Unternehmenswert erhöhen – Was sind Stellschrauben für Wert und Wertschöpfung?

Die Wertschöpfung stellt – sehr vereinfacht - eine Wertgröße dar, um die Differenz zu beschreiben, was ein Unternehmen mehr „heraus bekommt“, als das es vorher „reingesteckt“ hat!  Es ist eine dynamische, also veränderbare Größe. Diese „Stellschraube“ kann man im Unternehmen durch spezifische Maßnahmen positiv und negativ beeinflussen. Nötig dazu sind Veränderungsprozesse, sogenannte Transformationsprozesse. Oftmals liest man auch vom „Lean Management“.

 

Der Begriff Lean Management kann übersetzt werden als „Schlankes Management“. Es ist ein umfassender dauerhafter und dynamischer Prozess. Dieser greift in alle Denkprinzipien der Geschäftsführung, in alle Teilprozesse der Leistungserbringung, in alle Teilprozesse des Verkaufs und somit in alle Vorgehensweise des Unternehmens ein, wenn die Wertschöpfungskette effektiver und effizienter gestaltet werden soll.

Eine verbesserte Wertschöpfungskette wirkt sich auf den Wert eines Unternehmens aus. Um den Wert eines Unternehmens zu steigern, müssen in den verschiedenen Bereichen eigentlich „nur“ Transformationsprozesse eingeleitet werden. Wenn ein Unternehmen aber die Wertschöpfung nicht verbessert und das Optimierungspotenzial nicht „hebt“, dann kommt es zu einer negativen Wertschöpfung und damit zu einer Vernichtung des Unternehmenswertes. Für die meisten Unternehmen ist dies substanzgefährdend und führt in den Unternehmensuntergang.

 

Quickinfo: Allgemein kann man sagen: Wertschöpfung=Gesamtleistung minus Vorleistung. Dabei kann man die Wertschöpfung in den meisten Betrachtungen als Gewinn ausweisen.

 

Vorleistungen entstehen dabei z.B. für den eigentlichen Verkauf von Dienstleistungen und auch um ein Produkt im Geschäft zu verkaufen. Vorleistungen sind z.B. Einkaufskosten, Einkauf der Energie (Strom, Wärme, Gas), Kosten für Gebäude (egal ob Miete oder Eigentum), Finanzierungskosten, Lagerkosten, Personalkosten, Werbekosten, Servicekosten, usw.

 

Die einzelnen Positionen der Vorleistung kann man als Stufen in einer Reihenfolge darstellen. Aneinandergereiht stellt es die Wertschöpfungskette dar. An jedem Punkt der Kette kann man Wertschöpfungspotentiale analysieren. Mit den richtigen Maßnahmen kann man dann Einzelpotentiale heben und insgesamt die Wertschöpfungskette besser ausnutzen.

 

Die Gesamtleistung ist in diesem Beispiel, - die Vorleistung plus Marge (Marge = Aufschlag auf die Kosten bzw. Aufschlag auf die Vorleistung). Wenn ein Unternehmen nun „einfach“ die Marge erhöht (quasi den Verkaufspreis erhöht) steigt die Wertschöpfung. Dabei ist zu beachten, dass eine unendliche Erhöhung des Aufschlages zum sogenannten Verkaufsabriss führt, da der Abnehmer (Käufer, Kunde), nicht jeden Verkaufspreis „mitgehen“ wird. Ein anderer Faktor ist der Wettbewerb. Wenn dieser das Gleiche bzw. ähnliche Produkt/Dienstleistung anbietet, wird ein Abnehmer/Kunde/ Käufer sehr wahrscheinlich bei dem Unternehmen kaufen, welches das Gleiche Produkt bzw. die gleiche Dienstleistung zum geringeren Preis anbietet.

 

Ein Unternehmen kann die Wertschöpfung aber nicht nur erhöhen, indem es die Verkaufspreise erhöht.  Vielmehr macht es wirtschaftlich Sinn, die einzelnen Prozesse der Vorleistung zu analysieren und dann einen Veränderungsprozess einzuleiten, um dann z.B. weniger Zeit an einem bestimmten Teilprozess zu investieren. Als Beispiel (ob nun gut oder schlecht) sind die Tankstellen. Früher hat der Tankwart die Autos der Kunden betankt. Heute machen wir das fast alle selber. In der Wertschöpfungskette wurde also der Teilprozess „tanken“ verändert/ transformiert. Die Kosten wurden somit reduziert (Personalkosten wurden gesenkt) und die Wertschöpfung bei dem Anbieter (Unternehmen) ist gestiegen.

 

Ein anderes Beispiel gibt es im Bereich Fitness/ Gesundheit: Bei einigen Anbietern wurde u.a. die Menge und Qualität, etc. des betreuenden Personals durchschnittlich soweit reduziert (Kosten wurden eingespart), dass die Wertschöpfung (in diesem Fall direkte Wirkung auf den Unternehmensgewinn) wesentlich erhöht werden konnte. Das Ziel war/ ist es aber nicht, an diesem Punkt alleine die Wertschöpfung zu erhöhen, sondern das Ziel ist/ war einen wesentlich geringeren Preis für den Kunden (Abnehmer) möglich zu machen. Ein Teil der verbesserten Wertschöpfung wurde somit zur Reduzierung des Endpreises für den Kunden „reinvestiert“. Am „Ende“ des verbesserten Wertschöpfungsprozesses kann der Kunde eine Leistung „billiger“ kaufen und das Unternehmen hat zusätzlich eine erhöhte Ausnutzung der Wertschöpfungskette, da es nicht alle eingesparten Kosten an den Kunden „gegeben“ hat.

 

Quickinfo: Mit dem Ziel eine höhere Effektivität zu erreichen (die richtigen Dinge tun) und eine bessere Effizienz zu erlangen (die Dinge richtig tun), in Verbindung mit den entsprechenden Maßnahmen ist ein Unternehmen in der Lage, die Wertschöpfungskette besser für sich auszunutzen und somit auch den Wert des Unternehmens zu erhöhen.

 

Auf den Punkt gebracht: Wertschöpfung muss verbessert werden, wenn Wertschöpfung verbessert werden kann. Das sichert den Fortbestand des Unternehmens, steigert den Wert des Unternehmens und schafft somit einen erhöhten Unternehmenskaufpreis (wenn das Unternehmen verkauft werden soll)!

 

Es ist also unumgänglich die Wertschöpfung soweit wie möglich zu optimieren, um damit  bei sonst gleichen Faktoren, eine bessere Produktivität und Wertkette aufzubauen als der Mitbewerber!

 

Aber: Kunden wollen nicht darunter leiden!

Was unter allen Umständen aber Beachtung werden muss: Die Kunden müssen vom Unternehmen die bisherige Qualität und Leistung weiter uneingeschränkt beziehen können (Außer Sie schließen einen Geschäftsbereich, weil dieser aus strategischen (wertschöpfenden) Gründen geschlossen werden soll/ muss.)

Sehen wir uns nun eine beispielhafte Übersicht der Kostenbereiche an:

Grundsätzlich kann man in vielen Bereichen Wertschöpfungspotentiale prüfen. Als erstes sollte ein Ablaufprozess (wo sind welche Wertschöpfungsfaktoren?) analysiert werden. Dann kommen die Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Wertschöpfung und dann die Umsetzung zur Verbesserung der Wertschöpfung. Dies kann in allen folgenden Bereichen im Unternehmen durchgeführt werden:

•           Brief und Paketdienste, Kuriere , die das Unternehmen nutzt

•           Transport und Logistik, die für den Produktabsatz des Unternehmen nötig sind

•           Software, IT/ EDV im Unternehmen

•           Gebäudemanagement des Unternehmens

•           Werbe- und Druckunterlagen, Marketing, die das Unternehmen in Auftrag gibt

•           Energieversorgung für das Unternehmen

•           Reisekosten der Mitarbeiter

•           Verpackungsbereiche

•           Mitarbeiter, Zeitarbeit und freie Mitarbeiter, - Struktur, Aufteilung, Kosten

•           Fuhrpark bzw. KFZ´s des Unternehmens

•           Müll bzw. Abfallentsorgung

•           Kopierer und sonstige Druckmöglichkeiten im Unternehmen

•           Telekommunikationspositionen

•           Unternehmensversicherungen

•           Verwaltung, Inkasso und Beratung/ Dienstleister, die das Unternehmen beauftragt

•           Unternehmensfinanzen des Betriebes

 

In den vorgenannten Bereichen lassen sich eine Vielzahl von unterschiedlichen Wertschöpfungspotentialen analysieren, bestimmen und umsetzen. Nachfolgend sind deshalb Auszüge aus den Möglichkeiten dargestellt, die sich auf einen Fitnessbetrieb mit einer Fläche von ca. 900qm ausrichtet:

 

Verwaltung, Inkasso und Beratung/ Dienstleister

Nutzen Sie ein Factoring - Unternehmen, um den Aufwand bei den Rechnungen/ Lastschriften ihrer Kunden zu reduzieren? Welche Konditionen sind vereinbart? Ist der Inkassobereich bis zum Gerichtsverfahren kostenoptimiert oder sogar pauschalisiert, sodass es sich immer lohnt eine offene Forderung einzutreiben? Oftmals sind sonst diese Kostenpositionen auf Dauer erheblich und drücken auf Ihre Liquidität. Andere Positionen sind z.B. der Steuerberater und die Bilanzkosten: Was ist wirklich notwendig (Achten Sie auf die Umsatzgrenzen: Oftmals reicht eine G&V statt einer Bilanz). Hier kann man schnell mal 600 bis 1.000,- Euro im Jahr sparen und somit einen ersten Wertschöpfungsfaktor heben.

 

Werbe- und Druckunterlagen, Marketing

Ist die Druckerei um die Ecke vielleicht ganz preiswert und könnte Ihr Kooperationspartner werden? – oder ist es sinnvoll ein Marketing und Werbeunternehmen einzusetzen. Können Sie eine Art Tauschgeschäft (Bartergeschäft) mit der Druckerei vereinbaren. Das senkt auf jeden Fall die Kosten, den beide Unternehmen (Ihres und die Druckerei) können fast zu Einkaufspreisen tauschen und sich so das Wesentliche zur Verfügung stellen: Druckware gegen Mitgliedschaft (o.ä.).

Bei den Drucksachen die im Unternehmen Verwendung finden, wie z.B.: Formulare, Geschäftsdrucksachen, Prospekte, Vordrucke etc. gibt es im Internet oftmals für die gleiche Leistungen einen günstigeren Preis (bei gleichem Aufwand!). Bei diesem Bereich kann man immer fast immer Wertschöpfungspotential verbessern.

ABER: ist es sinnvoll hier zu sparen? Wer nicht wirbt, spart zwar Geld, aber er bekommt auch nur schwer neue Kunden. Das Ergebnis wird sein, dass der „falsche“ „SPARER“ auf Dauer sein Unternehmen kaputt spart. Überprüfung von Preis und Leistung mit dem Angebots-Mitbewerber ist in Abständen wichtig und richtig. In der heutigen Zeit, wo die Mehrheit der Bevölkerung auf „Billig und Discount“ konditioniert ist, können sich die Unternehmer nicht leisten, die Wertschöpfung nicht umfassend zu verbessern.

 

Telekommunikation

Ein großer Posten kann auch die Telekommunikation sein. Hier finden sich sinnvolle Anbieter die die Gesprächsgebühren, Mobilfunk, Standleitungen, Telekommunikationsanlagen etc. preisgünstig und qualitativ hochwertig anbieten. Jeder kann sich jeder seinen Anbieter selber suchen und somit die Wertschöpfung erheblich verbessern.

Der Wechsel des Telekommunikationsanbieters rentiert sich auch bei kleineren Betrieben. Bei einem monatlichen Telefonumsatz von 50 Euro = 600 Euro im Jahr, bedeutet eine Kostenreduzierung in Höhe von z.B. 50% eine Ersparnis von 300,. bis 600,- Euro jedes Jahr! Im Ergebnis hat das Unternehmen eine Wertschöpfung an diesem Punkt von 300,- Euro verursacht. Mehrere solcher Positionen zusammengefasst, steigern im Ergebnis den Unternehmensgewinn und damit den Unternehmenswert.

 

Müll bzw. Abfall und was dazugehört

Wer sich stolzer Besitzer einer eigenen Immobilie nennen darf, dem wird schon aufgefallen sein, dass sein Gebäude durch manche Kostenpositionen seinen wirtschaftlichen Betrieb torpediert. Die Positionen Abfall, Aktenvernichtung, Papierentsorgung, Restmüll, Sondermüll, u. v. m. stehen bei vielen Unternehmern nicht im Beachtungsfokus, doch immer wenn die Jahressumme zusammengerechnet wird, kann man sich die Frage stellen: Wofür zahle ich soviel Geld? Hier leistet eine Verbesserung der Wertschöpfung meist auch einen positiven Beitrag zum Umweltschutz. Denn weniger Abfall bedeutet auch weniger Umweltbelastung!

 

Gebäudemanagement

Wertschöpfungspotentiale sind unter anderem: die Kosten der Bewachung, Alarmanlagen (Aufschaltung, Wartung, Service), Empfangs- und Schließdienst, Objektbewachung, manchmal auch Revier- und Streifendienst gehören zur Prüfung, denn diese sammeln sich oft über das Jahr zu einem Kosten-Überraschungspaket, das durch sinnvolle Umstellung erheblich gesenkt werden kann.

 

Unternehmensversicherungen

Nicht nur KFZ Versicherungen, sondern auch die Gebäudeversicherungen beeinflussen die Wertschöpfung im Unternehmen. In den verschiedenen Lebenssituationen und Unternehmensentwicklungen müssen sie sich klar machen, dass dieser Kostenblock immer auf dem Prüfstand stehen muss. Nutzen Sie die Angebote erfahrener Dienstleister, die Ihnen die Risiken und Potentiale der richtigen Summen in der Versicherung darstellen. Bei der Überzahl an Versicherungsanbietern sollten sie immer mehrere Angebote einholen und dann mit den Anbietern besprechen – dabei können Sie die Arbeitsweise Ihres Versicherers kennen lernen und dann Ihre kostenbewusste Entscheidung treffen und wirken damit direkt auch auf Ihren Unternehmenswert!

  

Energieversorgung – Strom, Gas, Wärme

Eine einfache Möglichkeit zur Verbesserung der Wertschöpfung ist der Wechsel des Energielieferanten. Dieser Teil der Wertschöpfungskette hat zudem keinerlei Auswirkungen auf die Qualität der angebotenen Dienstleistung. Jeder Unternehmer hat das Recht, sich seinen Energielieferanten selbst auszuwählen. Einsparungen bei den Stromkosten lassen sich durch einen Wechsel zu einem günstigeren Stromanbieter verursachen. Vor einem Wechsel zu einem anderen Anbieter sollten die eigenen Stromlieferungsverträge analysiert und mit den Preisen der Mitbewerber verglichen werden.

Mitarbeiter, Zeitarbeit und freie Mitarbeiter

Das oftmals größte Einsparpotenzial bietet erfahrungsgemäß die Veränderung der Personalstruktur und der Abläufe. Bevor Änderungen in der Personalstruktur vorgenommen werden, sollte eine sorgfältige Analyse des Unternehmens durchgeführt werden, damit die Dienstleistungsqualität nicht durch falsche Personaländerungen negativ beeinträchtigt wird. Als erstes sollte die Auslastung des Betriebes überprüft werden. Dabei ist zu ermitteln, was wann von wem wie gemacht wird. Danach sollte der Arbeitsaufwand der Mitarbeiter bzw. des Personals einer näheren Betrachtung unterzogen werden. In diesem Zusammenhang wäre zu prüfen, inwieweit die Mitarbeiter einen Ablauf des Arbeitsprozessen folgen und ob dieser Ablaufprozess im Unternehmen sinnvoll ist. So lassen sich Zeitreserven für Tätigkeiten offen legen, die an anderer Stelle werterhöhend genutzt werden können. Dieser Bereich der Wertschöpfung wirkt sich oftmals sofort, aber auch nachhaltig auf das Unternehmen aus. Positiv wie negativ!

 

Wertschöpfung verbessern – Beispiel: Finanzierungskosten senken

In diesem Abschnitt wollen wir uns im Detail auf die Position „Finanzen“ einlassen. Oftmals als schwierig empfunden – ist dieses Thema in den meisten Fällen jedoch sehr vielversprechend: die Analyse der Kosten, die die Finanzierungsstruktur des Unternehmens verursacht. Ein oft wesentlicher Anteil an der Wirkung auf den Unternehmenswert und auf die einzelnen Bereiche der Wertschöpfung im Unternehmen!

Zum Beispiel: Bankkredite und die Zinszahlungen (es gibt z.B. noch die Unterbereiche: Leasingpositionen, Betriebsmittelkredite, Avalbürgschaften, etc.).

Als erstes müssen die bestehenden Kreditverträge analysiert werden und das Ziel dabei wäre: Die Zinskonditionen für das Unternehmen zu verbessern. Hier kann man an den Zinskosten einsparen, somit fließt weniger Liquidität aus dem Unternehmen und es bleibt mehr Gewinn im Unternehmen.

Neben den Zinskonditionen spielt das Thema des Kapitalstruktur (woher kommt das Kapital) eine entscheidende Rolle: gibt es Investoren, die Kapital für das Unternehmen bereitstellen oder war es nur die Bank (die mit Bürgschaften und Sicherheiten den Kredit gegeben hat). Sind alternative Finanzierungsquellen vorhanden, die kostengünstiger für das Unternehmen sind? Kann man Kredite mit hohen Zinsen gegen Kredite ablösen, die zinsgünstiger sind (Info: bitte mögliche Vorfälligkeitskosten beachten!) Je geringer der Kosten, desto höher der Anteil der Wertschöpfung.

Die Frage die sich hierbei zum Thema Wertschöpfung stellt: wie kann man die Kapitalstruktur optimieren und somit bessere wirtschaftliche Ergebnisse erzielen? Eine Analyse dieser Kapitalpositionen ist und wird entscheidend für das weitere Bestehen vieler Unternehmen und hat direkte Auswirkungen auf den Unternehmenswert und die Wertschöpfung!

 

Im Rahmen so einer Finanzoptimierung innerhalb einer Gesamtstrategie für die Verbesserung der Wertschöpfung ist auch zu untersuchen, ob das Unternehmen bzw. der Finanzverantwortliche dafür Sorge getragen hat, das das Unternehmen mögliche Fördermittel bekommen kann oder ob die Beantragung von Fördermitteln in Betracht kommt.

 

Fördermittel gibt es z.B. auch für die Qualifikation von Mitarbeitern. Es gibt z.B. staatliche Zuschüsse für die Fortbildung/ Weiterbildung, die das Unternehmen – welches die Mitarbeiter angestellt hat, bekommen kann. Die Kosten für die Mitarbeiterqualifikation können somit gesenkt werden (durch den staatlichen Zuschuss). Damit senken sich die Kosten im Unternehmen und gleichzeitig steigt die Qualität im Unternehmen. Dieser Vorgang hat damit eine doppelte Wirkung auf den Unternehmenswert. Kosten gesenkt und Qualifikation gesteigert. Gesteigerte Qualifikation hat immer einen „Mehrwert“ für das Unternehmen.

Diese Maßnahmen im Unternehmen können durch weitere ergänzt werden. Auf jeden Fall, ist eine intensive Analyse der Kostenstellen nötig.

 

Beispiel: Bei einem Industrieteilelieferanten konnten beispielsweise die Erlöse aus Abfallverwertung in einem bestimmten Untersuchungszeitraum durch Optimierungsmaßnahmen (Transformationsprozess). um mehr als 40 % gesteigert werden. Diese Erlössteigerung ist eigentlich positiv für die Wertschöpfung!

Bei genauerer Betrachtung aller Kostenpositionen fiel jedoch auf, dass jede danach weiter transportierte Tonne Abfall mit mehr als 800 Euro vom Unternehmen bezuschusst werden musste. Die Gründe dafür lagen zu einem an zu hohen Personalkosten und zum anderen in einer falschen Kostenkalkulation bei den Verwertungspreisen bzw. einer ungenauen Betrachtung einzelner Positionen in der Wertschöpfungskette!

 

Der rechnerische positive Anstieg von 40% in der Abfallverwertung war somit ein Minusgeschäft, da nach dieser positiven Arbeitsposition eine kostenverursachende Position das eigentlich positive Ergebnis verschlechtert hat. Also prüfen Sie die Kostenketten in Ihren Unternehmen und hinterfragen den Ablauf bis in die Details, damit die gesamte Wertschöpfungskette einen positiven Ertrag als Ergebnis nachweisen kann.

 

 

Fazit: Jede Optimierung der Wertschöpfungskette basiert auf verschiedenen Möglichkeiten und ist zu jedem Unternehmen individuell abzustimmen. Hauptpositionen wie Immobilienkosten, Energieversorgung, Finanzierungskosten, Personal, Marketing/ Werbung, Service sind in weitere Unterpositionen aufzuschlüsseln – alles kommt unter die Lupe. Wie dann aus den einzelnen Positionen eine Optimierungsmöglichkeit besteht, ist dann von der Geschäftsführung zu hinterfragen und dann umzusetzen. Wertschöpfungsanalysen sind also ein dauerhaftes Werkzeug und dienen der Optimierung im Unternehmen. Wettbewerbsvorteile können so gesichert werden und zusätzlich schafft es Transparenz im Unternehmen.

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