LOI – Letter of Intent. Diese unverbindliche Absichtserklärung ist individuell ausgestaltet. Die Absichtserklärung beinhaltet Vereinbarungen über das weitere Vorgehen für den Unternehmenskauf – aber noch nicht den Kaufpreis oder anderer entscheidende Positionen. Diese entscheidenden Positionen gehören in einen speziellen Kaufvertrag. Aber das ist ein Thema für ihren Rechtsanwalt.

 

Wichtig für Sie als Käufer: Wenn Sie Fördermittel bzw. Förderinstrumente für den Unternehmenskauf nutzen wollen, dann müssen Sie vorher zu den Förderinstituten und Anträge vorbereiten. Ein LOI kann – je nach Ausgestaltung – als sogenannter Vorvertrag oder auch „Leistungsübergang“ von den Förderstellen gewertet werden, und dann ist Ihre mögliche Förderung verwirkt und der Unternehmenskauf wird sehr schwierig. Ein LOI kann somit als Vertragsabschluss gewertet werden und das wäre ein Maßnahmenbeginn (Mit einem Klick kommen Sie zu meinem Video „Maßnahmenbeginn“ bei You Tube). Das wiederum kann eine Förderung für den Unternehmenskauf ausschließen! Seien Sie also sehr vorsichtig mit dem Unterschreiben eines LOI. Wenn Sie sich nicht 100%tig sicher sind, was der Inhalt bedeutet, den Sie gerade im LOI für das Thema Unternehmenskauf unterschreiben wollen und welche Auswirkungen es hat, dann unterschreiben Sie nichts – und fragen erst Ihren Berater!

 

Erkenntnis: Das Thema Letter of Intent für den Unternehmenskauf sollten Sie auf jeden Fall mit einem Rechtsanwalt besprechen. Bei Wikipedia können Sie erste Grundsätze lesen. Wikipedia ersetzt aber nicht Ihren Rechtsanwalt. Allein die Unterscheidung eines „harten“ LOI und eines „weichen“ LOI wirkt sich rechtlich auf Ihre weiteren Schritte im Unternehmenskauf aus.

 

Der LOI – Letter of Intent bzw. die „Absichtserklärung“ ist in den meisten Fällen zum Unternehmenskauf unverbindlich. Aber es zeigt beiden Parteien eine Absicht der Ernsthaftigkeit zum Unternehmenskauf. Es ist aus kaufmännischere Sicht eine Art „ehrbare Erklärung“ und soll die moralische und psychologische Bedeutung des Unternehmenskauf hervorheben. In vielen LOI zum Unternehmenskauf sind Angaben bzw. Vereinbarungen wie folgt geregelt:

 

  • Bezeichnung der Vertragspartner für den Unternehmemskauf: Wer ist konkret der Verkäufer und wer ist konkret der Käufer (Personen?, Unternehmen oder Gesellschaften?,…)
  • Interessenbekundung beider Parteien zur Durchführung eines Unternehmenskauf bzw. Unternehmensverkauf
  • Zusammenfassung bisheriger Gesprächsergebnisse über den Unternehmenskauf
  • Konkretisierung der Schritte für den Unternehmenskauf
  • Zeitplan für den Unternehmenskauf, hier z.B. auch die Termine zur Due Diligence Prüfung des KÄUFERS
  • Mögliche Erteilung einer Vollmacht für den Käufer bzw. seinen Beratern für das Prüfen der Unterlagen zum Unternehmenskauf, hier auch zur Due Diligence
  • Fristen bzw. Zeiträume für Prüfungsvorgänge, Bedingungen unter denen der Unternehmenskauf weiter von beiden Parteien verfolgt wird und auch mögliche Abbruchklauseln für den Unternehmenskauf
  • Geheimhaltungsverpflichtung für den Unternehmenskauf bzgl. der erhaltenen Informationen, Rahmen für Ausnahmen, möglich auch Strafzahlungen bei Missbrauch der Unterlagen zum Unternehmenskauf
  • Vereinbarung was passiert mit den Unterlagen zum Unternehmenskauf bei Abbruch, hier insbesondere die Herausgabe- bzw. der Vernichtungsanspruch für den Verkäufer
  • WICHTIG: Klarstellung das der LOI keine Bindungswirkung auslöst, sondern nur das weitere Verfahren zum Unternehmenskauf
  • Festgelegte Gründe die zum Abbruch für die laufenden Verhandlungen zum Unternehmenskauf führen
  • Kostenübernahmen bzw. Ersatz von Auslagen, Bsp.: jeder zahlt seine Aufwendungen selber
  • Wenn gewünscht: Exklusivitätsklausel für einen bestimmten Zeitraum, damit der Unternehmenskauf nur zwischen den beiden Parteien und nicht mit anderen Käufern verhandelt wird

Wenn Sie bis hierhin gegangen sind, ist es nun spätestens Zeit, das Thema Finanzierung für den Unternehmenskauf zu erarbeiten bzw. die Ausarbeitung weiter voranzutreiben (oder zu starten).

 


Versicherungsmakler-Unternehmen: Unternehmenskauf oder Bestandskauf – Kaufpreis mit staatlichen Fördermitteln erfolgreich finanzieren

Der Bestandskauf eines Maklers oder das Unternehmen eines Maklers zu kaufen, ist ein sehr großer Unterschied. Gerade wenn man den Kaufpreis nicht zu 100% aus eigenen Mitteln bzw. aus Eigenkapital aufbringen kann bzw. will, sind Richtlinien für diese beiden sehr unterschiedlichen Vorgänge zu beachten, um eine Fördermittel-Finanzierung ökonomisch sinnvoll umzusetzen. 

 

Unternehmenskauf oder Bestandskauf – Fördermittel- und Finanzierungsprobleme erkennen

Ein Bestandskauf oder ein Kauf eines Maklerunternehmens unterscheiden sich grundsätzlich in der Finanzierbarkeit mit und ohne öffentlicher Fördermittel. Es gibt mehrere und komplett unterschiedliche Finanzierungs- bzw. Fördermittel-Lösungen für den Kaufpreis.

 

 

In einem ersten Schritt wäre deswegen zu prüfen, was gekauft werden soll: der Bestand eines Maklers (als Anlagevermögen, wenn aktiviert) oder das Maklerunternehmen (die Geschäftsanteile). Hinweis: Da die Eigentums- und Besitzverhältnisse eines Bestandes nicht mit denen eines Maklerunternehmens in der Rechtsform (z.B.) einer GmbH zu vergleichen sind, sind völlig unterschiedliche Herangehensweisen in der Kaufpreisfinanzierung zu betrachten.

 

Bestand – was ist das aus Fördermittelgesichtspunkten

Unabhängig wer die Rechte an dem Bestand bzw. wer die Ansprüche von Provisionen oder Courtagen hat, betrachten wir jetzt hier nur den „Bestand“ an sich. Aus Fördermittel-Finanzierungsgesichtspunkten können „anfassbare“ und „immaterielle“ Wertgegenstände finanziert werden. Anfassbar ist ein z.B. ein Tisch. Immateriell sind z.B. gekaufte Softwarelizenzen. Ein Bestand gehört unter bestimmten Voraussetzungen zu den „immateriellen“ Wertgegenständen eines bestehenden Unternehmens. Ein Bestand der in einer Bilanz eines Unternehmens „A“ als konkreter Wertgegenstand aufgeführt ist (also aktiviert wurde), kann grundsätzlich betrachtet, bei einem Verkauf mit einem Förderkredit finanziert werden. Damit der Bestand des Unternehmens „A“ als Wertgegenstand in einer Bilanz aufgeführt werden kann, kann er nicht selbst von dem Unternehmen „A“ geschaffen worden sein. Bedeutet: Das Unternehmen „A“ kann nur Bestände als Vermögensgegenstand in seiner Bilanz ausweisen, wenn es Bestände von einem Unternehmen „B“ in der Vergangenheit gekauft und diese dann laut Abschreibungstabelle (AfA) aktiviert hat. In der Bilanz steht dann diese Position als Vermögensgegenstand, – auch wenn man den „Bestand“ nicht anfassen kann.

 

Den selbst aufgebauten Bestand kann das Unternehmen bzw. der Makler „A“ nicht aktivieren und somit steht es nicht als Vermögensgegenstand in der Bilanz des Unternehmens „A“ und deshalb ist es auch kein „immaterieller“ Vermögensgegenstand. Dieser Zustand verhindert eine direkte Finanzierung mit oder ohne Förderkredite für den Kauf von Bestand „A“ Zwischenfazit: Der nicht aktivierte Bestand ist kein Vermögensgegenstand und kann somit nicht durch Förderkredite finanziert werden.

 

ABER: Was ist wenn der Kaufpreis aus 100% Eigenkapital gestellt werden kann

Wenn der Käufer zu 100% den Kaufpreis des Bestandes oder den Kaufpreis für ein Maklerunternehmen aus Eigenkapital gestalten kann, dann ist mit „geringen“ Aufwand im Bereich der Betrachtung der Vermögensgegenstände zu rechnen. Eine (Förder-)Bank wird ja nicht direkt benötigt. Der Käufer kann frei entscheiden, was er kaufen möchte! „Egal“ ob „anfassbar“ oder „materielle“ Vermögensgegenstände. Die Auswirkungen des Vermögensüberganges sind an anderer Stelle aber zu prüfen.

 

 

Tipp: Oftmals liegt eine Bewertung vor: Eine Bank „nur“ mit den Unterlagen einer Unternehmensbewertung oder einer Bestandsbewertung für eine Finanzierung für einen Kaufpreis zu überzeugen, führt regelmäßig in eine (Förder-)Kreditabsage. Begründung: Eine Vielzahl von (Förder-)Finanzierungsanfragen bei Banken hat aufgezeigt, dass Unternehmensbewertungen bzw. Bestandsbewertungen für kleine und mittlere Unternehmen oftmals nicht ausreichen, die Tragfähigkeit einer zukünftigen (Förder-)Kreditfinanzierung darzustellen. Die Tragfähigkeit von Zins- und Tilgungskosten für die geplante Fördermittel-Finanzierung ist mit der wichtigste Punkt, um das zu kaufende Unternehmen bzw. den Bestand nachhaltig erfolgreich weiter zu führen. Das mag grundsätzlich einleuchtend sein, ist aber aus Fördermittelgesichtspunkten immer wieder ein Grund, dass Unternehmenskäufer die gewünschte Finanzierung nicht erhalten und der Unternehmenskauf bzw. Bestandskauf scheitert!

 

 

Eigenkapital nicht vorhanden – Anforderungen an die Fremdfinanzierung bestimmt den Kaufpreis

Wenn der Engpass die Bankfinanzierung ist, dann – und das ist für solche Finanzierungsvorhaben entscheidend – ist es erstmal sinnvoll und notwendig die bisherigen Ansprüche an Kaufpreis, Zahlungskonditionen, o.ä. hinten anzustellen. Der gemeinsame Nenner ist die Umsetzung der Finanzierung für den Bestandskauf bzw. den Kauf des Maklerunternehmens. Bei der Umsetzung der Finanzierung wiederum ist dann die zukünftige und nachhaltige Tragfähigkeit der Finanzierung, für den Käufer das gesetzte Ziel. Dies wiederum aus Sicht der Bank mit den entsprechend notwendigen Sicherheiten und die Darstellung von nennenswertem Eigenkapital des Käufers. In den meisten Fällen ist sogar noch ein Verkäuferdarlehen sinnvoll im Sinne des gemeinsamen Ziels. Das Verkäuferdarlehen sollte dann als Eigenkapital ausgestaltet sein, um dem gemeinsamen Ziel zu dienen. Hinzu kommt auch noch die Notwendigkeit eines Sicherheitenkonzeptes für den Teil der Finanzierung, der aus Sicht von Banken und Förderbanken als risikohaft eingestuft werden wird.

 

Finanzierung ohne und mit Fördermitteln – ein Praxisfall

Nachfolgend gegenübergestellt sind die Absage und die Lösung für eine Kaufpreisfinanzierung für ein Maklerunternehmen

 

Wie es „vorher“ war: ohne Fördermittel – Absage zur Finanzierung

Kaufpreis 7.400.000,-€ 100%
100% Anteil 7.400.000,-€ Käufer, Fremd
Eigenkapital 525.000,-€  
Fremdkapital 6.875.000,-€ Geplant 100% von der Bank

 

Fördermittelstrukturierte Finanzierung „nachher“ – Zusage zur Finanzierung

Kaufpreis 7.400.000,-€ 100%
75% Anteil 5.500.000,-€ Käufer, Fremd
25% Anteil 1.850.000,-€ Käufer, Tochter
Eigenkapital, Fremder Käufer 525.000,-€ bar
Eigenkapital, Tochter 175.000,-€ bar
Eigenkapital aus Verkäuferdarlehen 400.000,-€ 100T€ Tochter zugeordnet. 300T€ Fremden Käufer zugeor.
Fördermittel, Kapital für Gründung, Käufer Anteil 500.000,-€ Erhöht alle Eigenmittel, keine dingliche Sicherheiten nötig
Fördermittel, Kapital für Gründung, Tochter Anteil 500.000,-€ Erhöht alle Eigenmittel, keine dinglichen Sicherheiten nötig
Fördermittel, Gründerkredit, Anteil Käufer 3.975.000,-€ Zwei Jahre tilgungsfrei,
Fördermittel, Gründerkredit, Anteil Tochter 1.325.000,-€ Zwei Jahre tilgungsfrei

 

 

Zusammenfassung der Eckdaten zum Praxisfall

 

Kaufpreis 7.400.000,-€
davon Ergebnis Eigenmittel summiert: 2.100.000,-€, aus eigenem und gefördertem

Eigenkapital

daraus „reines“ Eigenkapital:    700.000,-€
daraus Eigenmittel aus Drittmitteln und  aus Verkäuferdarlehen und Kapital für Gründung als Eigenkapital nutzbar: 1.400.000,-€,

 

Ergebnis Fremdkapital summiert: 5.300.000,-€, aus Fördermitteln
Eigenkapitalquote am Kaufpreis jetzt ca. 30%, vorher ca. 7%
Erste Rückzahlung/ Tilgung: nach 24 Monaten (wg. Fördermittel)
Bürgschaftsbetrag, insgesamt: 1.250.000,-€
Sicherheiten aus Immobilie: 1.900.000,-€
Sicherheiten aus dem Unternehmen: 2.000.000,-€, entspricht hier 2,5 Fach dem EBIT

Hinweis: Vorhandenes Eigenkapital verschafft den Fördermittel-Eigenmittel-Zugang

 

Mit dem vorhandenen Eigenkapital im Rücken konnten die Käufer Fördermittel nutzen, die das vorhandene Eigenkapital mit geförderten Eigenmitteln ergänzen. Es wurden insgesamt weitere 1.000.000,- Euro an Eigenmittel beantragt. Dieses Kapital wird wie wirtschaftliches Eigenkapital dargestellt. Mit diesem Fördermittel erhält die Förderbank keine Mitspracherechte, o.ä. Es muss wie Fremdkapital zurückgezahlt werden (ab dem 8.Jahr der Laufzeit), ist aber aufgrund der Förderrichtlinie mit eigenkapitalähnlichen Merkmalen ausgestattet. Die Förderbank erhält somit kein Stimmrecht, sondern vergibt das Kapital für eine bestimmte Laufzeit zu einem festgelegten Zinssatz. Dieses Geld ist nachrangig.

 

Fazit

 

Oftmals ist die Finanzierung des Kaufpreises für das Maklerunternehmen oder den Maklerbestand eine sehr große Hürde, die mit Bravour genommen werden kann, wenn man die richtigen Fördermittel-Wege kennt. Grundsätzlich gilt beim Unternehmenskauf: Der Kaufpreis muss wirtschaftlich umsetzbar sein.


6 wichtige Punkte, die Sie als Käufer zum Unternehmenskauf wissen sollten!

Der Unternehmenskauf bzw. Ihr Unternehmenskauf ist wahrscheinlich eine sehr große „Sache“ für Sie. Das kann ich nachvollziehen und eigentlich alle Menschen die ein Unternehmen kaufen wollen, machen das zum ersten Mal. Der Unternehmenskauf kann für den Einen eine Gründung bedeuten, weil der Käufer vorher in einem Unternehmen angestellt war und für den anderen ist es eine Expansion, weil der Unternehmenskauf ein strategischer Zukauf ist. Es gibt weitere Situationen zum Thema Unternehmenskauf, und deshalb habe ich nachfolgend die wohl wichtigsten 6 Punkte erläutert, die Sie als Käufer eines Unternehmens wissen sollten:

Punkt 1: Unternehmenskauf durch Dritte – sonst geht es nicht?

Die Informationen zur Menge von Unternehmen die jährlich zum Verkauf stehen, werden in verschiedenen Studien unterschiedlich aufgearbeitet. Ich habe Ihnen deshalb die konservativsten Daten mitgebracht. Sie haben damit eine sichere Datenlage. Es ist zu erkennen, dass die Menge zu kaufender Unternehmen sehr groß ist und aufgrund der demographischen Veränderungen für die nächste Zukunft weiter wächst.

         Ca. 25.000 Unternehmen jährlich stehen vor der Nachfolgefrage

         Gründe warum keine interne Unternehmensnachfolge:

          Kinder o.ä. nicht interessiert

          Kinder o.ä. nicht geeignet

          Kinder o.ä. zu jung

          Keine Kinder

          Mitarbeiter nicht geeignet (z.B.: sind auch älter geworden)

          Mitarbeiter nicht interessiert (Risikoscheu?)

          Finanzielle Mittel fehlen

         „Nur“ jedes Dritte Unternehmen bleibt im Familienbesitz!

         Gesucht sind deshalb „externe Käufer“!

         oder Liquidation des Unternehmens ist die Folge

 

Punkt 2: Ausgangslage Käufer-Verkäufer – Scheitern vermeiden

Gründe warum viele Kaufvorgänge scheitern, ist die fehlende Konzentration der Beantwortung auf die drängendsten Fragen von Käufer und Verkäufer, die vor der Kaufpreisverhandlung und somit vor der Finanzierung mit und ohne Fördermittel gemeinsam zu erstellen sind.

Folgende Fragen können helfen, um zu klären, um was es eigentlich im Kauf geht:

 

         Was soll/ wird eigentlich verkauft?

          immateriell und materiell, Grundstück, Kunden, Netzwerke, Waren

         Kauftiefe? – Geschäftsanteile, Teilbereiche oder 100% (Asset oder Share)

         Wie soll der Kaufpreis „fließen“?

          100% jetzt, dauernde Last oder in Raten, oder sogar Earn out?

         Lastenfreier Verkauf?

          Mit oder ohne Schulden?

         Wer soll/ darf der Käufer sein?

          PE, VC, Privat, …

         Eigenkapital des Käufers und Lösung der Kaufpreisfinanzierung

         Steuerliche Betrachtung Verkäufer und Käufer

 

Punkt 3: Umfrage zum Unternehmenskauf

Meine Aussagen über das Scheitern von Kaufverhandlungen und damit das Scheitern von Unternehmenskäufen basieren aus praktischer Erfahrung. Um diese Erfahrungswerte mit wissenschaftlichen Daten zu unterlegen, füge ich hier eine Statistik des DIHK an. Diese wurde unter Verkäufern und Käufern von Unternehmen durchgeführt und gibt zusätzliche Erkenntnis für Sie als zukünftiger Käufer eines Unternehmens:

Die Umfrage zeigt die TOP 4 Probleme des Verkäufers und die TOP 4 Probleme des Käufers, die zum Scheitern und Abbruch des Kaufvorganges geführt haben.

Abbildung: Faktoren, die der Verkäufer zu verantworten hat und die zum Scheitern geführt haben

 

Abbildung: Faktoren, die der Käufer zu verantworten hat und die zum Scheitern geführt haben

 

 

Abbildung: Wenn Faktoren nicht professionell bearbeitet werden, kommt es zu Problemen!

 

 

Punkt 4: Zukunft der Finanzierung

Für Käufer von Unternehmen, die einen Teil oder auch den gesamtem Kaufpreis mit Banken, Förderkrediten, etc. finanzieren wollen (müssen), kommt es oft zu erheblichen Hürden bei der Kreditantragstellung. Dies liegt auch daran, dass wiederum an die Banken erhebliche Anforderungen seitens der Gesetzgeber gestellt werden. Egal ob „Heute“ oder „Morgen“ (Zukunft): die Finanzierungsprobleme nehmen deutlich zu.

Die wichtigsten Anforderungen liegen in folgenden Parametern:

 

·         Anforderungen an Banken und Kunden aus „Basel 2“

·         Anforderungen an Banken und somit Kunden aus „Basel 3“

·         Eigenkapitalanforderungen an die Banken

·         Eigenkapitalanforderungen an die Käufer

·         berücksichtigter Investitionsstau im (Ziel-)Unternehmen

·         Finanzierungsanträge, die NICHT unter Zeitdruck stehen

 

Im Ergebnis ergibt sich bei NICHTBEACHTUNG immer ein Kernproblem:

 

 

 

Punkt 5: Kaufpreis mit Fördermitteln finanzieren

Es ergeben sich viele – nicht sofort greifbare Vorteile – wenn Sie den Vorgang eines Unternehmenskaufs auf die richtige Art und Weise und in der richtigen Reihenfolge umsetzen.

 

Die nachfolgende Abbildung verdeutlicht, dass Fördermittel – die sie für einen Unternehmenskauf einsetzen - Ihnen zusätzliche „Freiheiten“ ermöglichen!

 

 

 

Für sie als Käufer eines Unternehmens, der den Kaufpreis mit den richtigen Fördermittel- bzw. Finanzierungsinstrumenten finanziert, ergeben sich faktisch folgende Vorteile:

 

·         Sie können mehr bzw. höhere Sicherheiten für die geplante Finanzierung bzw. das Vorhaben stellen, weil Sie Bürgschaftsbanken nutzen

·         Die Haftungsfreistellungen seitens der Förderbank für Ihre finanzierende Bank (wenn Kredit ein Fördermittel ist) reduziert das Risiko der Bank

·         Förderkredite sind günstige Darlehen/ Kredite, weil diese Zinsvorteile bieten

·         Sie erhalten u.a. durch MBG´en Zugang, um Eigenkapital zu schaffen oder zu schützen

·         Mit Zuschüssen haben Sie die Möglichkeit den AfA Aufwand zu reduzieren (Bilanzentlastung)

·         Sie können mehr Liquidität im Unternehmen halten (Stichwort: Tilgungsfreiheit)

·         Sie schaffen bei richtiger Umsetzung die Grundlage um Wettbewerbsvorteile nutzbar zu machen

·         Eigenkapitalverstärkende Mittel zielen auf Ihre Bonitätsverbesserung, und damit auf ein besseres Rating/ Basel 2 und Basel 3

·         Sie können „geschenktes“ Geld vom Staat bzw. Zuschüsse nutzen

·         Sie erhalten mehr Kapital z.B. für Positionierung in neuen Märkten, für Innovationen, etc.

·        

 

Punkt 6: Motive des Verkäufers kennen

Wenn Sie ein Unternehmen kaufen wollen, ist es sehr sinnvoll zu wissen, warum ein Unternehmen eigentlich verkauft wird! Was ist der Grund das (meist) der Unternehmer „sein“ Lebenswerk in andere bzw. Ihre Hände geben will und Sie ihm den Kaufpreis bezahlen. Wenn Sie den Verkäufer fragen, erhalten Sie wahrscheinlich antworten, die plausibel klingen – aber ist es wirklich so?

Beispielhaft kann ich aus der Praxis folgendes als „Verkaufsgrund“ berichten, was dann wieder Einfluss auf den Kaufpreis hatte!

·         Der Verkäufer möchte nochmal etwas ganz neues machen und sich beruflich neu orientieren. Bei detaillierter Prüfung der Geschäftsunterlagen ergab es sich dann, dass das Unternehmen bereits in der Liquiditätskrise war. Das Unternehmen hatte also unter den aktuellen Gegebenheiten keine Zukunft, aber der Verkäufer wollte nicht als „Verlierer“ dastehen und gab deswegen an: Ich will mich beruflich neu orientieren. Der Verkäufer wollte sich nicht eingestehen, dass er Fehler gemacht hatte und blendete die Liquiditätsprobleme vollständig aus, bzw. spielte dieser herunter. Es wurde dann zwar eine Lösung gefunden, aber dies erst nach vielen Verhandlungen, die wiederum viel Zeit verbraucht haben. Das hätte man auch in kürzerer Zeit haben können. Schwachstellen wollte der Verkäufer sich nicht eingestehen und das vertrauensvolle miteinander war zu großen Teilen zerstört. Der Kaufpreis war sehr schwierig und zäh und es herrschte viel Misstrauen gegenüber dem Verkäufer. Besser wäre es gewesen, der Verkäufer hätte gleich mich offenen Karten gespielt.

·         Der Verkäufer möchte aus Altersgründen verkaufen, ist ein Grund, der von Ihnen relativ einfach „überprüft“ werden kann. Aber trotzdem sollten Sie als Käufer eines Unternehmens hinterfragen: Warum übernimmt Ihr Sohn bzw. Ihre Tochter das Unternehmen nicht. Das ist also die Frage hinter der eigentlichen Frage. Die Gründe könnten Ihre Entscheidung zum Unternehmenskauf beeinflussen. Deswegen fragen Sie hier besonders nach. Ist es die Größe des Unternehmens. Vielleicht zu klein, zu wenig Mitarbeiter? Zu wenig Potential für die Zukunft? Alles wurde persönlich vom Verkäufer (dem Unternehmer) geregelt und ein Unternehmenskäufer könnte es sehr schwer haben, als „Nachfolger“ anerkannt zu werden?

·         Der Verkäufer möchte aus gesundheitlichen Gründen bzw. Krankheit verkaufen. Nicht immer einfach zu hinterfragen, aber auch das sollten Sie machen, um zu erfahren, ob die Arbeitsbelastung im Unternehmen ein Grund des Verkaufs sein könnte. Ist vielleicht die Arbeitsbelastung hoch, weil Ablaufprozesse schlecht aufgestellt sind, oder die Produktqualität schlecht und die Beschwerden „schlagen“ dem Verkäufer auf den Magen. Vielleicht liegt es an dem Führungsstil bzw. dem oft nicht vorhandenem klarem und verbindlichem Kommunizieren im den zu kaufenden Unternehmen und das „nervt“ den Verkäufer und jetzt hat er entschieden, dass es zu stark auf seine Gesundheit „geht“. Vordergründig ist es der Verkauf aus gesundheitlichen Gründen, aber hintergründig?

 

Die Motive bzw. der Grund ein Unternehmen zu verkaufen können vielschichtig sein. Diese können für Sie als Käufer Kaufpreisentscheidend sein oder sogar zum Abbruch der Kaufverhandlungen führen.

 

 

 

Sie haben nun wichtige 6 Punkte zum Thema Unternehmenskauf, die sie für Ihr Vorhaben des Unternehmenskauf „mitnehmen“ können.