Liquidität – Treibstoff des Wachstums für Unternehmen

Wie Sie als Unternehmer immer genug Liquidität haben

 

Der Begriff „Liquidität“ beschreibt die Fähigkeit Ihres Unternehmens, jederzeit, fristgerecht und vollständig die aktuellen und zukünftig fälligen Rechnungen bezahlen zu können.

 

Einfluss auf Ihre Liquidität haben verschiedene Einflussfaktoren. Sie als Geschäftsführer oder Unternehmer sind in der Pflicht und Verantwortung die Einflussfaktoren zu bedenken und umfassend zu agieren. Hier ist immer weiter zu denken, als eigentlich üblich. Aber es dient Ihrer Unternehmenssicherung!

 

Ohne Investitionen bzw. ohne Liquidität ist:

  • keine Anpassung an den Markt und die Wettbewerber möglich. Sonst ist
  • ein Rückschritt bzw. ein Stillstand des Unternehmens vorprogrammiert.
  • Der Marktanteilsverlust und Kundenverlust tritt ein.
  • Es folgt der Gewinnverlust und
  • der Kostendruck schlägt in einem Unternehmen nachhaltig durch.
  • Die Mitarbeiter erfahren am eigenen „Leib“ die Nachlässigkeiten der Unternehmensführung und es kommt zu Kündigungen der besten Mitarbeiter und Führungskräfte.
  • Imageverlust des Unternehmens tut jetzt ein Übriges. Bei Inhabergeführten Unternehmen „trifft“ es den Unternehmer meist persönlich und
  • die Lebensqualität des Unternehmers reduziert sich erheblich was dann
  • die Sinnfrage aufleben lässt und noch mehr Energie des Unternehmers verzehrt.
  • Ausfallwahrscheinlichkeit und Marktaustritt wäre die Folge!

Auch die immer wieder zu erkennenden unsicheren Rahmenbedingungen sind bei der Liquiditätsplanung weitestgehend zu „berücksichtigen“.

 

 

In der Praxis und im Gespräch mit Unternehmern höre ich immer wieder die Frage „Wie soll ich das den planen?“, „Das weiß ich doch heute noch nicht!“.

 

 

Und gerade das ist eine suboptimale Einstellung. Genau aus dieser Einstellung sind Banken zögerlich, oder Investoren, oder Förderbanken, etc. Wenn Sie als Unternehmer nicht umfassend planen, wie Ihre Liquidität ist und wird oder werden soll UND dazu auch die Maßnahmen festlegen, dann kann es passieren, dass Sie überrascht werden. Dann zahlen Ihre Kunden später, die Bank gibt keine Überbrückung und andere Liquidität steht Ihnen nicht zur Verfügung.

 

Meine Frage an Sie: Was ist leichter: Sich „jetzt“ hinsetzen und planen und Maßnahmen einleiten und umsetzen, sodass immer genug Liquidität vorhanden ist? Oder später sagen: „Wenn ich das gewusst hätte…“. Wir wissen alle nicht was morgen ist – aber wir müssen uns als Unternehmen soweit wie möglich dazu Gedanken machen. Dann müssen wir Maßnahmen einleiten, um das Unternehmen immer mit Liquidität versorgen zu können.

Maßnahmen zur Liquiditätsverbessrung habe ich im weiteren Verlauf dargestellt. Setzen Sie diese um!

Um Sie aber nicht zu entmutigen, kann ich ihnen aus Erfahrung sagen: Finanz- und Wirtschaftskrisen haben Auswirkungen auf alle Unternehmen. Umso wichtiger ist für Sie als Unternehmer, dass sie wissen, wo sie stehen. Deswegen müssen Sie Ihre Liquiditätsplanung vorhalten. Nur dann können sie verlässlich Entscheidungen treffen und Wachstumschancen ergreifen. Alle Unternehmenszahlen zusammen, sollten Ihnen eine Grundlage bieten, optimale Entscheidungen treffen zu können.

 

Sie haben damit ein Werkzeug, um frühzeitig Liquiditätsengpasse zu erkennen und frühzeitig (Monate vorher) Maßnahmen einzuleiten!

 

Wenn Sie überrascht werden von der Liquiditätsenge, dann ist das für Banken und Förderstellen eigentlich immer ein Grund, eher ablehnend zu reagieren. Wer sich überraschen lässt, ist auch immer ein Kandidat für Zahlungsstörungen bei Krediten…!

 

Erstellen Sie bitte Ihr Liquiditäts- und Controlling System. In Excel geht das schnell und einfach. Es muss nicht schön aussehen.

 

Aber es muss alle Daten enthalten! Sie bekommen Transparenz und Übersicht über Ihre Unternehmensfinanzen.

 

Diese Planung hilft dabei, Umsätze, Kosten, Ergebnis, Cashflow und den Liquiditätsplan zu erstellen. Sie merken sehr schnell, wo eine mögliche Schieflage besteht.

 

Wenn Sie Ihre Planung bzw. Liquiditätsplanung erstellt haben, können Sie den IST-Zustand und den SOLL- Zustand und damit die notwendigen Maßnahmen „erkennen“.

 

Ihre Handlungen sind dann weiter als bisher auf Ihre Zukunftsplanung abgestellt. Damit werden Ihre wirtschaftliche und auch Ihre Vermögenslage auf stabilere „Füße“ gestellt.

 

Der Vorteil für Sie: Sie können Ihren Geldgebern folgende Fragen mit werthaltigen Antworten liefern

  • Wo steht Ihr Unternehmen heute?
  • Wie werden sich die nächsten Monate entwickeln?
  • Wo drückt dem (Ihrem) Unternehmen zur Zeit der Schuh am meisten?
  • Wo liegen die Kosten-Einsparungs-Potenziale?
  • Welche Sofortmaßnahmen sind notwendig und möglich?
  • Welche Ressourcen liegen brach, und wie können sie sie schnell nutzen?

Mit diesen Zahlen und Aussagen schaffen Sie Transparenz und sind auf Augenhöhe mit Banken etc. Übersichtlich schriftlich und von Ihnen erläutert.

 

Ich nenne das Deutungshoheit schaffen und das „Heft“ in die Hand nehmen!

 

Maßnahmen zur Liquiditätsverbesserung

Liquidität beeinflusst direkt die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens. Je weniger Liquidität im Unternehmen vorliegt, desto höher ist die Zahlungsunfähigkeit und je höher ist die Ausfallwahrscheinlichkeit des Unternehmens.

Grundsätzlich einfach, aber trotzdem zu beachten:

 

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Betriebsergebnis immer höher ist als Ihre Entnahmen/ Ausschüttungen, denn nur dann können Sie Eigenkapital bilden und bauen ein Liquiditätspuffer auf. Wenn aber Ihre Entnahmen/ Ausschüttungen höher sind als Ihr Betriebsergebnis, dann „verleben“ Sie das Kapital von anderen und haben kein Liquiditätspuffer. Dann haben Sie „nichts“ für die sogenannten schlechten Zeiten (die auch saisonal bedingt sein können) und Ihre Zukunftswahrscheinlichkeit bzw. die Ihres Unternehmens sinkt. Einher geht damit auch der Anstieg der 1-Jahres-Ausfallwahrscheinlichkeit und damit steigt das Risiko, dass das Unternehmen „untergeht“, weil die fehlende Liquidität eine Zahlungsunfähigkeit verursacht!

 

Bitte beachten: Gerade weil es auch Entwicklungen gibt, die nicht beeinflusst werden können, z. B. die plötzliche Insolvenz von Kunden oder Preissteigerungen und somit höhere Kosten bei Materialien oder Energien, sollten Sie sich ein Finanzpolster aufbauen, um Zahlungsausfälle oder eine Auftragsflaute schadlos überstehen zu können.

Merke: Unternehmen verbessern ihre Liquidität und schützen sich vor Zahlungsunfähigkeit, indem zum Beispiel folgende Maßnahmen dauerhaft durchgeführt werden:

 

Dauerhafte Maßnahmen zur Liquiditätsverbesserung

Zahlungsziele bei Kunden so kurz wie möglich halten. Jeder Tag an dem eine Rechnung nicht vom Kunden bezahlt ist, gibt das Unternehmen Kredit an den Kunden. Jeder Tag Kredit bedeutet das dem Unternehmen Liquidität auf dem Konto fehlt. Fehlende Liquidität erhöht die eigene Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens. Fehlende oder unzureichende Liquidität beeinflusst sehr wesentlich die Bonität und damit die Ausfallwahrscheinlichkeit von Krediten die das Unternehmen selbst nutzt (für Waren- oder Materialvorfinanzierungen, für Personalkostenvorlauf, o.ä.)

Bei hohen Forderungsbeständen: Verkauf der Forderungen (Factoring) an ein Spezialunternehmen (Factor), weitere Infos unter www.factoring.de

 

Verkauf nicht mehr benötigtem Vermögens

Kontomanagement: Nicht Management by Kontostand. Somit nicht bei viel Geld auf dem Konto (weil Kunden alle bezahlt haben) viel ausgeben oder Privatentnahmen erhöhen. Hier bedarf es der schon mehrmals angesprochenen „täglichen“ Liquiditätsplanung und Steuerung.

 

Stille Reserven identifizieren und überlegen, wie diese „gehoben“ werden können (Steuerberater ansprechen)

Grundsätzliche Kostensenkungsmaßnahmen einführen und überwachen

Fördermittel nutzen die das vorhandene Eigenkapital ergänzen und somit die Aussagen zu den wirtschaftlichen Verhältnissen verbessern

 

Prüfen ob mit Fördermitteln umgeschuldet werden kann, und dabei gleichzeitig die Liquidität anheben

Noch mehr Details zum Thema Liquidität erhalten Sie in unserem Insider-Report zum Thema

 

.. oder:

 

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