Liquidität verbessern – Ertrag verbessern – Kosten im Unternehmen reduzieren – Produktivität steigern

Um mit Ihrem Unternehmen ein verbessertes Verhältnis zwischen Kosten – Ertrag – Umsatz und Liquidität zu erreichen, gibt es zahlreiche Wege zur fortlaufenden und nachhaltigen Kostensenkung. In den meisten Fällen ergibt sich für Ihr Unternehmen noch eine Prozessablaufverbesserung bzw. eine Nutzenverbesserung in Ihrem Unternehmen.

Eigentlich ist der Begriff Kostensenkung sehr eindimensional und ein anderer Begriff sollte anstelle verwendet werden: Produktivitätssteigerung. Wenn ein Unternehmen eine bessere Gesamtproduktivität hat, als sein Mitbewerber, – dann wird es kurz- oder mittelfristig das gleiche Produkt/ Dienstleistung kostengünstiger anbieten können.

Mit dieser Aussage soll das Thema Kostensenkung/ Produktivitätssteigerung als ein Dauerprozess im Unternehmen dargestellt werden, denn ein Unternehmen, welches die gleiche Leistung preiswerter anbieten kann, als die Mitbewerber, wird mehr Kunden bekommen. Dies wiederum stellt dann eine Umsatzsteigerung dar.

 

Auf den Punkt gebracht: Kosten müssen gesenkt werden, wenn Kosten gesenkt werden können. Das sichert den Fortbestand des Unternehmens – und dies unabhängig vom Unternehmenstyp.

 

Es ist also unumgänglich die Kosten soweit wie möglich auf einem Tiefststand zu haben, um somit bei sonst gleichen Faktoren, eine bessere Produktivität aufzubauen, als der Mitbewerber!

Kunden wollen nicht darunter leiden

 

Was unter allen Umständen aber Beachtung werden muss: Die Kunden müssen vom Unternehmen die bisherige Qualität und Leistung weiter uneingeschränkt beziehen können (Außer Sie schließen einen Geschäftsbereich weil dieser aus strategischen Gründen geschlossen werden soll/ muss.)

 

Übersicht der Kostenbereiche

Grundsätzlich kann man in vielen Bereichen Kostensenkungen prüfen. Als erstes sollte ein Ablaufprozess (wo werden welche Kosten produziert?) analysiert werden. Dann kommen die Lösungsvorschläge zur Kostensenkung und dann die Umsetzung zur Senkung der Kosten. Dies kann in allen folgenden Kostenbereichen im Unternehmen durchgeführt werden:

  • Brief und Paketdienste, Kuriere
  • Transport und Logistik
  • Software, IT/ EDV
  • Gebäudemanagement
  • Werbe- und Druckunterlagen, Marketing
  • Energieversorgung
  • Reisekosten
  • Verpackungsbereiche
  • Mitarbeiter, Zeitarbeit und freie Mitarbeiter
  • Fuhrpark bzw. KFZ´s
  • Müll bzw. Abfall
  • Kopierer und sonstige Druckmöglichkeiten
  • Telekommunikation
  • Unternehmensversicherungen
  • Verwaltung, Inkasso und Beratung/ Dienstleister
  • Unternehmensfinanzen

In den vorgenannten Bereichen lässt sich eine Vielzahl von unterschiedlichen Kosten analysieren. Nachfolgend sind deshalb Auszüge aus den Möglichkeiten dargestellt, die sich auf einen Dienstleistungsbetrieb ausrichtet:

 

Verwaltung, Inkasso und Beratung/ Dienstleister: 

Nutzen Sie ein Factoring Unternehmen, um den Aufwand bei den Rechnungen/ Lastschriften ihrer Kunden zu reduzieren? Welche Konditionen sind vereinbart? Ist der Inkassobereich bis zum Gerichtsverfahren kostenoptimiert oder sogar pauschalisiert, sodass es sich immer lohnt eine offene Forderung einzutreiben? Oftmals sind sonst diese Kostenpositionen auf Dauer erheblich und drücken auf Ihre Liquidität? Andere Positionen sind z.B. der Steuerberater und die Bilanzkosten: Was ist wirklich notwendig (Achten Sie auf die neuen Umsatzgrenzen: Oftmals reicht eine G&V statt einer Bilanz). Hier kann man schnell mal 600 bis 1.000,- Euro im Jahr sparen.

 

Werbe- und Druckunterlagen, Marketing:

Ist die Druckerei um die Ecke vielleicht ganz preiswert und könnte Ihr Kooperationspartner werden? – oder ist es sinnvoll ein Marketing und Werbeunternehmen einzusetzen. Können Sie eine Art Tauschgeschäft (Bartergeschäft) mit der Druckerei vereinbaren. Das senkt auf jeden Fall die Kosten, den beide Unternehmen (Ihres und die Druckerei) können fast zu Einkaufspreisen tauschen und sich so das Wesentliche zur Verfügung stellen: Druckware gegen Mitgliedschaft (o.ä.).

Bei den Drucksachen die im Unternehmen Verwendung finden, wie z.B.: Formulare, Geschäftsdrucksachen, Prospekte, Vordrucke etc. gibt es im Internet oftmals für die gleiche Leistungen einen tieferen Preis (bei gleichem Aufwand!).

Bei diesem Bereich kann man immer fast immer einsparen, aber ob es sinnvoll ist, an der falschen Stelle zu sparen? Wer nicht wirbt, spart zwar Geld, aber er bekommt auch nur schwer neue Kunden. Das Ergebnis wird sein, dass der „falsche“ „SPARER“ auf Dauer sein Unternehmen kaputt spart. Überprüfung von Preis und Leistung mit dem Angebots-Mitbewerber ist in Abständen wichtig und richtig. In der heutigen Zeit, wo die Mehrheit der Bevölkerung auf „Billig und Discount“ konditioniert ist, können sich die Unternehmer nicht leisten, die Kosten nicht im Griff zu haben.

 

Telekommunikation:

Ein großer Posten kann auch die Telekommunikation sein. Hier finden sich sinnvolle Anbieter die die Gesprächsgebühren, Mobilfunk, Standleitungen, Telekommunikationsanlagen etc. preisgünstiger und besser anbieten. Seit dem das Monopol der Telekom gefallen ist, kann sich jeder seinen Anbieter selber suchen und somit seinen Kostenbereich hier erheblich senken.

Es lassen sich hier Einsparungen von bis zu 70% erzielen. Der Wechsel des Telekommunikationsanbieters rentiert sich auch bei kleineren Betrieben. Bei einem monatlichen Telefonumsatz von 50 Euro = 600 Euro im Jahr, bedeutet eine Kostenreduzierung in Höhe von z.B. 50% eine Ersparnis von 300,. bis 600,- Euro jedes Jahr!

 

Müll bzw. Abfall und was dazugehört: 

Wer sich stolzer Besitzer einer eigenen Immobilie nennen darf, dem wird schon aufgefallen sein, dass sein Gebäude durch manche Kostenpositionen seinen wirtschaftlichen Betrieb torpediert. Die Positionen Abfall, Aktenvernichtung, Papierentsorgung, Restmüll, Sondermüll, u. v. m. stehen bei vielen Unternehmern nicht im Beachtungsfokus, doch immer wenn die Jahressumme zusammengerechnet wird, kann man sich die Frage stellen: Wofür zahle ich so viel Geld? Einsparpotential kann hier schnell bei 1.000,- bis 1.800,- Euro sein

 

Gebäudemanagement: 

Unter anderem sind hier die Kosten der Bewachung o.ä. zu hinterfragen. Auch die Positionen wie Alarmanlagen (Aufschaltung, Wartung), Empfangs- und Schließdienst, Objektbewachung, manchmal auch Revier- und Streifendienst gehören zur Prüfung, denn diese sammeln sich oft über das Jahr zu einem Überraschungspaket, das durch sinnvolle Umstellung erheblich gesenkt werden kann.

Besonders hierzu aktuell: Wenn Sie eine Mietfläche nutzen und mussten eine Mietsicherheit/ Kaution/ Mietbürgschaft hinterlegen: Es gibt dazu Möglichkeiten, diese Kaution gegen einen Sicherungsschein zu tauschen. Der Sicherungsschein ersetzt die Mietkaution und Sie können mit der neuen gewonnenen Liquidität (was bisher Ihre Mietkaution war) Ihr Unternehmen besser aufstellen oder Ihren Kreditrahmen verbessern. Anbieter dieser Möglichkeiten sind oftmals Versicherungen oder Spezialisten im Unternehmensfinanzierungsbereich. Vorteil von bis zu 12.000,- Euro!

 

Unternehmensfinanzen: 

Bankgebühren und Zinsen halten viele Unternehmer für fix. Sie sind es nicht. Banken sind ganz gewöhnliche Lieferanten. Und Bankgebühren sind lediglich Konditionen des Zahlungsverkehrs. Jeder Verkäufer lässt über Konditionen mit sich verhandeln. Verhandeln Sie mit Ihrer Bank. Alle Banken müssen derzeit sparen, sie müssen entlassen. Deshalb müssen sie auch kleinen Kunden entgegenkommen. Daher haben Sie eine gute Verhandlungsbasis.

Wesentlich schwieriger, in den meisten Fällen jedoch sehr lohnend, ist die Analyse der Kosten der Finanzierungsstruktur des Unternehmens. Hierbei spielt die Frage eine wichtige Rolle, ob aufgenommene Kredite mit hohen Zinssätzen in der derzeitigen Niedrigzinsphase gegebenenfalls umgeschuldet werden können. Dazu müssen die bestehenden Darlehensverträge genau geprüft werden. Die Hausbanken sind häufig dazu bereit, bestehende Zinsbindungen und fest vereinbarte Kreditlaufzeiten vorzeitig aufzuheben, wenn der Kunde im Gegenzug im Rahmen der Umschuldung auf günstigere Zinskonditionen langfristig an die Hausbank gebunden werden kann. Im Rahmen der Umschuldung ist auch zu untersuchen, ob im Finanzierungskonzept des Unternehmens alle möglichen Fördermittel enthalten sind oder ob die Beantragung von Fördermitteln unter Umständen noch möglich ist.

Besonders hierzu aktuell: Das Thema einer neuen Finanzierung bzw. Umschuldung, oder externe Investoren sollten regelmäßig auf dem Tisch liegen, um sich auch bei diesen Kosten besser als der Mitbewerber zu stellen. Je nachdem welche Ziele Sie haben. Es gibt hier neue Möglichkeiten -ohne Banken- in der Unternehmensfinanzierung, wobei der Unternehmer in die Lage versetzt wird, ohne Abgabe von Gesellschaftsanteilen Kapital von Investoren zu bekommen. Diese Kapitalüberlassung macht unabhängiger von den Banken und lässt die dauerhaften Zinskosten bei den Banken optimieren und senken! Es lohnt sich dieses Investorenkapital zu nutzen.

 

Unternehmensversicherungen: 

Nicht nur KFZ Versicherungen, sondern auch die Gebäudeversicherungen lassen sich bei Überprüfung sparsamer gestalten. In den verschiedenen Lebenssituationen und Unternehmensentwicklungen müssen sie sich klar machen, dass dieser Kostenblock immer auf dem Prüfstand stehen muss. Nutzen Sie die Angebote erfahrener Dienstleister, die Ihnen die Risiken und Potentiale der richtigen Summen in der Versicherung darstellen. Bei der Überzahl an Versicherungsanbietern sollten sie immer mehrere Angebote einholen und dann mit den Anbietern besprechen – dabei können Sie die Arbeitsweise Ihres Versicherers kennen lernen und dann Ihre kostenbewusste Entscheidung treffen.

 

Energieversorgung: 

Eine sehr einfache Möglichkeit zur Kosteneinsparung ist der Wechsel des Energielieferanten. Diese Form der Kosteneinsparung hat zudem keinerlei Auswirkungen auf die Qualität der angebotenen Dienstleistung. Jeder Unternehmer hat seit der Liberalisierung des Strommarktes im Jahr 1998 das Recht, sich seinen Energielieferanten selbst auszuwählen. Einsparungen von durchschnittlich ca. 10 bis 15 Prozent der Stromkosten lassen sich durch einen Wechsel zu einem günstigeren Stromanbieter einsparen. Höhere Einsparungen sind in Einzelfällen möglich. Vor einem Wechsel zu einem anderen Anbieter sollten die eigenen Stromlieferungsverträge analysiert und mit den Preisen der Mitbewerber verglichen werden.

 

Mitarbeiter, Zeitarbeit und freie Mitarbeiter: 

Das oftmals größte Einsparpotenzial bietet erfahrungsgemäß die Veränderung der Personalstruktur. Bevor Änderungen in der Personalstruktur vorgenommen werden, sollte eine sorgfältige Analyse des Unternehmens durchgeführt werden, damit die Dienstleistungsqualität nicht durch falsche Personalkosteneinsparungen negativ beeinträchtigt wird. Als erstes sollte die Auslastung des Betriebes überprüft werden. Dabei ist zu ermitteln, was wann von wem wie gemacht wird. Danach sollte der Arbeitsaufwand der Mitarbeiter bzw. des Personals einer näheren Betrachtung unterzogen werden. In diesem Zusammenhang wäre zu prüfen, inwieweit die Mitarbeiter ausgelastet sind. So lassen sich Zeitreserven für Tätigkeiten offen legen, die aktuell von anderen Personen übernommen werden, die dafür möglicherweise auch noch extra bezahlt werden müssen. Zudem ist zu untersuchen, ob der Stundenlohn der Mitarbeiter für die jeweilige Tätigkeit angemessen ist oder ob eventuell teure Mitarbeiter für Aushilfstätigkeiten verwendet werden. Vielfach besteht über den Wechsel des Entlohnungssystems (von Monatsgehalt zu Stundenlohn) die Möglichkeit, Einsparungen im Personalbereich zu erzielen

 

Fazit: Jede Kostenoptimierung ist folglich eine Vielzahl von den Maßnahmen, die ganz individuell auf das jeweilige Unternehmen abgestimmt werden müssen. Bei welchen Kostenpositionen Einsparungen erzielt werden können und wo Kostensenkungen sinnvoll sind, sollte zunächst im Rahmen einer Kostenanalyse untersucht werden.

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